Männlich Portrait Studie ein schlechtes Gewissen
Über das Werk
Die "Männlich Portrait Studie ein schlechtes Gewissen" von Franz von Stuck zeigt einen Mann mit gesenktem Kopf und durchdringendem Blick vor dunkelrotem Hintergrund. Die nackten Schultern und der ernste Gesichtsausdruck vermitteln eine Atmosphäre innerer Spannung. Stuck gelingt es in dieser Studie, psychologische Tiefe durch reduzierte Mittel auszudrücken.
Eindringliche Porträtstudie in Rot und Ocker
Das Werk präsentiert den männlichen Oberkörper frontal vor einem tiefroten, pastosen Hintergrund. Der Kopf ist leicht gesenkt, während die dunklen Augen direkt zum Betrachter blicken. Die Hautpartien sind in warmen Ockertönen mit weichen Hell-Dunkel-Übergängen modelliert, die Schultern und Brust plastisch hervortreten lassen. Das dunkle Haar und der Schnurrbart kontrastieren mit der hellen Haut. Die Farbpalette aus Rot-, Braun- und Ockertönen sowie die nebelige Maltechnik erzeugen eine gedämpfte, beinahe bedrückende Stimmung.
Dieser Leinwanddruck wirkt besonders gut in Räumen, die eine konzentrierte, ruhige Atmosphäre unterstützen – etwa in einem Arbeitszimmer, einer Bibliothek oder einem klassisch eingerichteten Wohnbereich. Die warmen Rottöne harmonieren schön mit dunklen Holzmöbeln und gedämpften Wandfarben wie Grau, Beige oder Anthrazit. In modernen Räumen setzt das Bild einen spannenden historischen Akzent.
Franz von Stuck war ein bedeutender Vertreter des deutschen Symbolismus und der Münchner Secession um 1900. Seine Arbeiten verbinden akademische Maltechnik mit symbolistischen Themen und psychologischer Ausdruckskraft. Stuck beschäftigte sich häufig mit mythologischen Motiven und der Darstellung menschlicher Emotionen.
Die Studie "Männlich Portrait Studie ein schlechtes Gewissen" wird als Kunstdruck im Hochformat auf echter Künstler-Leinwand gefertigt. Jedes Format wird individuell in Deutschland hergestellt, wobei der Bildausschnitt je nach gewählter Größe leicht variieren kann.
Über Franz von Stuck
Für zehn Jahre, von 1871 bis 1881 besucht er die Kunstgewerbeschule in München und ist Schüler von Ferdinand Barth. Danach beginnt er ein fünfjähriges Studium an der Akademie der Bildenden Künste. Schon als 22jähriger veröffentlicht er seine humorvollen Illustrationen in Zeitschriften und wird mit seinen Entwürfen für den Verlag „Gerlach und Schenk“ auch in Wien bekannt.
Von 1887 bis 1892 arbeitet er für die Münchner Zeitschrift „Fliegende Blätter“ als Karikaturist. Auf der Ausstellung im Münchner Glaspalast 1889 wird sein Werk mit einer Goldmedaille ausgezeichnet und er erhält ein Preisgeld von 60.000.- Reichsmark.
Zusammen mit Wilhelm Trübner begründet der Maler die Münchner Sezession, die in Opposition zur akademischen künstlerischen Ausbildung steht. Er zählt aber nichtsdestotrotz zu den „Münchner Malerfürsten“, wie auch Franz von Lenbach und August von Kaulbach.
1895 wird er zum Professor an der Münchner Akademie ernannt. Unter seinen Schülern befinden sich unter anderen die späteren Expressionisten Wassily Kandinsky und Paul Klee.
In dieser Zeit lernt er Anna Maria Brandmaier kennen und geht eine kurze Liebesbeziehung mit ihr ein. 1887 wird sein einziges leibliches Kind, seine Tochter Franziska - genannt Mary geboren. Durch die Heirat mit der Witwe Anna Maria Lindpaintner am 15. März im selben Jahr wird er auch Stiefvater von deren Sohn Otto.
Er entwirft ein Wohn- und Atelierhaus in der Prinzregentenstraße, das er von der Baufirma Heilmann & Littmann errichten lässt, als Gesamtkunstwerk. In der Jugendstilvilla , die er nach seinen Entwürfen gestaltet hat ist die gesamte Ausstattung, die Möbel, die Gemälde, das Dekor nach seinen Vorstellungen gefertigt.
In seinen Bildern und großformatigen Gemälden tauchen immer wieder symbolhafte Gestalteten aus der alten Mythologie und Motive aus dem Reich der Fabeln auf. Die Figuren auf seinen Bildern strahlen eine erotische, laszive Atmosphäre, seine Plastiken Stärke und Bewegung aus.
Er bevorzugt in der Farbgebung die dunklen, kräftigen und glühenden Töne. Stuck stellt sowohl den weiblichen als auch den männlichen Körper nackt dar, was angesichts der eher biederen Moralvorstellungen seiner Zeit, kontroverse Reaktionen zur Folgen hatte.
Er wird 1906 Gründungsmitglied des Deutschen Monistenbundes und wird im selben Jahr von Prinzregent Luitpold von Bayern mit dem Ritterkreuz der Bayerischen Krone geadelt. Auf der Internationalen Kunstausstellung in Venedig 1909 ist der Maler mit zahlreichen Werken vertreten und erntet in Italien durchweg sehr positive Kritiken.
Er wird in die Wiener Akademie aufgenommen, 1924 zum Geheimrat ernannt und 1926 auch Mitglied in der Königlichen Akademie in Stockholm.
Der viel geehrte Künstler stirbt am 30. August 1928 mit 65 Jahren in seiner Villa in Bogenhausen und wird auf dem Münchner Waldfriedhof begraben.
So wirkt es an Ihrer Wand
Beispieldarstellung: Wählen Sie oben ein Format, um die Größe in der Vorschau zu sehen. Format und Größe hängen von Ihrer Auswahl ab.
Qualität & Herstellung



Das Bild wird individuell für Sie auf eine echte Leinwand gedruckt und in Handarbeit auf einen Echtholz-Galeriekeilrahmen aufgespannt. Die Produktion erfolgt in Deutschland. Mehr über die Qualität unserer Kunstdrucke erfahren Sie hier.
Der Bildausschnitt kann je nach gewählter Bildgröße und Bildformat leicht vom gezeigten Beispiel abweichen. Da jedes Bild individuell in Ihrem Wunschformat produziert wird, ist ein Umtausch wegen Nichtgefallen nicht möglich.
Unsere Empfehlung – Zusatzschutz: Auf Wunsch versiegeln wir Ihr Bild von Hand mit der Art-Finish Schutzveredelung – besonders widerstandsfähig gegen Kratzer, mit seidenmattem Glanz.