Kopf eines kleinen Mädchens
Über das Werk
Das Gemälde „Kopf eines kleinen Mädchens“ von Paula Modersohn Becker fängt einen Moment kindlicher Unschuld ein, der zugleich eine tiefe innere Präsenz ausstrahlt. Die direkte Blickführung des Kindes, die leichte Rötung auf den Wangen und die ruhige Farbgebung verleihen dem Werk eine berührende Intimität. Als Kunstdruck auf echter Künstler-Leinwand wird diese Wirkung durch die handwerkliche Qualität noch verstärkt.
Das Kind im Zentrum des Bildes
Der Kopf des Mädchens nimmt fast die gesamte Bildfläche ein, wobei die Komposition durch den dunklen, fast monochromen Hintergrund noch stärker auf das Gesicht fokussiert. Die Farbgebung ist reduziert: warme Ockertöne im Haar, zarte Rosatöne auf den Wangen, ein leicht bläulicher Ton im Kleid. Das Licht scheint frontal zu kommen, wodurch die Gesichtszüge klar hervortreten, ohne dramatische Schatten. Die Pinselstriche sind sichtbar, aber nicht aufdringlich – sie verleihen der Haut eine lebendige Textur.
Als Leinwandbild wirkt dieses Werk besonders gut in ruhigen Räumen wie Schlafzimmer oder Wohnzimmer, wo es als zentrales Element einer Wand mit neutralen oder erdigen Wandfarben platziert werden kann. Es passt schön zu skandinavischem, minimalistischem oder klassischem Interieur, da es durch seine Einfachheit und emotionale Tiefe nicht überfordert, sondern beruhigt.
Paula Modersohn Becker zählt zu den frühen Vertreterinnen des Expressionismus in Deutschland und gilt als eine der ersten Künstlerinnen, die Porträts mit einer unverstellten, fast naiven Direktheit malten. Ihre Werke zeichnen sich durch eine innere Wahrhaftigkeit aus, die sie oft aus dem Alltag und der Natur bezog. Als Kunstdruck auf Leinwand bleibt diese Authentizität erhalten – handgefertigt in Deutschland, mit der Möglichkeit, das Format individuell anzupassen.
Das Bild ist im Hochformat ausgeführt. Jeder Kunstdruck wird in der gewünschten Größe individuell gefertigt, wobei der Bildausschnitt je nach gewähltem Format leicht variieren kann – so bleibt das Werk stets harmonisch proportioniert.
Über Paula Modersohn Becker
Nach erfolgreichem Abschluss ihres Lehrerseminars besucht sie in Berlin einen Zeichenkurs, da Frauen der Zutritt und das Studium an der Kunstakademie nicht erlaubt war. Sie bestreitet ihren sehr bescheidenen Lebensunterhalt mit Unterrichten und wird 1897 in die Malklasse von Jeanne Bauck aufgenommen. Sie orientiert sich an den klaren und linearen Strukturen und Formen der alten italienischen Meister wie da Vinci, Botticelli und Tizian und an Albrecht Dürer. Nachdem sie 1898 eine kleine Erbschaft gemacht hatte zog sie in eine Künstlerkolonie nach Worpswede, wo sie sich schon früher öfter in den Ferien aufhielt.
Wie viele der damals aufkommenden Künstlergemeinden standen ihre Bewohner der gängingen akademischen Ausbildung kritisch gegenüber und versuchten mit einer schlichten und einfachen Lebensweise ein natürliches Verhältnis zur Natur und seiner Bevölkerung herzustellen. Diese unverfälschte Einstellung schlägt sich auch in den damals entstandenen, fast naiven Bildern und Zeichnungen nieder. Mit dem Ehepaar Helene und Otto Modersohn , der Bildhauerin Carla Westhoff und dem Maler Heinrich Vogeler verband sie bald eine enge Freundschaft, obwohl sich Paula mit Kontakten zu anderen Menschen schwer tat. Sie war an den Entwürfen für einen Schokoladenproduzenten beteiligt und die sogenannten Stollwerkbilder sind heute noch ein Begriff.
Ihre anderen Bilder waren in der damaligen Zeit nicht so gefragt. Im Gegenteil. Die erste Ausstellung an der sie teilnahm erhielt eine niederschmetternde Kritik. Die Vereinfachung und Schlichtheit ihrer Farben und Formen stieß in dem Deutschland der Gründerzeit, das von der eher prunkvollen Salonmalerei dominiert wurde auf wenig Verständnis. Sie verließ Worpswede und brach 1900 wie so viele deutsche Künstler nach Frankreich auf, wo sie an der Academie Colarossi bei Collin, Girandot und Courtois studierte. Trotz ihrer sehr spartanischen Lebensweise und den damit verbundenen Entbehrungen mußte sie, nachdem das Erbe aufgebraucht war, nach Worpswede zurückkehren.
Ihr stark angeschlagenerer Gesundheitszustand und der Druck ihrer Eltern zwang sie die Sicherheit einer Ehe in Erwägung zu ziehen. Sie fand in dem inzwischen verwitweten Otto Modersohn einen sie liebenden und unterstütztenden Gatten, den sie 1901 heiratete, der ihre Malerei bewunderte und sie in ihrer Entwicklung förderte. So konnte sie unbeirrt und konsequent den ihr ganz eigenen großflächigen und farbig-expressiven Malstil weiterverfolgen, gegen das Unverständnis der Kunstkritiker und der Männerwelt, der sie zu einer wichtigen Wegbereiterin des deutschen Expressionismus werden ließ. Bei ihren mehrmaligen Aufenthalten in Paris und ausgiebigen Besuchen des Louvres hinterließen die Arbeiten von Cezanne und Gauguin starke Eindrücke und beeinflussten ihre Bilder nachhaltig.
1907 wurde sie Mutter und starb kurz nach der schwierigen Geburt ihrer Tochter Mathilde am 20. November an einer Embolie. Mit nur 31 Jahren endete das Schaffen einer unermüdlichen und vielverprechenden Künstlerin, deren Bilder erst lang nach ihrem Tode die Anerkennung erfuhren die sie verdienten.
So wirkt es an Ihrer Wand
Beispieldarstellung: Wählen Sie oben ein Format, um die Größe in der Vorschau zu sehen. Format und Größe hängen von Ihrer Auswahl ab.
Qualität & Herstellung



Das Bild wird individuell für Sie auf eine echte Leinwand gedruckt und in Handarbeit auf einen Echtholz-Galeriekeilrahmen aufgespannt. Die Produktion erfolgt in Deutschland. Mehr über die Qualität unserer Kunstdrucke erfahren Sie hier.
Der Bildausschnitt kann je nach gewählter Bildgröße und Bildformat leicht vom gezeigten Beispiel abweichen. Da jedes Bild individuell in Ihrem Wunschformat produziert wird, ist ein Umtausch wegen Nichtgefallen nicht möglich.
Unsere Empfehlung – Zusatzschutz: Auf Wunsch versiegeln wir Ihr Bild von Hand mit der Art-Finish Schutzveredelung – besonders widerstandsfähig gegen Kratzer, mit seidenmattem Glanz.
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