Hafeneinfahrt bei stürmischer See
Über das Werk
Hafeneinfahrt bei stürmischer See von Charles Leickert zeigt eine dramatische Küstenszene, in der Segelboote sich durch aufgewühlte Wellen kämpfen. Links ragen die charakteristischen Giebel und Türme einer niederländischen Hafenstadt auf, während rechts mehrere Schiffe am Horizont erkennbar sind. Das Licht bricht durch die dunklen Wolken und taucht die schäumende Gischt in helle Kontraste – eine eindrucksvolle Darstellung der Naturgewalten an der Nordseeküste.
Dramatik zwischen Himmel und Meer
Die Komposition wird von einem starken Hell-Dunkel-Kontrast geprägt. Während sich im oberen Bildbereich schwere, graubraune Wolken türmen, setzt Leickert gezielt helle Lichtakzente, die das aufgewühlte Wasser zum Leuchten bringen. Die weißen Segelspitzen der Boote korrespondieren mit den Schaumkronen der Wellen. Im Vordergrund dominieren gedeckte Braun- und Grautöne der Architektur, die dem bewegten Meer Stabilität entgegensetzen. Die diagonale Anordnung der Schiffe führt den Blick in die Tiefe des Bildes.
Als Leinwandbild wirkt diese Hafenszene besonders gut in Räumen mit klarer, zurückhaltender Farbgebung. In einem Wohnzimmer mit hellen Wänden oder einem maritim gestalteten Arbeitszimmer entfaltet das Werk seine atmosphärische Kraft. Auch in Fluren oder Empfangsbereichen setzt der Kunstdruck einen selbstbewussten Akzent. Zu modernen wie klassischen Einrichtungsstilen passt die gedämpfte Farbpalette, während die dramatische Wolkenstimmung Tiefe vermittelt.
Charles Leickert gehört zu den bedeutenden Vertretern der niederländisch-belgischen Landschafts- und Marinemalerei des 19. Jahrhunderts. Seine Werke verbinden die Tradition der holländischen Malerei mit der Romantik und zeichnen sich durch präzise Beobachtung atmosphärischer Stimmungen aus. Hafenszenen und Winterlandschaften bildeten Schwerpunkte seines Schaffens.
Das Werk liegt im Querformat vor. Ihre Leinwand wird individuell in der von Ihnen gewählten Größe gefertigt, wobei der Bildausschnitt je nach Format leicht variieren kann.
Über Charles Leickert
Sein Vater meldete den erst Elfjährigen an der Zeichenakademie in Den Haag an. Dort erhielt er von dem renomierten Landschafts- und Städtemaler Bartholomäus van Hove privaten Unterricht in Zeichnen und Malen.
Die schwere Krankheit seiner Mutter ließ ihn sein Studium für ein Jahr unterbrechen. Doch innerhalb kürzester Zeit starb nicht nur sie, sondern auch der Vater und vier seiner Geschwister. So war Charles im Alter von vierzehn Jahren bereits Vollwaise.
Der elternlose Junge lebte ab 1830 im Waisenhaus, das aber, auf Grund seiner Begabung, die Kosten für seine weitere Ausbildung übernahm. Er machte rasch Fortschritte und bekam 1834 in der dritten Klasse den ersten Preis für eine Zeichnung. Das sollte seine erste und einzige Auszeichnung in seiner Malerkarriere bleiben.
Etwa fünf Jahre später lernte und arbeitete er im Atelier von Wijnand Nuijen, ein Maler der von der romantischen, französischen Bewegung angetan war und dessen Malstil und Arbeitsweise bei Leickert eines starken Eindruck hinterließen. Leider starb Nuijen bereits 1839 mit nur siebenundzwanzig Jahren.
Leickerts Bilder, im romantischen Stil des angehenden neunzehnten Jahrhunderts gemalt, zeichneten sich noch durch eine einfach strukturierte Architektur und schwache, ausgewaschene Farbgebung aus. Ein Bild wurde jedoch in die Allgemeinen Ausstellung in Den Haag aufgenommen.
Er war mit Malern wie Salomon Verveer und Charles Rochussen und der Malerin Antonie Waldrop befreundet und war in den Künstlerkreisen von Den Haag ein gern gesehenes und voll integriertes Mitglied. Trotzdem zog Leickert 1848 nach Amsterdam, das ihm bessere Zukunftsaussichten zu ermöglichen schien und sollte dort 40 Jahre bleiben.
1856 wird er zum Mitglied der Königlichen Akademie ernannt und seine Bilder, Stadtansichten und malerische Landschaften von unberührter Natur, erfreuten sich wachsender Nachfrage. Er fand zu seinem eigenen Stil, seine Themen wurden vielfältiger und seine Farbkontraste beeindruckender.
Auf einer Studienreise, die ihn nach Italien, Frankreich und Deutschland führte, lernte er in Mainz Apollonia Schneider kennen und heiratete sie 1859. Das Ehepaar kehrte nach einem einjährigen Aufenthalt in Den Haag nach Amsterdam zurück.
Mit den Jahren nahmen seine beruflichen Erfolge immer mehr ab, da seine Malweise als unpopulär und altmodisch tituliert und das öffentliche Interesse sich den modernen, impressionistischen Malern zuwandte. So beschloss Leickert 1887 seine künstlerische Laufbahn zu beenden und mit seiner Frau nach Deutschland zu ziehen.
Der Maler des niederländischen Realismus, der an die 700 Gemälde produzierte, starb im Alter von einundneunzig Jahren am 5. Dezember 1907 in Mainz, im Heimatland seiner Eltern.
So wirkt es an Ihrer Wand
Beispieldarstellung: Wählen Sie oben ein Format, um die Größe in der Vorschau zu sehen. Format und Größe hängen von Ihrer Auswahl ab.
Qualität & Herstellung



Das Bild wird individuell für Sie auf eine echte Leinwand gedruckt und in Handarbeit auf einen Echtholz-Galeriekeilrahmen aufgespannt. Die Produktion erfolgt in Deutschland. Mehr über die Qualität unserer Kunstdrucke erfahren Sie hier.
Der Bildausschnitt kann je nach gewählter Bildgröße und Bildformat leicht vom gezeigten Beispiel abweichen. Da jedes Bild individuell in Ihrem Wunschformat produziert wird, ist ein Umtausch wegen Nichtgefallen nicht möglich.
Unsere Empfehlung – Zusatzschutz: Auf Wunsch versiegeln wir Ihr Bild von Hand mit der Art-Finish Schutzveredelung – besonders widerstandsfähig gegen Kratzer, mit seidenmattem Glanz.