Stillleben mit Gitarre
Über das Werk
Das Stillleben mit Gitarre von Alexander Kanoldt zeigt eine ruhige, fast meditative Komposition: eine klassische Gitarre lehnt an einer Wand, umgeben von einer Pflanze, einer Schale, Spielkarten und einem roten Band. Die ruhige Farbgebung und die klare Struktur verleihen dem Bild eine zeitlose Wirkung, die den Betrachter in eine kontemplative Stimmung versetzt. Es ist kein bloßes Arrangement von Gegenständen, sondern eine sorgfältig komponierte Szene, die Stille und Präsenz gleichermaßen ausstrahlt.
Stilleben mit Gitarre – eine Komposition aus Ruhe und Form
Visuell dominiert die warme, honigfarbene Gitarre mit ihrer markanten F-Höhlung, flankiert von den dunklen, glänzenden Blättern einer Pflanze in einem einfachen Topf. Ein weißer Keramikbecher und Spielkarten liegen auf der Holzoberfläche, deren Kanten scharf und klar gezeichnet sind. Das Licht fällt von links, wirft weiche Schatten und betont die Materialität – das Holz der Gitarre, die Porzellanflächen, das glatte Papier der Karten. Die Farbpalette ist zurückhaltend, mit Erdtönen, Weiß und einem Akzent aus rotem Band, das den Blick lenkt und Dynamik in die Stille bringt.
Das Leinwandbild wirkt besonders gut in ruhigen Räumen wie dem Wohnzimmer oder Schlafzimmer, wo es als zentrales Element einer gediegenen Einrichtung dient. Es passt schön zu neutralen Wandfarben wie Cremeweiß, Ocker oder Grau und harmoniert mit Holzmöbeln, Leinenstoffen oder minimalistischem Design. Im Büro oder Flur kann es als ruhender Gegenpol zu hektischer Umgebung dienen – vorausgesetzt, die Raumgestaltung bleibt zurückhaltend und nicht überladen.
Alexander Kanoldt zählt zu den bedeutenden Vertretern der Neuen Sachlichkeit in Deutschland. Seine Werke zeichnen sich durch klare Formen, präzise Komposition und eine distanzierte, fast objektive Darstellung aus. Er war kein Maler des Emotionalen, sondern des Sichtbaren – und doch gelingt ihm in Werken wie diesem Stillleben mit Gitarre eine tiefe, fast melancholische Atmosphäre. Sein Stil verbindet Realismus mit einer gewissen inneren Spannung, die den Betrachter zum Verweilen einlädt.
Der Kunstdruck ist im Querformat erhältlich – jede Größe wird individuell auf echter Künstler-Leinwand gefertigt. Der Bildausschnitt kann je nach gewähltem Format leicht variieren, um die Komposition optimal zu erhalten. So bleibt jedes Leinwandbild ein individuelles Stück, das sich an Ihren Raum anpasst, ohne die künstlerische Intention zu verändern.
Über Alexander Kanoldt
Alexander Kanoldt siedelt sich, wie viele Künster seiner Zeit, in München an und lernt u.a. Wassisy Kandinsky, Gabriele Münter, Marianne von Werefkin und Alexej Jawlensky kennen. Sie gründen 1909 die Neue Künstlervereinigung München, aus der später die Blauen Reiter hervorgehen sollten. Die erste Gemeinschaftsausstellung der N.K.V.M. fand in der Modernen Galerie von Heinrich Thannhauser statt. Die meisten Mitglieder der N.K.V.M. gehörten wie auch Paul Klee, Wladimir von Bechtejeff und Karl Caspar der 1913 ins Leben gerufenen Münchener Neuen Secession an, so auch Kanoldt. Dessen künstlerische Laufbahn jedoch vom Ausbruch des Ersten Weltkriegs unterbrochen wurde. Während der vier Kriegsjahren von 1914 bis 1918 leistet er seinen Offiziersdienst in der Armee des Deutschen Kaiserreichs.
Nach Beendigung des Ersten Weltkriegs lernt er den Maler Georg Schrimpf kennen mit dem er eine enge künsterische Beziehung einging. Beide waren Vertreter des magischen Realismus, eine Variante der Neuen Sachlichkeit und entwickelten 1924 auf einer gemeinsamen, längeren Reise nach Italien die „multiperspektivischen Architekturlandschaften mit statischem Bildaufbau, starr und mit scharfen Konturen. Kanoldt nahm 1925 an der Ausstellung „Neue Sachlichkeit“ in Mannheim teil. Neben Max Beckmann war er mit den meisten Exponaten vertreten. Im gleichen Jahr erhält er eine Berufung als Professor an die Staatliche Akademie für Kunst und Kunstgewerbe nach Breslau, die er bis 1931 innehat.
Er wird gemeinsam mit Karl Hofer Mitglied der Badischen Secession in Freiburg und gründet im Garmisch eine kleine private Malschule. Nach Eintritt in die Münchener Künstlergruppe „Die Sieben“ 1932 nimmt er an deren Ausstellungen teil, mit seinen Bildern, die italienische Landschaften darstellen und seinen typischen Stilleben. Er trat 1932 in die Nationalsozialistische Partei Deutschlands ein und wurde Professor an der Berliner Kunsthochschule.Obwohl er auch zum Senator an die Preußischen Akaemie der Künste ernannt wurde, hinderte es die Nationalsozialisten nicht daran, seine Bilder als entarteten Kunst zu brandmarken.
Seine Professur in Berlin gab er aus gesundheitlichen Problemen 1936 auf, ein Jahr später wurden seine Bilder, die in den öffentlichen Sammlungen in Hamburg und Essen ausgestellt waren, beschlagnahmt und entfernt. Sein Herzleiden führt am 24. Januar 1939, im Jahr als der Zweite Weltkrieg ausbrach, zu seinem Tode.
So wirkt es an Ihrer Wand
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Qualität & Herstellung



Das Bild wird individuell für Sie auf eine echte Leinwand gedruckt und in Handarbeit auf einen Echtholz-Galeriekeilrahmen aufgespannt. Die Produktion erfolgt in Deutschland. Mehr über die Qualität unserer Kunstdrucke erfahren Sie hier.
Der Bildausschnitt kann je nach gewählter Bildgröße und Bildformat leicht vom gezeigten Beispiel abweichen. Da jedes Bild individuell in Ihrem Wunschformat produziert wird, ist ein Umtausch wegen Nichtgefallen nicht möglich.
Unsere Empfehlung – Zusatzschutz: Auf Wunsch versiegeln wir Ihr Bild von Hand mit der Art-Finish Schutzveredelung – besonders widerstandsfähig gegen Kratzer, mit seidenmattem Glanz.