Die Überleitung der Montagues und Capulets
Über das Werk
„Die Überleitung der Montagues und Capulets" von Frederic Leighton hält einen Moment tiefer Tragik fest: Die verfeindeten Familien aus Shakespeares Romeo und Julia reichen sich über den Leichen der Liebenden die Hände. Das Gemälde verbindet theatralische Inszenierung mit einer gedämpften, ernsten Farbgebung und macht die Versöhnung im Angesicht des Verlusts spürbar. Als Leinwandbild bringt dieses Werk die Dramatik viktorianischer Historienmalerei in zeitgenössische Räume.
Versöhnung im Schatten der Tragödie
Die Komposition gliedert sich in zwei Ebenen: Im Vordergrund ruhen Romeo und Julia in hellen, fast leuchtenden Gewändern auf einer Bahre – ihre blassen Stoffe bilden einen starken Kontrast zur dunklen Umgebung. Dahinter stehen die Angehörigen beider Familien, gekleidet in tiefe Rottöne und erdige Brauntöne. Zentral reichen sich zwei Figuren die Hände, während andere in Trauer verharren. Leighton arbeitet mit einem gedämpften Licht, das die Gesichter nur andeutet und die Szene in eine fast kryptenartige Atmosphäre taucht. Die Farbpalette aus Weinrot, Ocker und kühlem Weiß verstärkt die melancholische Stimmung.
Dieser Kunstdruck wirkt besonders gut in Räumen, die Tiefe und Nachdenklichkeit vertragen: in einer Bibliothek, einem klassisch eingerichteten Wohnzimmer oder einem Flur mit hohen Decken. Die dunkle Farbgebung passt schön zu Wandfarben in gedeckten Tönen – Anthrazit, dunklem Grün oder warmem Grau. Zu Holzmöbeln und samtenen Textilien entsteht eine stimmungsvolle, fast theatralische Wirkung.
Frederic Leighton war einer der führenden Vertreter der viktorianischen Akademiemalerei im 19. Jahrhundert. Er verband klassische Bildungsthemen mit technischer Präzision und einem Sinn für das Dramatische. Seine Werke widmeten sich häufig historischen und literarischen Stoffen und prägten das kunstverständnis seiner Zeit nachhaltig.
Das Gemälde liegt im Querformat vor. Ihr Leinwandbild wird individuell in Deutschland gefertigt – dabei kann der sichtbare Bildausschnitt je nach gewähltem Wunschformat leicht variieren, um die Proportionen optimal zu wahren.
Über Frederic Leighton
Bereits im Alter von elf Jahren begann er mit seinen Kunststudien. Erst in London, dann in Rom unter der Anleitung des Tenors Francesco Meli. Nach dem Besuch der Akademien in Dresden und Berlin studierte der Vierzehnjährige von 1844 bis 1843 in Florenz bei Giuseppe Bezzuoli, Segnolini und Zannoni.
1846 siedelte er nach Frankfurt am Main um dort zwei Jahre bei Jakob Becker, Professor für Landschaftsmalerei und dem Maler Eduard Jakob von Steinle am Städelschen Kunstinstitut zu lernen.
Zurück in London, wurde sein erstes, unter dem Einfluss der italienischen Renaissance und der Nazarener geschaffenes historisches Gemälde mit lebensgroßen Figuren, das er 1855 bei einer Ausstellung an der Royal Akademie vorstellte, mit begeisterten Kritiken empfangen. Dieser durchschlagenden Erfolg begründete den Anfang seiner glänzenden Karriere.
Nach einem Aufenthalt in Paris, wo er mit Arnold Scheffer und Nicolas Robert-Fleury zusammentraf, fuhr er wieder nach Rom um innerhalb weniger Monate Porträts von der späteren Muse von Anselm Feuerbach, dem schönen Modell Anna Risi, anzufertigen, die ebenfalls einen Platz in der Royal Akademie fanden.
1859 zog Leighton gänzlich nach London, lernte den Künstler Albert Joseph Moore kennen und ließ sich von dessen Malstil, dem akademischen Ästhetizismus, beeindrucken und beschäftigte sich mit den Arbeiten der Präraffaeliten Dante Gabriel Rosette, William Holman Hunt und John Everett Millais.
Mit großformatigen Gemälden, die Themen aus der griechischen Mythologie, biblische und historische Gestalten und Ereignisse darstellten, begann sein Aufstieg an die Spitze des englischen Akademismus. Besonders seine reizvollen Frauengestalten von renaissancehafter Schönheit und seine elegante Figuren in eindringlicher Eleganz fanden beim Publikum große Wertschätzung .
1869 wurde er zum Mitglied der Royal Akademie und neun Jahre später sogar dessen Präsidenten ernannt, der seine Pflichten, sich um die sozialen und sonstigen Probleme der Künstler zu kümmern, sehr ernst nahm.
Leighton erhielt mehrere Ehrendoktorwürden von ausländischen Universitäten und auch viele Auszeichnungen, wie den Pour le Mérite und den Leopoldsorden. Er gehörte dem erlesenen Garrick Club in London an und stellte am Glasgow Institute of Fine Arts und in der Grosvenor Gallery aus.
In seinem Privatleben war der Künstler stets auf Diskretion bedacht.. Er hat nie geheiratet und für die Gerüchte, er wäre homosexuell gewesen, oder er hätte ein uneheliches Kind mit einem Modell gehabt, gab es keine Beweise.
Der sprachbegabte Maler, er konnte sich auf deutsch, französisch und italienisch verständigen, war oft unterwegs. Auf Reisen nach Italien und Spanien folgten Reisen in den vorderen Orient, 1868 nach Ägypten und 1873 nach Damaskus.
Die Königin Victoria von England erhob ihn 1878 als Knight Bachelor in den Ritterstand und im Januar 1896 zum Baron Leighton of Stretton. Die letzte Ehrbezeugung konnte Leighton, der zu der Zeit krank war und schon länger an Angina litt, aber nur kurz genießen, da er am 25. Januar 1896 in London einen Herzinfarkt erlitt und daran verstarb. Nachdem er in der Royal Akademie aufgebahrt wurde, fand er seine letzte Ruhestätte in der Kathedrale von St. Paul.
So wirkt es an Ihrer Wand
Beispieldarstellung: Wählen Sie oben ein Format, um die Größe in der Vorschau zu sehen. Format und Größe hängen von Ihrer Auswahl ab.
Qualität & Herstellung



Das Bild wird individuell für Sie auf eine echte Leinwand gedruckt und in Handarbeit auf einen Echtholz-Galeriekeilrahmen aufgespannt. Die Produktion erfolgt in Deutschland. Mehr über die Qualität unserer Kunstdrucke erfahren Sie hier.
Der Bildausschnitt kann je nach gewählter Bildgröße und Bildformat leicht vom gezeigten Beispiel abweichen. Da jedes Bild individuell in Ihrem Wunschformat produziert wird, ist ein Umtausch wegen Nichtgefallen nicht möglich.
Unsere Empfehlung – Zusatzschutz: Auf Wunsch versiegeln wir Ihr Bild von Hand mit der Art-Finish Schutzveredelung – besonders widerstandsfähig gegen Kratzer, mit seidenmattem Glanz.