Wilde Jagd
Über das Werk
Die „Wilde Jagd" von Franz von Stuck zeigt eine düstere Vision aus germanischer Mythologie: Geisterhafte Gestalten und Pferde jagen durch neblige Dunkelheit, gehüllt in ein geheimnisvolles Licht. Die dunklen Grün- und Schwarztöne, durchbrochen von hellen, fast phosphoreszierenden Akzenten, verleihen dem Werk eine unheimliche, fast traumhafte Intensität. Dieses symbolistische Gemälde fängt die archaische Kraft alter Sagen in einer modernen Bildsprache ein.
Gespenstische Reiter in mythischer Dunkelheit
Das Bild wird von einer nächtlichen, nebelverhangenen Atmosphäre beherrscht. Links im Vordergrund erkennt man die hellen Körper wilder Pferde, deren Formen sich gegen den dunklen Grund abheben. Zentral ragt eine dunkle, gehörnte Gestalt empor – möglicherweise der Anführer der gespenstischen Jagd. Die Farbpalette beschränkt sich auf tiefe Grün-, Schwarz- und Grautöne, unterbrochen von fahlen, weißlich-grünen Lichtreflexen, die den Körpern der Reiter und Pferde eine übernatürliche Erscheinung verleihen. Die Komposition wirkt bewegt und fragmentarisch, als würde die wilde Horde gerade aus dem Dunkel hervorbrechen.
Als Leinwandbild entfaltet die „Wilde Jagd" ihre stärkste Wirkung in Räumen mit klarer Wandgestaltung – etwa in einem Arbeitszimmer oder Flur mit hellen oder anthrazitfarbenen Wänden. Das dunkle, geheimnisvolle Kolorit passt schön zu modernen oder puristischen Einrichtungsstilen, wo es als kraftvoller Kontrast wirkt. In Kombination mit warmem Licht und zurückhaltenden Möbeln entsteht eine spannungsvolle, meditative Atmosphäre.
Franz von Stuck zählte zu den bedeutendsten Vertretern des deutschen Symbolismus und der Münchner Secession um 1900. Seine Werke kreisen häufig um mythologische und allegorische Themen, in denen er das Dämonische und Triebhafte der menschlichen Natur erforscht. Stuck verband akademische Malweise mit der ornamentalen Formensprache des Jugendstils.
Dieses Kunstdruck-Motiv liegt im Querformat vor. Jede Leinwand wird individuell für Sie gefertigt, wobei der Bildausschnitt je nach gewählter Größe leicht variieren kann, um die optimale Wirkung des Motivs zu erhalten.
Über Franz von Stuck
Für zehn Jahre, von 1871 bis 1881 besucht er die Kunstgewerbeschule in München und ist Schüler von Ferdinand Barth. Danach beginnt er ein fünfjähriges Studium an der Akademie der Bildenden Künste. Schon als 22jähriger veröffentlicht er seine humorvollen Illustrationen in Zeitschriften und wird mit seinen Entwürfen für den Verlag „Gerlach und Schenk“ auch in Wien bekannt.
Von 1887 bis 1892 arbeitet er für die Münchner Zeitschrift „Fliegende Blätter“ als Karikaturist. Auf der Ausstellung im Münchner Glaspalast 1889 wird sein Werk mit einer Goldmedaille ausgezeichnet und er erhält ein Preisgeld von 60.000.- Reichsmark.
Zusammen mit Wilhelm Trübner begründet der Maler die Münchner Sezession, die in Opposition zur akademischen künstlerischen Ausbildung steht. Er zählt aber nichtsdestotrotz zu den „Münchner Malerfürsten“, wie auch Franz von Lenbach und August von Kaulbach.
1895 wird er zum Professor an der Münchner Akademie ernannt. Unter seinen Schülern befinden sich unter anderen die späteren Expressionisten Wassily Kandinsky und Paul Klee.
In dieser Zeit lernt er Anna Maria Brandmaier kennen und geht eine kurze Liebesbeziehung mit ihr ein. 1887 wird sein einziges leibliches Kind, seine Tochter Franziska - genannt Mary geboren. Durch die Heirat mit der Witwe Anna Maria Lindpaintner am 15. März im selben Jahr wird er auch Stiefvater von deren Sohn Otto.
Er entwirft ein Wohn- und Atelierhaus in der Prinzregentenstraße, das er von der Baufirma Heilmann & Littmann errichten lässt, als Gesamtkunstwerk. In der Jugendstilvilla , die er nach seinen Entwürfen gestaltet hat ist die gesamte Ausstattung, die Möbel, die Gemälde, das Dekor nach seinen Vorstellungen gefertigt.
In seinen Bildern und großformatigen Gemälden tauchen immer wieder symbolhafte Gestalteten aus der alten Mythologie und Motive aus dem Reich der Fabeln auf. Die Figuren auf seinen Bildern strahlen eine erotische, laszive Atmosphäre, seine Plastiken Stärke und Bewegung aus.
Er bevorzugt in der Farbgebung die dunklen, kräftigen und glühenden Töne. Stuck stellt sowohl den weiblichen als auch den männlichen Körper nackt dar, was angesichts der eher biederen Moralvorstellungen seiner Zeit, kontroverse Reaktionen zur Folgen hatte.
Er wird 1906 Gründungsmitglied des Deutschen Monistenbundes und wird im selben Jahr von Prinzregent Luitpold von Bayern mit dem Ritterkreuz der Bayerischen Krone geadelt. Auf der Internationalen Kunstausstellung in Venedig 1909 ist der Maler mit zahlreichen Werken vertreten und erntet in Italien durchweg sehr positive Kritiken.
Er wird in die Wiener Akademie aufgenommen, 1924 zum Geheimrat ernannt und 1926 auch Mitglied in der Königlichen Akademie in Stockholm.
Der viel geehrte Künstler stirbt am 30. August 1928 mit 65 Jahren in seiner Villa in Bogenhausen und wird auf dem Münchner Waldfriedhof begraben.
So wirkt es an Ihrer Wand
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Qualität & Herstellung



Das Bild wird individuell für Sie auf eine echte Leinwand gedruckt und in Handarbeit auf einen Echtholz-Galeriekeilrahmen aufgespannt. Die Produktion erfolgt in Deutschland. Mehr über die Qualität unserer Kunstdrucke erfahren Sie hier.
Der Bildausschnitt kann je nach gewählter Bildgröße und Bildformat leicht vom gezeigten Beispiel abweichen. Da jedes Bild individuell in Ihrem Wunschformat produziert wird, ist ein Umtausch wegen Nichtgefallen nicht möglich.
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