Selbstbildnis mit judenpass
Über das Werk
Das „Selbstbildnis mit Judenpass" von Felix Nussbaum zeigt den Künstler in gelber Jacke, mit schwarzem Hut und dem aufgenähten Judenstern. In der Hand hält er seinen Pass – ein Dokument, das über Zugehörigkeit und Ausgrenzung entschied. Der Blick ist wach und direkt, die Atmosphäre düster und bedrückend. Dieses Werk zählt zu den bewegendsten Zeugnissen der Verfolgung im Nationalsozialismus.
Ein Portrait der Bedrohung und Würde
Die Farbgebung des Gemäldes ist gedämpft und ernst: Braun-, Grau- und Ockertöne dominieren, unterbrochen nur durch das leuchtende Gelb der Jacke und des Sterns sowie das Rot des Gesichts. Im Hintergrund sind Mauern, ein kahler Baum und ein bedrohlich wirkender Himmel zu erkennen, links oben ein beleuchtetes Fenster. Der Künstler blickt den Betrachter direkt an, sein Gesichtsausdruck ist angespannt, fast eindringlich. Der Pass in seiner Hand wird wie ein Beweisstück präsentiert. Die Komposition lenkt den Blick unweigerlich auf die Symbole der Ausgrenzung – Stern und Dokument –, während die Person selbst in ihrer Haltung Würde und Wachsamkeit bewahrt.
Als Kunstdruck auf Leinwand wirkt „Selbstbildnis mit Judenpass" besonders gut in Räumen, die Raum für Nachdenken bieten: etwa in einem Arbeitszimmer, einer Bibliothek oder einem ruhigen Flur. Die gedeckten Farben fügen sich harmonisch in Umgebungen mit hellen, neutralen Wandtönen ein – Weiß, Beige oder helles Grau. Auch zu einer modernen, reduzierten Einrichtung oder zu klassischen Holzmöbeln passt das Werk schön.
Felix Nussbaum war ein deutscher Maler jüdischer Herkunft, der in den 1930er und 1940er Jahren im Exil lebte und arbeitete. Seine Werke kreisen um Themen wie Identität, Verfolgung und Heimatlosigkeit. Er zählt zu den bedeutenden Künstlern, die das Schicksal verfolgter Menschen in der NS-Zeit künstlerisch dokumentiert haben.
Das Gemälde liegt im Hochformat vor. Jeder Leinwanddruck wird individuell in Deutschland gefertigt, sodass Sie Ihr Wunschformat wählen können. Je nach gewählter Größe kann der Bildausschnitt leicht variieren.
Über Felix Nussbaum
Der Vater ermutigte ihn, doch das Malen zu erlernen. So begann er 1922 an der Hamburger Kunstgewerbeschule zu studieren und führte sein Studium 1930 in Berliner Lewin-Funke-Schule und an den Vereinigten Staatsschulen für freie und angewandte Kunst bei Paul Plontke und Cesar Klein fort. 1928 wurde er Meisterschüler in der Klasse von Hans Meid.
An der Lewin-Funke-Schule in Berlin machte er die Bekanntschaft mit der polnischen, ebenfalls jüdischen Felka Platek, die wie Nussbaum Malerei studierte. Sie wurde 1927 seine Lebensgefährtin und zehn Jahre später aus behördlichen Gründen seine Frau.
Er unternimmt auf den Spuren von Vincent van Goghs eine Reise nach Paris und richtet sich danach ein eigenes Atelier in Berlin ein, wo sich auch bald erste Ausstellungserfolge einstellen sollten. Mit einem ironischen und fröhlichen Bild, in dem er das Honoratiorentum an der Berliner Akademie um den Professor Max Liebermann darstellt, gelingt ihm 1931 sozusagen der Durchbruch.
Von der Preußischen Akademie erhält der Maler, der auch für die Zeitschrift „Querschnitt“ arbeitet, ein Stipendium für einen Aufenthalt in der Villa Massimo in Rom. Unter den anderen Stipendiaten befindet sich auch Arno Breker. Nach einer Auseinandersetzung mit dem von der NSDAP geförderten Künstler wird Nussbaum mit Felka Platek, die ihn begleitet, aus der römischen Villa ausgewiesen.
Als am 30. Januar 1933 die Nationalsozialisten die Herrschaft übernehmen ist er gezwungen Deutschland zu verlassen und ins Exil zu gehen. Zusammen mit seinen Eltern und seiner Lebensgefährtin bleibt er ein Jahr in Alassio in Italien, dann reist er über Frankreich nach Ostende wo er sich niederlässt und als freier Maler Grafiker und Illustrator arbeitet.
1937 werden seine Werke in Amsterdam ausgestellt, 1938 sind sie zusammen mit den Bildern der Mitglieder des „Freien Künstlerbundes“ im Maison de la Culture in Paris zu sehen. Seine Eltern verlassen Deutschland und emigrieren in die Niederlande.
Nach Einmarsch der deutschen Truppen am 8. Mai 1940 wird Nussbaum inhaftiert, kann aber aus dem Lager entkommen. Fortan leben er und seine Frau versteckt im Haus eines befreundeten Kunsthändlers. In dieser aussichtslosen Lage ist die Malerei der Halt und sein Sinn und Ausdruck seine Widerstands .
In vielen seiner in diesen Jahren geschaffenen Bilder kann man noch heute das Grauen und die Angst, aber auch die Kraft und den Mut auf das Recht ein selbstbestimmtes und würdevolles Leben zu führen, in seinen über 400 Werken spüren
Im Juni 1944 wird das Ehepaar denunziert und von der deutschen Wehrmacht verhaftet. Vom Sammellager Mechelen werden sie mit dem letzten Zug in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert. Felix und Felka Nussbaum werden dort, wie zuvor schon seine Eltern, von den Nationalsozialisten ermordet. Von den vielen Bildern, die 1933 nicht bei einem Brand in Berlin vernichtete wurden oder 1943 in Amsterdam zerstört wurden sind 170 im Felix-Nussbaum-Haus in Osnabrück ausgestellt. Eindringliche und berührende Zeugnisse, gerettet von belgischen Freunden.
So wirkt es an Ihrer Wand
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Qualität & Herstellung



Das Bild wird individuell für Sie auf eine echte Leinwand gedruckt und in Handarbeit auf einen Echtholz-Galeriekeilrahmen aufgespannt. Die Produktion erfolgt in Deutschland. Mehr über die Qualität unserer Kunstdrucke erfahren Sie hier.
Der Bildausschnitt kann je nach gewählter Bildgröße und Bildformat leicht vom gezeigten Beispiel abweichen. Da jedes Bild individuell in Ihrem Wunschformat produziert wird, ist ein Umtausch wegen Nichtgefallen nicht möglich.
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