Kritik
Über das Werk
In „Kritik" von Frank Buchser begegnen sich drei Protagonisten in einer Ateliersituation voller Spannung: der Maler selbst mit roter Mütze und Palette, eine junge Frau in hellem Kleid mit entblößter Schulter und ein Soldat in dunkler Uniform. Die lockere, pastose Malweise und die warmen Erdtöne verleihen dieser Szene einen lebendigen, beinahe improvisatorischen Charakter, der den Betrachter unmittelbar in das künstlerische Geschehen hineinzieht.
Blick hinter die Kulissen des Künstlerateliers
Das Werk zeigt den Künstler in olivgrünem Malerkittel als zentrale Figur, flankiert von Modell und uniformiertem Beobachter. Die Komposition nutzt geschickt den Hochformat-Raum: Die drei Personen staffeln sich in die Tiefe, wobei warme Braun- und Ockertöne den Hintergrund prägen. Buchsers virtuose Pinselführung ist besonders an den nur skizzenhaft angedeuteten Partien erkennbar – ein bewusster Kontrast zu den detaillierter ausgearbeiteten Gesichtern. Das Licht modelliert die Figuren plastisch heraus und erzeugt eine intime Atelierstimmung.
Dieser Kunstdruck wirkt besonders gut in Räumen mit bildungsbürgerlichem Anspruch: Im Arbeitszimmer unterstreicht er intellektuelle Atmosphäre, im Wohnzimmer setzt er kultivierte Akzente. Zu hellen Wandfarben in Creme oder Grau harmoniert die warme Farbpalette des Bildes ausgezeichnet. Das Leinwandbild passt schön zu klassischen wie modernen Einrichtungen, sofern diese nicht zu kühl-minimalistisch ausfallen – die Wärme des Werks verlangt nach entsprechender Resonanz im Raum.
Frank Buchser zählt zu den bedeutenden Schweizer Malern des 19. Jahrhunderts und bewegte sich stilistisch im Realismus. Seine Werke zeichnen sich durch lebendige Alltagsbeobachtung und technische Virtuosität aus. Buchser pflegte einen unkonventionellen, oft kritisch-humorvollen Blick auf Künstlertum und Gesellschaft seiner Zeit.
„Kritik" wird als Kunstdruck im Hochformat gefertigt. Da jedes Leinwandbild individuell in Deutschland hergestellt wird, kann der sichtbare Bildausschnitt je nach gewählter Größe leicht variieren – der charakteristische Aufbau der Komposition bleibt dabei selbstverständlich erhalten.
Über Frank Buchser
Auf Wunsch der Eltern absolvierte er eine Lehre als Orgel- und Klavierbauer in Solothurn und Bern. Dort nahm er bei dem Berner Künstler Heinrich von Arx Zeichenunterricht. Als Neunzehnjähriger beschloss er auf einer Reise, die ihn über Paris nach Florenz und Rom führte, Maler zu werden.
In Rom diente er in der päpstlichen Schweizergarde und konnte dadurch in der Accademia di S. Luca Malerei studieren. 1848 schloss er sich kurze Zeit der Revolutionsarmee Garibaldis an. Ab 1849 studierte er ein Jahr in Paris und zwei Jahre in Antwerpen. Von 1852 bis 1853 zog er durch Spanien, wo er mit seinen Bildern als Maler und Zeichner schon früh Beachtung fand.
Auch in den folgenden Jahren zog es den Künstler in die Ferne. Nach einem Aufenthalt in Marokko, dessen Höhepunkt 1858 ein Ritt in die Königsstadt Fes war, hielt er sich mehrmals in England auf, wo er 1862 an der Weltausstellung in London als Kommisär der Schweizer Kunstabteilung beschäftigt war.
In Amerika, das er von 1866 bis 1871 bereiste, porträtierte er u.a. den kalifornischen Ländereibesitzer Johann August Suttner der Schweizer Herkunft war und erregten mit seinen sozialkritischen Gemälde von Menschen mit dunkler Hautfarbe in New York und Washington gesellschaftliches Aufsehen.
Frank Buchser hielt sich aber auch regelmäßig in der Schweiz auf, wo er sowohl künstlerische als auch politische Interessen verfolgte. So war er kurzzeitig Gemeindepräsident, auch Ammann genannt, seines Geburtsortes Feldbrunnen und gründete 1865 gemeinsam mit Rudolf Koller und Ernst Stückelberg die „Gesellschaft Schweizerischer Maler, Bildhauer und Architekten“.
Er setzte sich für eine Reform des Ausstellungswesens ein, initiierte einen nationalen Kunstkredit und war Wegbereiter des Bundesbeschlusses von 1887 zur Förderung und Hebung der schweizerischen Kunst. Der Maler war Freimaurer und zählte gegen Ende seines Lebens zu den Mitgliedern der Eidgenössischen Kunstkommission.
Das Lebenswerk Buchsers umfasst allein über 1000 Ölbilder, unzählige Skizzen, Zeichnungen und Aquarelle. Seine eigenwillige, mit großzügigen Strichen angefertigten Arbeiten zeichnen sich auch durch seinen ausgeprägten Sinn für Lichtführung und seine Farbkompositionen aus. Auch sein Studienmaterial, das er auf seinen vielen ausgiebigen Reisen gesammelt hat, ist bemerkenswert und in Schweizer Museen zu besichtigen.
Als er älter wurde und seine Abenteuerlust nachließ, hielt er sich vorwiegend in der Schweiz, im heimischen Feldbrunnen auf wo er ab 1884 den jungen Cuno Peter Amiet unterrichtete. Dort starb der Maler Frank Buchser im Alter von zweiundsechzig Jahren am 22. November 1890.
So wirkt es an Ihrer Wand
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Qualität & Herstellung



Das Bild wird individuell für Sie auf eine echte Leinwand gedruckt und in Handarbeit auf einen Echtholz-Galeriekeilrahmen aufgespannt. Die Produktion erfolgt in Deutschland. Mehr über die Qualität unserer Kunstdrucke erfahren Sie hier.
Der Bildausschnitt kann je nach gewählter Bildgröße und Bildformat leicht vom gezeigten Beispiel abweichen. Da jedes Bild individuell in Ihrem Wunschformat produziert wird, ist ein Umtausch wegen Nichtgefallen nicht möglich.
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