Stillleben mit Gitarre Buch und Vase
Über das Werk
Das „Stillleben mit Gitarre Buch und Vase" von Helmut Kolle vereint alltägliche Gegenstände zu einer ausdrucksvollen Komposition. Der deutsche Maler arrangiert Musikinstrument, Lektüre und Gefäße auf einem Tisch und verdichtet sie zu einer flächigen, fast abstrahierenden Darstellung. Die gedämpfte Farbpalette und die reduzierte Formensprache verleihen dem Werk eine stille, kontemplative Atmosphäre.
Flächige Komposition in gedeckten Farbtönen
Auf dem Bild dominiert ein dunkler Tisch, über den sich ein rotes Tuch legt und der die verschiedenen Objekte trägt. Links erkennt man die angeschnittene Form einer Gitarre in Rosa- und Brauntönen, rechts liegt ein aufgeschlagenes Buch mit gelbem Einband. Im Zentrum ruht eine helle, runde Schale, dahinter erhebt sich eine schlanke dunkelblaue Vase. Der Hintergrund ist in helles Türkisgrün gehalten, das einen ruhigen Kontrast zu den warmen Erdtönen bildet. Die pastose, flächige Malweise reduziert die Gegenstände auf ihre wesentlichen Formen und schafft so eine moderne, beinahe abstrakte Bildsprache.
Als Leinwandbild wirkt diese Komposition besonders gut in Räumen, die Ruhe und Konzentration fördern – etwa im Arbeitszimmer, in der Bibliothek oder im Wohnbereich mit gedeckten Wandfarben. Die erdigen Rot- und Brauntöne harmonieren schön mit Beige, warmem Grau oder hellem Holz. Auch zu modernen Einrichtungen mit klaren Linien passt Kolles reduzierter Stil gut, während die expressiven Pinselstriche einen lebendigen Akzent setzen.
Helmut Kolle gehörte zur Generation der deutschen Expressionisten und arbeitete in den 1920er Jahren in Paris. Seine Malerei zeichnet sich durch eine flächige, kraftvolle Formensprache aus, die den Einfluss der französischen Moderne mit deutscher Ausdrucksintensität verbindet. Kolle schuf vor allem Porträts, Akte und Stilleben, die durch ihre malerische Direktheit bestechen.
Dieser Kunstdruck wird im Querformat angeboten. Da jede Leinwand individuell in Deutschland gefertigt wird, kann der Bildausschnitt je nach gewähltem Format leicht variieren, wobei die Gesamtwirkung der Komposition erhalten bleibt.
Über Helmut Kolle
Als Einjähriger erkrankt er an einer schweren Lungen- und Blinddarmentzündung, dessen Folgen ihn ein Leben lang beeinträchtigen sollten. Er entdeckte schon früh seine Liebe zu Bildern und erhielt als Kind privaten Malunterricht, später bildete er sich selbst als Autodidakt weiter.
In Frankfurt lernte er auch den 25 Jahre älteren homosexuellen Wilhelm Uhde kennen, der sein Mentor, Förderer und Lebensgefährte wurde und mit dem er bis zu seinem viel zu frühen Tod eine eheähnliche Beziehung führte.
Von 1919 bis 1920 arbeitete er mit seinem Partner, mit dem er auf Burg Lauenstein im Frankenwald zusammenlebte, an dessen Zeitschrift „Die Freude“ mit und veröffentlichte seine ersten literarischen Versuche in Gedichtform.
Uhde nahm Einfluss auf seinen künstlerischen Stil und seine ästhetischen Ansichten und Kolle freundete sich mit der Ölmalerei an. 1922 zog das Paar nach Berlin und bereits 1924 hatte er seine erste Einzelausstellung in Dresden im Kunstsalon Richter.
Mit seinem Mentor zog er noch im gleichen Jahr nach Paris, wo Kolle in den Museen die französichen Klassiker studiert und Uhde auch die Malerei einer ehemaligen Putzfrau Séraphine Lois förderte.
Bereits 1926 konnte er durch Uhdes Einfluss und seine Bemühungen in renommierten Galerien ausstellen. In der Galerie Bing fanden vor allem seine dandyhaften Selbstporträts, dessen Intensität durch seine Krankheit und Leiden eine anrührende Ausstrahlung besaßen, ästhetisch bewusste Sammler und Käufer.
Bevor er mit Uhde 1928 , zu diesem Zeitpunkt schon schwer krank, nach Chantilly zog, lernte er Henri Rousseau, Georges Braque und Pablo Picasso kennen, letzterer bescheinigte seinen Bildern eine große Vitalität und Lebenskraft.
Helmut Kolle, der sich als einer der wenigen deutschen Maler auf dem französischen Kunstmarkt durchsetzen konnte starb am 17.November 1931 in Chantilly bei Paris. Sein Freund und Gefährte richtete ein Jahr später eine Erinnerungsausstellung in der Galerie Bonjean ein. In Deutschland hatte er einen eher geringen Bekanntheitsgrad und ein Großteil seiner Werke sind in privatem Besitz.
So wirkt es an Ihrer Wand
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Qualität & Herstellung



Das Bild wird individuell für Sie auf eine echte Leinwand gedruckt und in Handarbeit auf einen Echtholz-Galeriekeilrahmen aufgespannt. Die Produktion erfolgt in Deutschland. Mehr über die Qualität unserer Kunstdrucke erfahren Sie hier.
Der Bildausschnitt kann je nach gewählter Bildgröße und Bildformat leicht vom gezeigten Beispiel abweichen. Da jedes Bild individuell in Ihrem Wunschformat produziert wird, ist ein Umtausch wegen Nichtgefallen nicht möglich.
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