Generationen
Über das Werk
„Generationen" von Albin Egger-Lienz zeigt eine eindringliche Darstellung des menschlichen Lebenszyklus. Mehrere Figuren unterschiedlichen Alters sind in einer reduzierten, beinahe skulpturalen Komposition vereint – vom Säugling bis zum gebeugten Greis. Die kantige Formensprache und die gedämpfte Farbpalette verleihen dem Werk eine zeitlose, nachdenkliche Stimmung.
Der Kreislauf des Lebens in reduzierter Form
Das Gemälde arbeitet mit einer bewusst vereinfachten Darstellung: Die Figuren wirken blockförmig und monumental, ihre Gesichter zeigen ernste, in sich gekehrte Züge. Im Vordergrund sitzt eine ältere Person mit Stock, dahinter eine Frau mit Kind auf dem Arm, eine weitere Figur mit Stab und im Hintergrund ein Kruzifix. Die Farbgebung beschränkt sich auf Grau-, Ocker- und Brauntöne mit vereinzelten dunkleren Akzenten. Das Licht ist diffus und kommt scheinbar von links, wodurch sanfte Schatten entstehen. Die geometrische Komposition und die flächige Malweise verstärken den ernsten, fast sakralen Charakter der Szene.
Als Leinwandbild wirkt „Generationen" besonders gut in Räumen mit ruhiger Atmosphäre. Im Wohnzimmer mit hellen, naturfarbenen Wänden oder in einer Bibliothek schafft der Kunstdruck eine kontemplative Stimmung. Auch in Praxisräumen oder einem Arbeitszimmer mit schlichter, moderner Einrichtung fügt sich das Werk harmonisch ein. Die gedämpften Erdtöne passen schön zu Holzmöbeln und Textilien in Beige- oder Grautönen.
Albin Egger-Lienz (1868–1926) zählt zu den bedeutenden österreichischen Malern des frühen 20. Jahrhunderts. Er entwickelte einen unverwechselbaren Stil, der Elemente des Symbolismus mit einer monumentalen, vereinfachten Formensprache verbindet. Seine Werke thematisieren oft existenzielle Fragen und das Leben der Tiroler Bergbauern.
Dieser Kunstdruck auf Leinwand wird im Querformat angeboten und in Deutschland individuell für Sie gefertigt. Je nach gewählter Größe kann der sichtbare Bildausschnitt leicht variieren, sodass die Komposition optimal zur Geltung kommt.
Über Albin-Egger-Lienz
Von seinen Bildern, die er während seines Studiums malte, erhielten die „Heiligen Familie“ und „Karfreitag“, erste Auszeichnungen in Form einer kleinen und einer großen silbernen Medaille von der Akademie verliehenen. Albin Egger-Lienz arbeitete nach Beendigung seines Studiums sowohl in München, als auch in seiner Heimat Osttirol als freiberuflicher Kunstmaler. Er ehelichte 1899 im Alter von 31 Jahren Laura Helene Dorothea von Möllwald und ließ sich mit seiner Frau in Wien, ihrer Geburtsstadt nieder.
Als Mitbegründer des „Hagenbundes“ und Mitbegründer der Genossenschaft der bildenden Künstler Wiens nahm er an der Pariser Weltausstellung teil und erhielt für seine Arbeit „Nach dem Friedensschluss“ eine Bronzemedaille. Beeinflusst von Franz Defregger, stellte er Szenen aus dem bäuerlichen Alltag in gedeckten und erdigen Farben, aber auch religiöse Themen dar. 1909 trat er der Wiener Secession bei und wurde vom Kollegenkreis der Akademie als Kandidat für eine Professur vorgeschlagen. Der Thronfolger Franz Ferdinand lehnte ihn aber ab, mit der Begründung, sein Gemälde „Der Totentanz“ das zum 60. Regierungsjubiläum des Kaisers Franz Josefs ausgestellt wurde, entbehre jedweder Pietät und wäre unpatriotisch.
Zusammen mit seiner Frau verließ er Wien und zog nach Hall in Tirol und schloss Bekanntschaft mit den Künstlern des Brennerkreises. 1912 ging er für ein Jahr als Lehrer an die Großherzogliche Hochschule für bildende Kunst nach Weimar. 1913 fand er in St. Justina sein Zuhause und unterhielt in Klausen mit einigen seiner Schülern eine kleine Kunstschule. Ende April 1915 meldete sich Egger-Lienz freiwillig zu den Tiroler Standschützen. Im Mai wurde er zur Verteidigung von Bozen an die Front geschickt. Sein Einsatz im Ersten Weltkrieg fand aber bald ein Ende, als ein Arzt bei dem inzwischen 47jährigen Herzbeschwerden konstatierte und es ihm so ermöglichte unversehrt nach Hause zu kehren.
Er arbeitete als künstlerischer Beirat im Kriegsfürsorgeamt und als Kriegsmaler. In teils hochgelegen Gebirgsstellungen schuf er teils monumentale Bilder vom Elend des Krieges, vom Leben und Sterben an der Front. Bilder, die später als Vorlage für die faschistische und nationalsozialistische Malerei dienen sollten. 1919, nach Ende des Ersten Weltkriegs bekommt er jetzt eine Professur an der Wiener Akademie angeboten, die er aber abweist, ebenso das zweite Angebot 1925. Von der Universität Innsbruck bekam er die Ehrendoktorwürde verliehen und die Stadt Lienz ernannt ihn zum Ehrenbürger.
Er zog sich auf sein Anwesen in St. Justina, den Grünwaldhof, zurück, wo er am 4. November verstarb.
So wirkt es an Ihrer Wand
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Qualität & Herstellung



Das Bild wird individuell für Sie auf eine echte Leinwand gedruckt und in Handarbeit auf einen Echtholz-Galeriekeilrahmen aufgespannt. Die Produktion erfolgt in Deutschland. Mehr über die Qualität unserer Kunstdrucke erfahren Sie hier.
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