Selbstbildnis
Über das Werk
Das „Selbstbildnis" von Carl Schuch zeigt den Künstler in ungeschönter Direktheit: Mit Brille und weißem Kragen vor einem warmen, erdigen Hintergrund blickt er konzentriert aus dem Bild. Die realistische Malweise und die zurückhaltende Farbgebung in Braun- und Ockertönen verleihen dem Werk eine ruhige, fast meditative Ausstrahlung. Als Leinwandbild bringt diese ehrliche Selbstdarstellung Persönlichkeit und kunsthistorische Substanz in Ihre Räume.
Ehrlicher Blick und gedämpfte Farbharmonie
Die Komposition konzentriert sich ganz auf das Gesicht und den Oberkörper des Malers. Besonders auffällig ist die Brille, die den forschenden Blick des Künstlers betont. Der weiße Hemdkragen setzt einen hellen Akzent gegen die dunkle Kleidung und den warm-braunen, unbestimmten Hintergrund. Die Palette aus Umbra, Ocker und gedämpften Hauttönen erzeugt eine harmonische, fast monochrome Wirkung. Das Licht fällt sanft von links und modelliert Gesicht und Haare plastisch heraus, während der Hintergrund in malerischer Unschärfe verschwimmt.
Dieser Kunstdruck wirkt besonders gut in Räumen mit klassischem oder reduziertem Ambiente. Im Arbeitszimmer oder in der Bibliothek unterstreicht er eine konzentrierte Atmosphäre, während er im Wohnzimmer neben hellen oder anthrazitfarbenen Wänden ruhige Eleganz ausstrahlt. Die erdigen Töne harmonieren schön mit Holzmöbeln und natürlichen Materialien. Auch in einem Flur oder Treppenhaus entfaltet das Hochformat seine Wirkung, ohne aufdringlich zu wirken.
Carl Schuch gehörte zu den bedeutenden Realisten des späten 19. Jahrhunderts und war eng mit dem Leibl-Kreis verbunden. Seine Arbeiten zeichnen sich durch präzise Beobachtung und eine unprätentiöse Malweise aus, die dem Gegenstand treu bleibt. Schuch schätzte die niederländischen Meister und übertrug deren Sachlichkeit in die Moderne seiner Zeit.
Das Selbstbildnis ist im Hochformat angelegt. Ihr Leinwandbild wird individuell in Deutschland gefertigt – in jeder gewünschten Größe. Je nach gewähltem Format kann der sichtbare Bildausschnitt leicht variieren, um die optimale Wirkung zu gewährleisten.
Über Carl Schuch
Er wurde schon früh mit Krankheit und Tod konfrontiert. Er verlor beide Elternteile kurz nacheinander, sie starben vermutlich an der damaligen Volkskrankheit Tuberkulose; 1869 starb auch seine einzige Schwester. Der verwaiste und familienlose 24jährige ging auf eine Wanderschaf durch ganz Europa, die fast sein ganzes Leben dauern sollte.
Sein ständiges Reisen machte es jedem Biographen schwer seinen Lebenslauf zu rekonstruieren. Die meisten Angaben sind vage, manche auch widersprüchlich. 1865 ist ein kurzes Studium an der Wiener Kunstakademie nachgewiesen, danach begab er sich mit dem Landschaftsmaler Ludwig Halauska zum Malen an den Attersee.
1869 begab er sich nach Italien, machte die Bekanntschaft des Architekturstudenten Albert Lang, der ebenfalls malte, und reiste mit ihm fast ein Jahr lang über die Halbinsel. Die Rückreise führte sie ohne Zwischenfälle, durch politische Wirren riskante Regionen ,von Sizilien über Neapel, Rom, Florenz und Venedig nach Wien, bzw. München.
Die nächsten Jahre verbrachte Schuch mit weiteren Reisen nach Frankreich, Italien und Deutschland. Teils mit seinen Freunden, teils alleine. Auf einer Sommerfrische am Hintersee in der Ramsau bei Berchtesgaden lernte er Karl Hagemeister kennen, mit dem er 1873 die Weltausstellung in Wien besucht und später nach Dresden, Brüssel und Amsterdam reist.
Wenn der gebildete und lebensfrohe Künstler nicht auf Reisen war experimentierte er mit immer neuen Farbkompositionen und versuchte damit die Schönheit der Natur zu erfassen. Er suchte und fand seine Motive in ländlichen Regionen, an stillen Bergseen und in den wilden Schluchten in den französischen Alpen. Seine Stilleben malte er in Ateliers in den Kunstzentren ganz Europas.
Da er auf jegliche Veröffentlichung und somit auf die Resonanz eines größeren Publikums verzichtete, zweifelte er oft an seinem Können, obwohl er über eine ausgezeichnete Beobachtungsgabe verfügte und überaus exakt und perfektionistisch arbeitete. Mit dem Ergebnis und dem Erreichten gab er sich selten zufrieden.
Er war schon seit 1880 erkrankt, als die Ärzte bei ihm die „venerische“ Krankheit diagnostizierten. Die so umschriebene Geschlechtkrankheit beendtete sein rastloses Umherziehen. Schuch ließ sich 1894 für immer in Wien nieder und heiratete seine langjährige Begleiterin Louise Lami.
1897 kam er das erste Mal in die Privatanstalt für“ Gemüthskranke“des Dr. Wilhelm Svetlin. Nach seiner Entlassung für mehrere Monate folgte 1898 die endgültige Einweisung. Er lebte und litt noch fünf Jahre um am 13. September 1903 zu sterben. Todesursache: „paralytischer Blödsinn“.
So wirkt es an Ihrer Wand
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Qualität & Herstellung



Das Bild wird individuell für Sie auf eine echte Leinwand gedruckt und in Handarbeit auf einen Echtholz-Galeriekeilrahmen aufgespannt. Die Produktion erfolgt in Deutschland. Mehr über die Qualität unserer Kunstdrucke erfahren Sie hier.
Der Bildausschnitt kann je nach gewählter Bildgröße und Bildformat leicht vom gezeigten Beispiel abweichen. Da jedes Bild individuell in Ihrem Wunschformat produziert wird, ist ein Umtausch wegen Nichtgefallen nicht möglich.
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