Flaschen Käse, Äpfel und ein Glas mit Eingemachten
Über das Werk
„Flaschen Käse, Äpfel und ein Glas mit Eingemachten" von Carl Schuch zeigt ein Stillleben von besonderer Ruhe und malerischer Dichte. Auf einem schlichten Holztisch sind alltägliche Lebensmittel arrangiert – doch in der Art, wie Schuch Licht, Farbe und Form erfasst, wird die Szene zu einem Studium geduldiger Beobachtung. Als Leinwandbild entfaltet das Werk seine warme, zurückhaltende Präsenz in jedem Raum.
Ein Tisch voller stiller Gegenwart
Das Gemälde ist in erdigen Braun-, Ocker- und Grautönen gehalten, die dem Ganzen eine gedämpfte, fast intime Atmosphäre verleihen. Im Vordergrund liegt ein weißes Tuch, auf dem ein angeschnittenes Stück Käse ruht. Links davon sind drei Äpfel – ein leuchtend roter und zwei gelbliche – sowie ein Glas mit grünlichem Eingemachten platziert. Im Hintergrund erheben sich zwei Flaschen, eine davon mit geflochtener Bastummantelung, rechts daneben eine Glasglocke, unter der weiterer Käse aufbewahrt wird. Der dunkle Hintergrund lässt die Objekte körperhaft hervortreten, während die pastose Malweise Schuhs die Oberflächen spürbar macht.
Dieser Kunstdruck wirkt besonders gut in Räumen, die auf natürliche Materialien und warme Farbtöne setzen. Im Esszimmer oder in der Küche unterstreicht „Flaschen Käse, Äpfel und ein Glas mit Eingemachten" die Wertschätzung für einfache, ehrliche Dinge. Auch im Wohnzimmer mit beigen, braunen oder olivgrünen Wandfarben fügt sich das Bild harmonisch ein. Die gedämpfte Farbigkeit passt schön zu Holzmöbeln und Leinengeweben.
Carl Schuch gehörte zum Umkreis des Leibl-Kreises und gilt als bedeutender Vertreter des deutschen Realismus im späten 19. Jahrhundert. Seine Stillleben zeichnen sich durch eine intensive Beschäftigung mit Licht, Farbe und der materiellen Beschaffenheit der Dinge aus. Schuch arbeitete ohne dekorative Effekte, dafür mit großer malerischer Ernsthaftigkeit.
Das Werk liegt im Querformat vor. Ihr Leinwandbild wird in Deutschland individuell für Sie gefertigt – dabei kann der Bildausschnitt je nach gewähltem Wunschformat leicht variieren, um die Komposition optimal zur Geltung zu bringen.
Über Carl Schuch
Er wurde schon früh mit Krankheit und Tod konfrontiert. Er verlor beide Elternteile kurz nacheinander, sie starben vermutlich an der damaligen Volkskrankheit Tuberkulose; 1869 starb auch seine einzige Schwester. Der verwaiste und familienlose 24jährige ging auf eine Wanderschaf durch ganz Europa, die fast sein ganzes Leben dauern sollte.
Sein ständiges Reisen machte es jedem Biographen schwer seinen Lebenslauf zu rekonstruieren. Die meisten Angaben sind vage, manche auch widersprüchlich. 1865 ist ein kurzes Studium an der Wiener Kunstakademie nachgewiesen, danach begab er sich mit dem Landschaftsmaler Ludwig Halauska zum Malen an den Attersee.
1869 begab er sich nach Italien, machte die Bekanntschaft des Architekturstudenten Albert Lang, der ebenfalls malte, und reiste mit ihm fast ein Jahr lang über die Halbinsel. Die Rückreise führte sie ohne Zwischenfälle, durch politische Wirren riskante Regionen ,von Sizilien über Neapel, Rom, Florenz und Venedig nach Wien, bzw. München.
Die nächsten Jahre verbrachte Schuch mit weiteren Reisen nach Frankreich, Italien und Deutschland. Teils mit seinen Freunden, teils alleine. Auf einer Sommerfrische am Hintersee in der Ramsau bei Berchtesgaden lernte er Karl Hagemeister kennen, mit dem er 1873 die Weltausstellung in Wien besucht und später nach Dresden, Brüssel und Amsterdam reist.
Wenn der gebildete und lebensfrohe Künstler nicht auf Reisen war experimentierte er mit immer neuen Farbkompositionen und versuchte damit die Schönheit der Natur zu erfassen. Er suchte und fand seine Motive in ländlichen Regionen, an stillen Bergseen und in den wilden Schluchten in den französischen Alpen. Seine Stilleben malte er in Ateliers in den Kunstzentren ganz Europas.
Da er auf jegliche Veröffentlichung und somit auf die Resonanz eines größeren Publikums verzichtete, zweifelte er oft an seinem Können, obwohl er über eine ausgezeichnete Beobachtungsgabe verfügte und überaus exakt und perfektionistisch arbeitete. Mit dem Ergebnis und dem Erreichten gab er sich selten zufrieden.
Er war schon seit 1880 erkrankt, als die Ärzte bei ihm die „venerische“ Krankheit diagnostizierten. Die so umschriebene Geschlechtkrankheit beendtete sein rastloses Umherziehen. Schuch ließ sich 1894 für immer in Wien nieder und heiratete seine langjährige Begleiterin Louise Lami.
1897 kam er das erste Mal in die Privatanstalt für“ Gemüthskranke“des Dr. Wilhelm Svetlin. Nach seiner Entlassung für mehrere Monate folgte 1898 die endgültige Einweisung. Er lebte und litt noch fünf Jahre um am 13. September 1903 zu sterben. Todesursache: „paralytischer Blödsinn“.
So wirkt es an Ihrer Wand
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Qualität & Herstellung



Das Bild wird individuell für Sie auf eine echte Leinwand gedruckt und in Handarbeit auf einen Echtholz-Galeriekeilrahmen aufgespannt. Die Produktion erfolgt in Deutschland. Mehr über die Qualität unserer Kunstdrucke erfahren Sie hier.
Der Bildausschnitt kann je nach gewählter Bildgröße und Bildformat leicht vom gezeigten Beispiel abweichen. Da jedes Bild individuell in Ihrem Wunschformat produziert wird, ist ein Umtausch wegen Nichtgefallen nicht möglich.
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