Altmodisches Gewand
Über das Werk
„Altmodisches Gewand" von Frederick Carl Frieseke zeigt eine junge Frau in einem voluminösen historischen Kleid vor einem eleganten Kamin. Die gedämpfte Farbpalette und die weiche Malweise schaffen eine Atmosphäre stiller Eleganz, die den Betrachter in eine vergangene Epoche entführt. Das Werk verbindet impressionistische Lichtführung mit einem Hauch von Nostalgie.
Stille Eleganz im historischen Gewand
Das Gemälde wird von der monumentalen Erscheinung des silbrig-weißen Kleides dominiert, dessen üppiger Stoff sich über den Boden ergießt. Die weiten Ärmel und die Schnittführung erinnern an die Mode des 18. Jahrhunderts. Die Frau sitzt auf einem gemusterten Teppich vor einem hellen Kamin mit ornamentalen Verzierungen, darüber erkennt man Porzellangefäße auf dem Kaminsims. Frieseke arbeitet mit einer zurückhaltenden Palette aus Grau-, Weiß- und Beigetönen, die dem gesamten Interieur eine harmonische Ruhe verleiht. Die Pinselführung ist weich und impressionistisch, sodass Konturen sanft verschwimmen und das Licht dezent über die Stoffoberflächen gleitet.
Als Leinwandbild wirkt „Altmodisches Gewand" besonders gut in Räumen mit klassischer oder eleganter Einrichtung. Im Wohnzimmer über einem Sofa oder Sideboard entfaltet es seine ruhige Präsenz, passt aber ebenso schön ins Schlafzimmer oder einen Flur mit hellen Wandfarben. Zu Einrichtungsstilen mit Weiß-, Creme- oder Grautönen fügt es sich harmonisch ein, während es in modern gehaltenen Räumen einen reizvollen Kontrast setzt.
Frederick Carl Frieseke gehörte zu den amerikanischen Impressionisten, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Frankreich lebten und arbeiteten. Er war bekannt für seine Darstellungen von Frauen in Innenräumen und Gärten, wobei er besonderes Augenmerk auf Licht- und Farbwirkung legte. Seine Werke verbinden amerikanische Maltraditionen mit der Leichtigkeit des französischen Impressionismus.
Dieser Kunstdruck wird im Querformat auf echte Künstler-Leinwand gefertigt. Da jedes Format individuell in Deutschland hergestellt wird, kann der sichtbare Bildausschnitt je nach gewählter Größe leicht variieren.
Über Frederick Carl Frieseke
Er wuchs als zweites Kind des Ziegeleibesitzers Hermann Carl Frieseke und seiner Frau Eva Graham auf. Als Frederick sechs Jahre alt war, starb seine Mutter. Nach deren frühen Tod zog die Familie 1881 nach Jacksonville in Florida, wo sie bis 1885 lebte und der Vater eine weitere Ziegelfabrik aufbaute.
Bis zu seinem Schulabschluss 1893 lebte er wieder in Owosso, abwechselnd bei verschiedenen Verwandten und seiner Großmutter, eine Dekorationsmalerin, die das künstlerische Talent ihres Enkels erkannte und unterstützte.
Mit Neunzehn besuchte er die Weltausstellung in Chicago und entschied sich für eine künstlerische Ausbildung. Er begann sein Studium an der Kunsthochschule, dem Art Institute of Chicago und setzte es 1896 an der Art Students League in New York fort. Er zeichnete Karikaturen, die er in New York an Zeitungen wie Puck und die New York Times verkaufte.
1897 ging Frieseke nach Europa, ließ sich in Paris nieder und setzte seine Ausbildung an James McNeill Whistlers Académie Carmen und an der Académie Julian fort und nahm bei den Künstlern Jean-Joseph Benjamin-Constant und Jean-Paul Laurens Unterricht im Malen.
Rodman Wanamaker, der Sohn eines amerikanischen Kaufhausbesitzers und Präsident der Künstlervereinigung American Art Association of Paris, gab bei ihm Illustrationen für einen Katalog des Kaufhauses in Auftrag und förderte den jungen Maler.
1904 erhielt er auf der Weltausstellung Lousiana Purchase Exposition für seine Arbeiten eine Silbermedaille und gewann in William Merritt Chase, der selbst ein anerkannter Maler war, einen prominenten Käufer. Damit gelang ihm der künstlerische Durchbruch.
Vorher hatte er ab 1901 schon regelmäßig in der Société Nationale des Beaux- Arts ausgestellt. Für Wanamaker schuf er die Wanddekorationen für dessen Kaufhaus in New York und 1906 die Dekorationmalereien des Speisesaals des Shelburne Hotel in Atlantic City.
Für diese Aufträge reiste er in die Vereinigten Staaten zurück um diese Wandbilder zu installieren. Er nahm aber auch an Ausstellungen in Europa teil, so an der Kunstausstellung 1904 in München, bei der er eine Goldmedaille erhielt und 1905 und 1909 auf der Biennale in Venedig.
Im Jahr 1905 heiratete Frieseke die in Paris lebende Amerikanerin Sarah Anne O´brian, die er schon längere Zeit kannte. 1914 wurde ihr einziges Kind, die Tochter Frances Edith geboren.
Zu Friesekes Freundeskreis gehörten einige amerikanische Maler, wie Henry Ossawa Tanner, Richard Miller, Lawton S. Parker und Guy Rose, die wie er in Frankreich lebten. Sie arbeiteten fast alle in der amerikanischen Künstlerkolonie in Giverny, wo auch Claude Monet seit 1883 lebte. 1906 zog er auf dem Nachbargrundstück ein und verbrachte hier bis 1916 mit seiner Familie die Sommermonate.
Seine Bilder, die hauptsächlich eine heile Welt mit Mädchen und Frauen im Sonnenlicht, Blumen und idyllischen Landschaftshintergrund zum Thema hatten, erfuhren zunehmend Anerkennung und wurden noch zu seinen Lebzeiten von vielen Museen angekauft.
Frieseke blieb auch während des ersten Weltkrieges in Frankreich, diente 1915 kurz im Amerikanischen Krankenhaus in Neuilly und wurde 1920 mit der ranghöchsten Ehrung ausgezeichnet und zum Ritter der Ehrenlegion ernannt.
Anfang der 1920er Jahre verließ der erfolgreiche Maler des amerikanischen Impressionismus Giverny und ließ sich mit seiner Familie in Le Mesnil-sur-Blangy bei Calvados an der Kanalküste nieder, wo er mit seiner Familie bis zu seinem Tode am 28. August 1939 lebte.
So wirkt es an Ihrer Wand
Beispieldarstellung: Wählen Sie oben ein Format, um die Größe in der Vorschau zu sehen. Format und Größe hängen von Ihrer Auswahl ab.
Qualität & Herstellung



Das Bild wird individuell für Sie auf eine echte Leinwand gedruckt und in Handarbeit auf einen Echtholz-Galeriekeilrahmen aufgespannt. Die Produktion erfolgt in Deutschland. Mehr über die Qualität unserer Kunstdrucke erfahren Sie hier.
Der Bildausschnitt kann je nach gewählter Bildgröße und Bildformat leicht vom gezeigten Beispiel abweichen. Da jedes Bild individuell in Ihrem Wunschformat produziert wird, ist ein Umtausch wegen Nichtgefallen nicht möglich.
Unsere Empfehlung – Zusatzschutz: Auf Wunsch versiegeln wir Ihr Bild von Hand mit der Art-Finish Schutzveredelung – besonders widerstandsfähig gegen Kratzer, mit seidenmattem Glanz.