Der Saleve im Herbst
Über das Werk
„Der Salève im Herbst" von Ferdinand Hodler zeigt die markante Bergsilhouette am Genfer See in leuchtenden Herbstfarben. Der massige Salève erhebt sich in Orange-, Rosé- und Rotbrauntönen über einem schmalen grünen Uferstreifen, während im Vordergrund das bewegte Wasser in Blau-, Grün- und Violetttönen rhythmisch zur Geltung kommt. Die klare Farbgebung und die dekorative Flächenwirkung verleihen dem Werk eine ruhige, zugleich lebendige Präsenz.
Berg, Wasser und Herbstlicht in harmonischer Farbkomposition
Hodler gliedert die Komposition in drei deutliche Zonen: Das Wasser nimmt etwa die Hälfte der Bildfläche ein und zeigt in breiten, parallelen Pinselstrichen die Bewegung der Wellen. Die kühlen Blau- und Grüntöne kontrastieren wirkungsvoll mit den warmen Herbstfarben des Berges. Der Salève selbst ist in horizontalen Farbschichten aufgebaut – von dunklerem Rotbraun am Fuß über leuchtendes Orange in der Mitte bis zu den hellen, fast weißlichen Felswänden am Gipfel. Dieser rhythmische Farbaufbau ist charakteristisch für Hodlers Malweise. Der schmale Uferstreifen mit dunkelgrünen Bäumen und wenigen angedeuteten Häusern vermittelt zwischen den beiden Hauptzonen.
Als Leinwandbild wirkt „Der Salève im Herbst" besonders gut in Räumen mit hellen, neutralen Wandfarben – Weiß, Beige oder zartes Grau lassen die Farbintensität des Werks zur Geltung kommen. Im Wohnzimmer kann das Bild einen beruhigenden, zugleich kraftvollen Akzent setzen, im Arbeitszimmer schafft es eine konzentrierte Atmosphäre. Zu modernem wie zu klassischem Mobiliar passt der Kunstdruck gleichermaßen, da Hodlers Stil zeitlos und zugleich dekorativ ist. In größeren Formaten entfaltet die Landschaft ihre volle Wirkung.
Ferdinand Hodler gehört zu den bedeutendsten Schweizer Malern des Symbolismus und Jugendstils. Seine Landschaftsbilder zeichnen sich durch eine bewusste Vereinfachung der Formen und eine rhythmische Ordnung aus, die er selbst als „Parallelismus" bezeichnete. Hodler malte den Salève, den Hausberg Genfs, in verschiedenen Jahreszeiten und Lichtstimmungen immer wieder.
Das Werk ist im Hochformat angelegt. Jeder Kunstdruck wird individuell in Ihrem Wunschformat gefertigt, wobei der sichtbare Bildausschnitt je nach gewählten Maßen leicht variieren kann.
Über Ferdinand Hodler
Sein Vater starb als er gerade fünf Jahre alt war an Tuberkulose. Die Mutter ging eine zweiter Ehe mit dem Dekorationsmaler Gottlieb Schüppach ein, erlag aber 1867 der gleichen Krankheit. Ferdinand, als Ältester, musste sich mit zwölf Jahren nicht nur um seine sieben Geschwister, sondern auch um seinen alkoholkranken Stiefvater kümmern.
Er begann 1868 eine Lehre als Ansichtskartenmaler und lernte später bei dem Dekorations- und Vedutenmaler Ferdinand Sommer-Collier in Thun. Im Laufe der Jahre starben alle seine Geschwister an der damals weit verbreiteten Schwindsucht und Hodler zog nach Genf, malte Firmenschilder und kopierte Bilder und fiel schließlich dem Landschaftsmaler Barthelemy Menn auf, der ihn als Schüler aufnahm.
Menn sorgte für seine Aufnahme an der Berner Kunstschule, die er bis 1876 besuchte und machte ihn mit die alten Meister Rembrandt, Rubens, Holbein und die großen Künstler seiner Zeit wie Ingres, Corot und Courbet vertraut. 1878/79, unternahm er eine Studienreise nach Spanien und widmete sich daraufhin verstärkt der Freilichtmalerei.
1881 arbeitete er mit anderen Menn-Schülern in der Werkstatt des Historienmalers Edouard Castres, begann sich aber von seinen künstlerischen Vorbildern zu lösen und einen eigenen, „Parallelismus“ genannten Stil zu entwickeln, bei dem die in seiner Kindheit ständige Konfrontation mit Krankheit und Tod sein Schaffen stark beeinflusste.
Ab 1874 nahm Hodler an verschiedenen Ausstellungen und Kunstwettbewerben teil und wurde mit zahlreichen Auszeichnungen bedacht. Seine erste Einzelausstellung hatte er im Dezember 1885 in Genf, die zweite 1887 im Kunstmuseum seiner Heimatstadt Bern. 1884 begegnet er Auguste Dupin, die ihm Modell steht und 1887 den gemeinsamen Sohn Hektor zur Welt bringt, heiratet aber zwei Jahre später Bertha Stucki.
Mit seinen Gemälden, die sich mit Schlaf, Sexualität und Tod auseinandersetzen und teils als sittenwidrig bezeichnet werden, erregt der Maler großes Aufsehen, hat aber großen Erfolg. Ausstellungen und Ehrungen in Paris, München und Venedig folgen, aber auch Kritik und Streitigkeiten.
1894, von seiner ersten Frau schon lange geschieden, heiratet der umstrittene Maler Berthe Jacques. Auch diese Ehe bleibt kinderlos. Hodler, der am Gewerbemuseum in Freiburg Malen und Zeichnen unterrichtet, erhält 1900 auf der Weltausstellung in Paris eine Goldmedaille und wird zu einem der führenden Maler Europas. Er tritt der Wiener und Berliner und 1904 auch der Münchener Sezession bei und seine wirtschaftliche Lage stabilisiert sich.
Er begegnet 1908 Valentine Godé-Darel, die seine Geliebte wird, aber kurz nach der Geburt der gemeinsamen Tochter Paulette an Krebs erkrankt und 1915 stirbt. Paulette wird von Hodler adoptiert und von dessen Ehefrau Berthe aufgezogen.
Erst spät wendet sich der Maler von seinen teils beklemmenden, in dunklen Tönen gehaltenen Bildern ab und einfachen, expressionistisch anmutenden Landschaftsdarstellungen zu. Ihm wird 1913 die Ehrendoktorwürde der Universität Basel verliehen und 1916 erhielt er eine Professur an der Ecole des Beaux-Arts in Genf, wo er am 19. Mai 1918 stirbt.
So wirkt es an Ihrer Wand
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Qualität & Herstellung



Das Bild wird individuell für Sie auf eine echte Leinwand gedruckt und in Handarbeit auf einen Echtholz-Galeriekeilrahmen aufgespannt. Die Produktion erfolgt in Deutschland. Mehr über die Qualität unserer Kunstdrucke erfahren Sie hier.
Der Bildausschnitt kann je nach gewählter Bildgröße und Bildformat leicht vom gezeigten Beispiel abweichen. Da jedes Bild individuell in Ihrem Wunschformat produziert wird, ist ein Umtausch wegen Nichtgefallen nicht möglich.
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