Der Totentanz
Über das Werk
„Der Totentanz" von Albin Egger-Lienz zeigt eine eindringliche Prozession aus Bauern und Skelettfiguren, die in rhythmischer Folge über die Bildfläche schreiten. Die Darstellung verbindet das mittelalterliche Motiv des Totentanzes mit einer modernen, flächigen Formensprache. In warmen Erdtönen und kräftigen Blauakzenten entfaltet das Werk eine besondere Präsenz.
Symbolische Prozession zwischen Leben und Tod
Das Gemälde ist horizontal komponiert und zeigt fünf Figuren, die von links nach rechts ziehen. Bauern mit Arbeitsgeräten – Schaufeln und Hacken – wechseln sich mit skelettartigen Todesgestalten ab. Die Farbpalette aus Ocker, Rostbraun, Grau und leuchtendem Blau verleiht dem Werk einen fast freskenhaften Charakter. Der Hintergrund ist in zurückhaltenden Braun- und Beigetönen gehalten, während die Figuren durch ihre kräftige Konturierung plastisch hervortreten. Die Anordnung schafft einen klaren Bewegungsfluss, der den Blick durch das Bild führt.
Als Kunstdruck auf Leinwand wirkt „Der Totentanz" besonders gut in Räumen mit ruhiger, neutraler Wandgestaltung. Die erdigen Töne harmonieren schön mit Einrichtungen in natürlichen Materialien wie Holz oder Stein. In einem Arbeitszimmer oder Flur entfaltet das Querformat seine Wirkung durch die horizontale Dynamik, während es im Wohnzimmer zu einem beige-grauen oder warmen Farbkonzept passt. Die reduzierte Farbigkeit lässt das Leinwandbild gut mit modernen wie klassischen Einrichtungsstilen kombinieren.
Albin Egger-Lienz war ein österreichischer Maler des frühen 20. Jahrhunderts, der für seine ausdrucksvollen Darstellungen des bäuerlichen Lebens und existenzieller Themen bekannt ist. Seine Bildsprache verbindet symbolistische Motive mit einer reduzierten, monumentalen Formensprache. Er gilt als wichtiger Vertreter der österreichischen Moderne.
Dieser Kunstdruck wird im Querformat angeboten und in Deutschland individuell für Sie gefertigt. Je nach gewähltem Wunschformat kann der sichtbare Bildausschnitt leicht variieren, wobei die zentrale Komposition erhalten bleibt.
Über Albin-Egger-Lienz
Von seinen Bildern, die er während seines Studiums malte, erhielten die „Heiligen Familie“ und „Karfreitag“, erste Auszeichnungen in Form einer kleinen und einer großen silbernen Medaille von der Akademie verliehenen. Albin Egger-Lienz arbeitete nach Beendigung seines Studiums sowohl in München, als auch in seiner Heimat Osttirol als freiberuflicher Kunstmaler. Er ehelichte 1899 im Alter von 31 Jahren Laura Helene Dorothea von Möllwald und ließ sich mit seiner Frau in Wien, ihrer Geburtsstadt nieder.
Als Mitbegründer des „Hagenbundes“ und Mitbegründer der Genossenschaft der bildenden Künstler Wiens nahm er an der Pariser Weltausstellung teil und erhielt für seine Arbeit „Nach dem Friedensschluss“ eine Bronzemedaille. Beeinflusst von Franz Defregger, stellte er Szenen aus dem bäuerlichen Alltag in gedeckten und erdigen Farben, aber auch religiöse Themen dar. 1909 trat er der Wiener Secession bei und wurde vom Kollegenkreis der Akademie als Kandidat für eine Professur vorgeschlagen. Der Thronfolger Franz Ferdinand lehnte ihn aber ab, mit der Begründung, sein Gemälde „Der Totentanz“ das zum 60. Regierungsjubiläum des Kaisers Franz Josefs ausgestellt wurde, entbehre jedweder Pietät und wäre unpatriotisch.
Zusammen mit seiner Frau verließ er Wien und zog nach Hall in Tirol und schloss Bekanntschaft mit den Künstlern des Brennerkreises. 1912 ging er für ein Jahr als Lehrer an die Großherzogliche Hochschule für bildende Kunst nach Weimar. 1913 fand er in St. Justina sein Zuhause und unterhielt in Klausen mit einigen seiner Schülern eine kleine Kunstschule. Ende April 1915 meldete sich Egger-Lienz freiwillig zu den Tiroler Standschützen. Im Mai wurde er zur Verteidigung von Bozen an die Front geschickt. Sein Einsatz im Ersten Weltkrieg fand aber bald ein Ende, als ein Arzt bei dem inzwischen 47jährigen Herzbeschwerden konstatierte und es ihm so ermöglichte unversehrt nach Hause zu kehren.
Er arbeitete als künstlerischer Beirat im Kriegsfürsorgeamt und als Kriegsmaler. In teils hochgelegen Gebirgsstellungen schuf er teils monumentale Bilder vom Elend des Krieges, vom Leben und Sterben an der Front. Bilder, die später als Vorlage für die faschistische und nationalsozialistische Malerei dienen sollten. 1919, nach Ende des Ersten Weltkriegs bekommt er jetzt eine Professur an der Wiener Akademie angeboten, die er aber abweist, ebenso das zweite Angebot 1925. Von der Universität Innsbruck bekam er die Ehrendoktorwürde verliehen und die Stadt Lienz ernannt ihn zum Ehrenbürger.
Er zog sich auf sein Anwesen in St. Justina, den Grünwaldhof, zurück, wo er am 4. November verstarb.
So wirkt es an Ihrer Wand
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Qualität & Herstellung



Das Bild wird individuell für Sie auf eine echte Leinwand gedruckt und in Handarbeit auf einen Echtholz-Galeriekeilrahmen aufgespannt. Die Produktion erfolgt in Deutschland. Mehr über die Qualität unserer Kunstdrucke erfahren Sie hier.
Der Bildausschnitt kann je nach gewählter Bildgröße und Bildformat leicht vom gezeigten Beispiel abweichen. Da jedes Bild individuell in Ihrem Wunschformat produziert wird, ist ein Umtausch wegen Nichtgefallen nicht möglich.
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