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Ludwig Dill Kunstdrucke auf Leinwand


Wilhelm Franz Karl Dill wurde als einziger Sohn des Amtsrichters Ludwig Dill und seiner Frau Rosa, geb. Diez am 2. Februar 1848 in Gernsbach im Schwarzwald geboren. Als er ein Jahr alt war zog die Familie nach Gengenbach,1856 nach Durlach und wurde schließlich 1862 in Stuttgart ansässig.
Eigentlich sollte Ludwig Architekt werden und besuchte nach seiner Gymnasialzeit das Polytechnikum in Stuttgart. Nach dem Krieg von 1870/71, an dem er als Reserveoffizier teilnahm, wechselte er zur Malerei und begann ein Studium an der Münchner Akademie, wo er von Karl Theodor von Piloty, Carl Raab und Otto Seitz unterrichtet wurde.
Der Historienmalerei und dem koloristischen Theaterrealismus war Dill in seiner Ausbildung aber nicht so zugetan und er befasste sich mehr mit der Landschaftsmalerei von Adolf Lier und mit den neuen Anregungen der Freilichtmalerei, die in den Künstlerkolonien, wie z.B. Barbizon in Frankreich aufkamen.

1874 erhielt der Maler einen Auftrag für Illustrationen, für dessen Ausführung Reisen nach Südfrankreich und Italien notwendig waren. In Venedig schloss er sich Gustav Schönleber an und die beiden Maler suchten ihre Motive hauptsächlich in dem idyllischen Fischerdorf Chioggia. So beschäftigen sich seine frühen Bilder fast ausschließlich mit Fischern, Schiffen und Seeleuten.
Nach einem 10jährigen Aufenthalt in Italien, wo sich Dills Stil immer mehr vom zeichnerischen zum farbenfrohen Malen entwickelte, unternahm er eine Studienreise an die Ostsee, wo er weiterhin seine impressionistisch gefärbten Küsten- und Meermotive auf die Leinwand bannte.
Dill, kehrte nach München zurück und wurde Mitglied in der 1893 gegründeten Münchner Sezession. Da er sich inzwischen als Marinemaler einen Namen gemacht hatte, spricht es für seine öffentliche Anerkennung, dass er zum Präsidenten der Künstlervereinigung berufen wurde.

In München lernte er auch den impressionistischen Maler Fritz von Uhde und Adolf Hölzel kennen. Als er Hölzel, der schon bald sein Freund wurde, 1892 das erste Mal in Dachau besuchte, erlag er dem besonderen Zauber dieser Landschaft.
1896 ließ er sich in Dachau nieder und erwarb ein kleines Häuschen. Zusammen mit Arthur Langhammer und seinem Freund Hölzel gründete er die Malerschule „Neu-Dachau“und wurde so zu einem der wichtigsten Vertreter der Künstlerkolonie Dachau.
Seine nicht nachlassende Begeisterung über die Schönheit des Dachauer Mooses lässt ihn zum reinen Landschaftsmaler werden und seine farben- und figurenreiche venezianischen Bilder weichen den zarten, teilweise nur mit Buntstiften gemalten Mooslandschaften, die er aus Wasserläufen und Bäumen in stiller Einsamkeit komponiert.

Von 1899 bis 1919 ging Ludwig Dill nach Karlsruhe, um an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste zu unterrichten. In den Semesterferien kehrte er jedoch regelmäßig, oft in Begleitung einiger Schüler, in sein Haus nach Dachau zurück.
Dill, der ab 1875 in erster Ehe 30 Jahre mit Luise Kornbeck verheiratet war und mit ihr zwei Töchter und einen Sohn hatte, verheiratete sich sich vier Jahre nach dem Tod von Luise mit einer ehemaligen Schülerin, der Witwe Johanna Malburg, mit der er bis zu seinem Tode eine glückliche Beziehung hatte.

Die Stadt Dachau ernannte ihn 1936 zum Ehrenbürger, in seinen späten Jahren malte er auch wieder Themen aus dem Marine-Gebiet und starb am 31. März 1940 mit zweiundneunzig Jahren in Karlsruhe.
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