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Ernst Ludwig Kirchner Kunstdrucke auf Leinwand


Einer der wichtigsten Vertreter des deutschen Expressionismus, der Maler Ernst Ludwig Kirchner, wurde am 6.Mai 1880 in Aschaffenburg geboren. Er war einer von drei Söhnen eines Chemieprofessors und dessen Frau Maria Elise, geb. Franke. 1901. Nach bestandenem Abitur studierte er an der Technischen Hochschule in Dresden Architektur und besuchte eine private Kunstschule.

Er beendete sein Studium mit einem Diplom, entschied sich dann aber gegen die Ausübung des erlernten Berufes und widmete sich statt dessen der Malerei. Grund war ein Besuch der Debschitz-Schule in München und der große Eindruck, den die Bilder von Wassily Kandinsky und die französischen Neo-Impressionisten bei ihm hinterließen.
In Dresden gründet der Autodidakt mit Erich Heckel, Karl Schmidt-Rottluff und Fritz Bleyl die Künstlervereinigung „Die Brücke“. 1906 schließen sich Cuno Amiet, Max Pechstein und Emil Nolde der Gemeinschaft an. Kirchner wendet sich vom Impressionismus ab und dem aufkommenden Expressionismus zu.

Doris Große, „Dodo“ genannt, deren Bekanntschaft er 1909 macht, eine Modistin und Hutmacherin, wird sein bevorzugtes Modell und auch seine Geliebte. Von ihr und von der neunjährigen Lina Franziska Fehrmann, „Fränzi“, die ihm und seinen Malerkollegen ebenfalls Modell steht, fertigt er zahlreiche Aktstudien, Zeichnungen und Bilder an.
1910 verlässt Kirchner Dresden, da der von ihm erhoffte Erfolg ausbleibt, und zieht nach Berlin, wo er den Maler Otto Müller kennenlernt. Seine Lage wird nicht sonderlich besser, dafür wirken sich die neuen Eindrücke auf seinen Malstil aus. Bevorzugte er bisher die Porträt- und Aktmalerei, weich in der Formgebung und mit teils kräftigen und leuchtenden Farben, malt er nun auch Landschaften, Stadtansichten und Themen aus dem Zirkus und den Berliner Varietes. Die Formgebung wird eckiger, die Strichtechnik zackiger und die Farben gedämpfter.

Der Maler nimmt 1911 an einer Ausstellung der Neuen Secession in Berlin und des Sonderbundes in Köln teil. Es kommt zu Meinungsverschiedenheiten unter den Brückenmitglieder, Kirchner verlässt die Vereinigung, die sich auch bald darauf auflöst.
Als er 1912 seine Lebensgefährtin Erna Schilling kennenlernt, unternimmt er bis 1915 in den Sommermonaten mehrere Reisen auf die Insel Fehmarn, wo er eine Periode ungestörter Schaffenskraft erfährt, die sich in hunderten von Zeichnungen und Bildern niederschlägt.

Der Erste Weltkrieg beendet diese harmonische Zeit und Kirchner meldet sich freiwillig. 1915 wird er als Fahrer bei einem Artillerieregiment rekrutiert. Nach wenigen Monaten erfolgte seine Beurlaubung, nachdem er einen nervlichen Zusammenbruch erlitten hatte. Er wird im Sanatorium von Dr. Oskar Kohnstamm behandelt, aber er beginnt von den ihm verabreichten Medikamenten abhängig zu werden.
Trotz Krankheit, teilweise auftretenden Lähmungserscheinungen und der Verzweiflung darüber, arbeitet er an großformatigen Gemälden. Dem Geschick und den unermüdlichen Bemühungen seiner Lebensgefährtin, die den Verkauf seiner Bilder übernimmt, ist es zu Verdanken, dass die Grundlage für seinen Erfolg und seine finanzielle Unabhängigkeit geschaffen wird.

In Davos, wohin das Paar 1917 umzieht, schafft es Kirchner von seiner Abhängigkeit loszukommen und mit Erna Schilling, die selber immer wieder mit Depressionen zu kämpfen hatte, eine gesundheitlich stabile, langanhaltende Phase zu erleben.
1925 reist er für ein paar Monate nach Berlin. Auf dieser Reise erfährt er durchweg große Anerkennung seiner Werke, die flächiger, gegenständlicher und auch abstrakter werden. Der Erfolg genügt ihm aber nicht, und nachdem sich seine Hoffnung auf das Angebot einer Professur nicht erfüllt, verletzt und beleidigt er im Zorn seine Auftraggeber und seine Umwelt. Er erleidet einen Schwächeanfall und kehrt nach Davos zurück.
Kirchner, der Mitglied der Preußischen Akademie der Künste war, wird nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1937 ausgeschlossen. Über 600 seiner Arbeiten werden aus den Museen und Kunstsammlungen entfernt und ein Teil seiner Bilder als „Entartete Kunst“ auf Ausstellungen gezeigt.

Zutiefst getroffen über die Diffamierung seiner Kunstwerke und die Entwicklung Deutschlands, gesundheitlich angeschlagen und laut seinem Arzt Dr. Bauer auch wieder morphiumabhängig, begeht er am 15. Juni 1938 in Davos Selbstmord, indem er sich eine Kugel in die Brust schießt.


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