Sitzendes Mädchen mit Strohhut und Kind auf dem Schoß
Über das Werk
„Sitzendes Mädchen mit Strohhut und Kind auf dem Schoß" von Paula Modersohn Becker zeigt eine Szene von stiller Innigkeit: Eine junge Frau mit breitkrempigem Strohhut hält ein Kleinkind schützend im Arm. Die expressiv vereinfachten Formen und die Palette aus warmen Erdtönen verleihen dem Gemälde eine zeitlose, archaische Ruhe, die charakteristisch für Modersohn-Beckers Menschendarstellungen ist.
Farbkraft und reduzierte Form
Das Gemälde lebt von seiner expressiven Farbigkeit: Rostbraun, Ocker und gebrochenes Weiß dominieren die Kleidung der beiden Figuren, während der breitkrempige Hut in dunklem Braun Schatten über das Gesicht der jungen Frau wirft. Das Kind trägt ein kräftig orangerotes Kleid, das einen lebhaften Kontrast zur helleren Bluse der Mutter setzt. Links im Bild schiebt sich ein heller Baumstamm ins Bildfeld, der die Komposition seitlich begrenzt. Der Hintergrund ist in Rosa- und Graubrauntönen flächig angelegt. Die Pinselführung bleibt sichtbar und unverstellt, die Gesichtszüge sind reduziert – typische Merkmale von Modersohn-Beckers expressiver Bildsprache.
Als Leinwandbild wirkt „Sitzendes Mädchen mit Strohhut und Kind auf dem Schoß" besonders gut in Räumen, die Wärme und Geborgenheit ausstrahlen sollen: im Schlafzimmer, Wohnzimmer oder in einem ruhigen Lesebereich. Die erdigen Farbtöne harmonieren schön mit natürlichen Materialien wie Holz, Leinen oder hellem Putz. Zu cremefarbenen oder sandfarbenen Wandflächen entsteht eine stimmige, unaufdringliche Atmosphäre.
Paula Modersohn-Becker (1876–1907) gehört zu den Wegbereiterinnen des Expressionismus in Deutschland. Ihr Schaffen war geprägt von der Künstlerkolonie Worpswede und mehreren Parisaufenthalten, in denen sie mit den Strömungen der Moderne in Berührung kam. Ihre Darstellung von Müttern, Kindern und einfachen Menschen zeichnet sich durch eine archaische Reduktion und unsentimentale Direktheit aus.
Dieses Werk liegt im Hochformat vor. Ihr Kunstdruck wird individuell in Deutschland gefertigt, wobei der Bildausschnitt je nach gewähltem Wunschformat leicht variieren kann, um die Proportionen optimal zur Geltung zu bringen.
Über Paula Modersohn Becker
Nach erfolgreichem Abschluss ihres Lehrerseminars besucht sie in Berlin einen Zeichenkurs, da Frauen der Zutritt und das Studium an der Kunstakademie nicht erlaubt war. Sie bestreitet ihren sehr bescheidenen Lebensunterhalt mit Unterrichten und wird 1897 in die Malklasse von Jeanne Bauck aufgenommen. Sie orientiert sich an den klaren und linearen Strukturen und Formen der alten italienischen Meister wie da Vinci, Botticelli und Tizian und an Albrecht Dürer. Nachdem sie 1898 eine kleine Erbschaft gemacht hatte zog sie in eine Künstlerkolonie nach Worpswede, wo sie sich schon früher öfter in den Ferien aufhielt.
Wie viele der damals aufkommenden Künstlergemeinden standen ihre Bewohner der gängingen akademischen Ausbildung kritisch gegenüber und versuchten mit einer schlichten und einfachen Lebensweise ein natürliches Verhältnis zur Natur und seiner Bevölkerung herzustellen. Diese unverfälschte Einstellung schlägt sich auch in den damals entstandenen, fast naiven Bildern und Zeichnungen nieder. Mit dem Ehepaar Helene und Otto Modersohn , der Bildhauerin Carla Westhoff und dem Maler Heinrich Vogeler verband sie bald eine enge Freundschaft, obwohl sich Paula mit Kontakten zu anderen Menschen schwer tat. Sie war an den Entwürfen für einen Schokoladenproduzenten beteiligt und die sogenannten Stollwerkbilder sind heute noch ein Begriff.
Ihre anderen Bilder waren in der damaligen Zeit nicht so gefragt. Im Gegenteil. Die erste Ausstellung an der sie teilnahm erhielt eine niederschmetternde Kritik. Die Vereinfachung und Schlichtheit ihrer Farben und Formen stieß in dem Deutschland der Gründerzeit, das von der eher prunkvollen Salonmalerei dominiert wurde auf wenig Verständnis. Sie verließ Worpswede und brach 1900 wie so viele deutsche Künstler nach Frankreich auf, wo sie an der Academie Colarossi bei Collin, Girandot und Courtois studierte. Trotz ihrer sehr spartanischen Lebensweise und den damit verbundenen Entbehrungen mußte sie, nachdem das Erbe aufgebraucht war, nach Worpswede zurückkehren.
Ihr stark angeschlagenerer Gesundheitszustand und der Druck ihrer Eltern zwang sie die Sicherheit einer Ehe in Erwägung zu ziehen. Sie fand in dem inzwischen verwitweten Otto Modersohn einen sie liebenden und unterstütztenden Gatten, den sie 1901 heiratete, der ihre Malerei bewunderte und sie in ihrer Entwicklung förderte. So konnte sie unbeirrt und konsequent den ihr ganz eigenen großflächigen und farbig-expressiven Malstil weiterverfolgen, gegen das Unverständnis der Kunstkritiker und der Männerwelt, der sie zu einer wichtigen Wegbereiterin des deutschen Expressionismus werden ließ. Bei ihren mehrmaligen Aufenthalten in Paris und ausgiebigen Besuchen des Louvres hinterließen die Arbeiten von Cezanne und Gauguin starke Eindrücke und beeinflussten ihre Bilder nachhaltig.
1907 wurde sie Mutter und starb kurz nach der schwierigen Geburt ihrer Tochter Mathilde am 20. November an einer Embolie. Mit nur 31 Jahren endete das Schaffen einer unermüdlichen und vielverprechenden Künstlerin, deren Bilder erst lang nach ihrem Tode die Anerkennung erfuhren die sie verdienten.
So wirkt es an Ihrer Wand
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Qualität & Herstellung



Das Bild wird individuell für Sie auf eine echte Leinwand gedruckt und in Handarbeit auf einen Echtholz-Galeriekeilrahmen aufgespannt. Die Produktion erfolgt in Deutschland. Mehr über die Qualität unserer Kunstdrucke erfahren Sie hier.
Der Bildausschnitt kann je nach gewählter Bildgröße und Bildformat leicht vom gezeigten Beispiel abweichen. Da jedes Bild individuell in Ihrem Wunschformat produziert wird, ist ein Umtausch wegen Nichtgefallen nicht möglich.
Unsere Empfehlung – Zusatzschutz: Auf Wunsch versiegeln wir Ihr Bild von Hand mit der Art-Finish Schutzveredelung – besonders widerstandsfähig gegen Kratzer, mit seidenmattem Glanz.
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