Dame mit Hut
Über das Werk
Das Leinwandbild „Dame mit Hut“ von Anton Faistauer zeigt eine Frau in nachdenklicher Pose, deren Blick leicht zur Seite geneigt ist. Die zeichnerische Präzision und die subtile Dynamik der Linien verleihen dem Werk eine intime, fast flüchtige Anmutung – als wäre der Moment gerade erst eingefangen worden. Dieses Bild wirkt besonders in ruhigen, persönlich gestalteten Räumen, wo es Raum für Interpretation lässt.
Die stille Eleganz des Porträts
Visuell dominiert die grafische Kraft der Strichführung: feine, fließende Linien umreißen den Hut, das Gesicht und den Kragen, während der Hintergrund bewusst leer bleibt. Die Komposition ist vertikal ausgerichtet, wodurch der Blick des Betrachters nach oben geführt wird – eine bewusste Entscheidung, die die Würde der dargestellten Person unterstreicht. Das Licht scheint von links zu kommen, was Schattenwürfe auf die rechte Gesichtshälfte wirft und Tiefe erzeugt, ohne die Zeichnung zu überladen.
Das Werk wirkt besonders gut in Wohnzimmern oder Schlafzimmern mit neutralen Wandfarben wie Cremeweiß, Taupe oder sanftem Grau. Es passt schön zu klassischer Einrichtung mit Holzmöbeln oder zu minimalistischen Interieurs, wo es als ruhiger visueller Akzent dient. Auch in Fluren oder kleinen Büros kann es eine besinnliche Atmosphäre schaffen, ohne aufdringlich zu wirken.
Anton Faistauer gehörte der österreichischen Avantgarde des frühen 20. Jahrhunderts an und war eng mit der Wiener Secession verbunden. Sein Stil zeichnet sich durch eine expressive Linienführung und eine reduzierte Farbpalette aus – auch in Zeichnungen wie „Dame mit Hut“ wird diese künstlerische Handschrift deutlich. Als Maler und Grafiker hinterließ er ein Werk, das zwischen traditioneller Form und moderner Ausdruckskraft vermittelt.
Der Kunstdruck „Dame mit Hut“ von Anton Faistauer ist im Hochformat erhältlich – jede Größe wird individuell auf echter Künstler-Leinwand gefertigt. Der Bildausschnitt kann je nach gewähltem Format leicht variieren, um die Komposition optimal zu betonen.
Über Anton Faistauer
1904 zog der Siebzehnjährige nach Wien und nahm an der privaten Malschule von R. Scheffer bis 1906 privaten Zeichenunterricht. Anschließend begann er an der Akademie bei Delug und Griepenkerl ein Studium der Malerei. Mit den Studienkollegen Anton Kolig, Franz Wiegele, Egon Schiele und Robin Christian Andersen gründete er aus Protest gegen den konservativen akademischen Kunstbetrieb 1909 die „Neukunstgruppe“ und verließ am Ende des Sommersemesters die Akademie.
Die folgenden drei Jahre begab er sich auf Reisen. Von 1909 bis 1912 besuchte er Italien, das Tessin und Berlin. Dort stellte er mit den Mitgliedern der Neukunstgruppe seine Arbeiten im Kunstsalon Pisko aus. Ausstellungen in Budapest, München, Wien, Rom und anderen Städten folgten.
Er lernt die Schwester seines Malerkollegen R. Christian Andersen kennen, verliebt sich in sie und ehelicht sie 1913 und wird Vater eines Sohnes. Das Malerkollektiv stellt in der Wiener Galerie Mielke aus mit großem Erfolg aus, Faistauer ist mit 33 Ölbildern vertreten. Seine Werke zeichneten sich durch eine klare und harmonische Farb- und Formgebung aus.
Der Maler war gemeinsam mit Egon Schiele und Oskar Kokoschka ein Vorreiter der modernen Malerei in Österreich. Er suchte den Anschluss an die große abendländische Maltradition, besonders die französische Malkultur, allen voran sein Vorbild Cezanne, war für seine Arbeiten von großer Bedeutung.
Bei Ausbruch des Ersten Weltkrieges kehrt er nach Maishofen zurück und leistet von 1916 bis 1918 seinen Militärdienst im k.u.k. Infanterieregiment und im Heeresmuseum ab. Wegen seiner gesundheitlichen Einschränkungen allerdings ohne zu den Waffen greifen zu müssen. Mit Egon Schiele, der in der Verwaltung tätig ist organisiert er Ausstellungen mit Kriegsbildern.
Nach Beendigung des Krieges, zurück in Salzburg, ruft er mit Felix. A. Hartmann und anderen Kunstschaffenden 1919 die radikale Künstlervereinigung „ Der Wassermann „ ins Leben. Die Eröffung der ersten Ausstellung der fortschrittlichen neugegründeten Malergruppe trifft tragischerweise mit dem Tode seiner Frau zusammen.
Er hält sich wegen seines zunehmend schlechter werdenden Magen- und Lungenleidens von 1924 und 1925 immer wieder in Bozen auf, begegnet Emilie Ehrenberger , heiratet ein zweites Mal und wird nochmal Vater eines Sohnes, Thomas. Zusammen mit Oskar Kokoschka beteiligt er sich an der Internationalen Kunstausstellung in Zürich.
Seine zweite Ehe scheitert, Faistauer zieht nach Wien und versucht seine Persönlichkeitskrise auf Reisen nach Italien zu bewältigen. Doch sein unruhiger Geist findet auch in Venedig, Neapel und Sizilien keine Ruhe.
Er erleidet Anfang 1930 eine Magenblutung, wird in Wien operiert, stirbt aber mit nur 43 Jahren am 13. Februar im Krankenhaus. In Maishofen findet er seine letzte Ruhestatt.
Obwohl seine Bilder in aller Welt, von Stockholm bis Zürich, London ,Rom und den USA bekannt und ausgestellt waren, erhebt doch die Stadt Salzburg den Anspruch auf ihren regionalen Künstler, der sich in den Fresken im Salzburger Festspielhaus verewigt hat.
So wirkt es an Ihrer Wand
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Qualität & Herstellung



Das Bild wird individuell für Sie auf eine echte Leinwand gedruckt und in Handarbeit auf einen Echtholz-Galeriekeilrahmen aufgespannt. Die Produktion erfolgt in Deutschland. Mehr über die Qualität unserer Kunstdrucke erfahren Sie hier.
Der Bildausschnitt kann je nach gewählter Bildgröße und Bildformat leicht vom gezeigten Beispiel abweichen. Da jedes Bild individuell in Ihrem Wunschformat produziert wird, ist ein Umtausch wegen Nichtgefallen nicht möglich.
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