Die Schnitter
Über das Werk
„Die Schnitter“ von Albin Egger Lienz zeigt zwei bäuerliche Gestalten in der Hitze des Feldes, deren gebückte Körperhaltung und die warmen, erdigen Töne eine tiefe Verbindung zur Arbeit und zur Natur vermitteln. Das Gemälde atmet eine ruhige, fast meditative Kraft aus, die den Betrachter in die Stille des ländlichen Lebens hineinzieht – ein Werk, das nicht nur erzählt, sondern auch wirkt.
Die Arbeit im Feld – ein Moment der Anstrengung und Würde
Im Vordergrund dominieren zwei Figuren, die mit gesenkten Köpfen und angespannten Armen das Getreide schneiden. Die Farbgebung ist reduziert auf Brauntöne, Ocker und dunkle Schatten, die das Licht der Sommersonne in warme, fast greifbare Texturen verwandeln. Die Komposition ist eng und bodennah, was den Eindruck von körperlicher Anstrengung verstärkt. Der Hintergrund bleibt dunkel und unbestimmt, sodass der Blick ganz auf die Figuren und ihre Bewegung gelenkt wird.
Das Leinwandbild wirkt besonders gut in Räumen mit natürlichen Materialien – im Wohnzimmer mit Holzmöbeln oder in einem rustikalen Esszimmer. Es passt schön zu warmen Wandfarben wie Ocker, Terrakotta oder dunklem Grün und harmoniert mit skandinavischem, landhausartigem oder klassischem Einrichtungsstil. Auch im Flur oder Büro kann es als ruhender Gegenpol zur Alltagshektik dienen.
Albin Egger Lienz zählt zu den bedeutenden österreichischen Malern des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Sein Stil verbindet realistische Beobachtung mit einer starken emotionalen Wirkung, oft mit Motiven aus dem ländlichen Leben. „Die Schnitter“ gehört zu seinen bekanntesten Werken und zeigt seine Fähigkeit, menschliche Arbeit mit Würde und Einfachheit darzustellen.
Der Kunstdruck ist im Querformat erhältlich – jede Größe wird individuell auf echter Künstler-Leinwand gefertigt. Je nach gewähltem Format kann der Bildausschnitt leicht variieren, um die Komposition optimal zu präsentieren.
Über Albin Egger Lienz
Von seinen Bildern, die er während seines Studiums malte, erhielten die „Heiligen Familie“ und „Karfreitag“, erste Auszeichnungen in Form einer kleinen und einer großen silbernen Medaille von der Akademie verliehenen. Albin Egger-Lienz arbeitete nach Beendigung seines Studiums sowohl in München, als auch in seiner Heimat Osttirol als freiberuflicher Kunstmaler. Er ehelichte 1899 im Alter von 31 Jahren Laura Helene Dorothea von Möllwald und ließ sich mit seiner Frau in Wien, ihrer Geburtsstadt nieder.
Als Mitbegründer des „Hagenbundes“ und Mitbegründer der Genossenschaft der bildenden Künstler Wiens nahm er an der Pariser Weltausstellung teil und erhielt für seine Arbeit „Nach dem Friedensschluss“ eine Bronzemedaille. Beeinflusst von Franz Defregger, stellte er Szenen aus dem bäuerlichen Alltag in gedeckten und erdigen Farben, aber auch religiöse Themen dar. 1909 trat er der Wiener Secession bei und wurde vom Kollegenkreis der Akademie als Kandidat für eine Professur vorgeschlagen. Der Thronfolger Franz Ferdinand lehnte ihn aber ab, mit der Begründung, sein Gemälde „Der Totentanz“ das zum 60. Regierungsjubiläum des Kaisers Franz Josefs ausgestellt wurde, entbehre jedweder Pietät und wäre unpatriotisch.
Zusammen mit seiner Frau verließ er Wien und zog nach Hall in Tirol und schloss Bekanntschaft mit den Künstlern des Brennerkreises. 1912 ging er für ein Jahr als Lehrer an die Großherzogliche Hochschule für bildende Kunst nach Weimar. 1913 fand er in St. Justina sein Zuhause und unterhielt in Klausen mit einigen seiner Schülern eine kleine Kunstschule. Ende April 1915 meldete sich Egger-Lienz freiwillig zu den Tiroler Standschützen. Im Mai wurde er zur Verteidigung von Bozen an die Front geschickt. Sein Einsatz im Ersten Weltkrieg fand aber bald ein Ende, als ein Arzt bei dem inzwischen 47jährigen Herzbeschwerden konstatierte und es ihm so ermöglichte unversehrt nach Hause zu kehren.
Er arbeitete als künstlerischer Beirat im Kriegsfürsorgeamt und als Kriegsmaler. In teils hochgelegen Gebirgsstellungen schuf er teils monumentale Bilder vom Elend des Krieges, vom Leben und Sterben an der Front. Bilder, die später als Vorlage für die faschistische und nationalsozialistische Malerei dienen sollten. 1919, nach Ende des Ersten Weltkriegs bekommt er jetzt eine Professur an der Wiener Akademie angeboten, die er aber abweist, ebenso das zweite Angebot 1925. Von der Universität Innsbruck bekam er die Ehrendoktorwürde verliehen und die Stadt Lienz ernannt ihn zum Ehrenbürger.
Er zog sich auf sein Anwesen in St. Justina, den Grünwaldhof, zurück, wo er am 4. November verstarb.
So wirkt es an Ihrer Wand
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Qualität & Herstellung



Das Bild wird individuell für Sie auf eine echte Leinwand gedruckt und in Handarbeit auf einen Echtholz-Galeriekeilrahmen aufgespannt. Die Produktion erfolgt in Deutschland. Mehr über die Qualität unserer Kunstdrucke erfahren Sie hier.
Der Bildausschnitt kann je nach gewählter Bildgröße und Bildformat leicht vom gezeigten Beispiel abweichen. Da jedes Bild individuell in Ihrem Wunschformat produziert wird, ist ein Umtausch wegen Nichtgefallen nicht möglich.
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