Moderne Rütli
Über das Werk
Das Gemälde „Moderne Rütli" von Ferdinand Hodler zeigt eine feierliche Versammlung von Männern in bürgerlicher Kleidung, die sich in einer symbolischen Geste die Hände reichen. Vor einem mit Fahnen geschmückten historischen Gebäude inszeniert der Schweizer Maler eine Szene des Zusammenhalts und der gemeinsamen Verpflichtung. Die helle, pastellige Farbgebung und die strenge Komposition verleihen dem Werk eine würdevolle, zeitlose Ausstrahlung.
Eine symbolische Versammlung in historischem Ambiente
Im Zentrum der Darstellung stehen mehrere Männerpaare, die sich gegenseitig die Hand schütteln – eine Geste, die Einigkeit und Vertrauen ausdrückt. Die Figuren tragen die zeittypische Kleidung des späten 19. Jahrhunderts: Hüte, Anzüge und Mäntel in gedämpften Grau-, Braun- und Blautönen. Im Hintergrund erhebt sich ein repräsentatives Gebäude mit Türmen und Arkaden, das mit wehenden Fahnen geschmückt ist. Die Komposition folgt einer klaren horizontalen Gliederung, während der rosafarbene, fast abstrakt wirkende Platz im Mittelgrund einen ruhigen Kontrast zu den detailliert ausgearbeiteten Figuren bildet.
Dieses Leinwandbild wirkt besonders gut in Räumen, in denen eine repräsentative, würdevolle Atmosphäre gewünscht ist. Das Werk fügt sich harmonisch in klassisch eingerichtete Wohnzimmer, Arbeitszimmer oder Büroräume ein und passt schön zu hellen Wandfarben und Holzmöbeln. Die gedämpfte Farbpalette lässt sich gut mit gedeckten Naturtönen kombinieren.
Ferdinand Hodler gilt als einer der bedeutendsten Schweizer Maler des Symbolismus und Jugendstils. Seine Werke zeichnen sich durch strenge Kompositionen, rhythmische Wiederholungen und eine monumentale Bildsprache aus. Hodler verband in seinem Schaffen nationale Themen mit symbolistischen Bildformeln und schuf Gemälde von zeitloser Gültigkeit.
„Moderne Rütli" ist als Kunstdruck im Querformat verfügbar. Jede Leinwand wird individuell in Ihrer Wunschgröße gefertigt, wobei der Bildausschnitt je nach gewähltem Format leicht variieren kann.
Über Ferdinand Hodler
Sein Vater starb als er gerade fünf Jahre alt war an Tuberkulose. Die Mutter ging eine zweiter Ehe mit dem Dekorationsmaler Gottlieb Schüppach ein, erlag aber 1867 der gleichen Krankheit. Ferdinand, als Ältester, musste sich mit zwölf Jahren nicht nur um seine sieben Geschwister, sondern auch um seinen alkoholkranken Stiefvater kümmern.
Er begann 1868 eine Lehre als Ansichtskartenmaler und lernte später bei dem Dekorations- und Vedutenmaler Ferdinand Sommer-Collier in Thun. Im Laufe der Jahre starben alle seine Geschwister an der damals weit verbreiteten Schwindsucht und Hodler zog nach Genf, malte Firmenschilder und kopierte Bilder und fiel schließlich dem Landschaftsmaler Barthelemy Menn auf, der ihn als Schüler aufnahm.
Menn sorgte für seine Aufnahme an der Berner Kunstschule, die er bis 1876 besuchte und machte ihn mit die alten Meister Rembrandt, Rubens, Holbein und die großen Künstler seiner Zeit wie Ingres, Corot und Courbet vertraut. 1878/79, unternahm er eine Studienreise nach Spanien und widmete sich daraufhin verstärkt der Freilichtmalerei.
1881 arbeitete er mit anderen Menn-Schülern in der Werkstatt des Historienmalers Edouard Castres, begann sich aber von seinen künstlerischen Vorbildern zu lösen und einen eigenen, „Parallelismus“ genannten Stil zu entwickeln, bei dem die in seiner Kindheit ständige Konfrontation mit Krankheit und Tod sein Schaffen stark beeinflusste.
Ab 1874 nahm Hodler an verschiedenen Ausstellungen und Kunstwettbewerben teil und wurde mit zahlreichen Auszeichnungen bedacht. Seine erste Einzelausstellung hatte er im Dezember 1885 in Genf, die zweite 1887 im Kunstmuseum seiner Heimatstadt Bern. 1884 begegnet er Auguste Dupin, die ihm Modell steht und 1887 den gemeinsamen Sohn Hektor zur Welt bringt, heiratet aber zwei Jahre später Bertha Stucki.
Mit seinen Gemälden, die sich mit Schlaf, Sexualität und Tod auseinandersetzen und teils als sittenwidrig bezeichnet werden, erregt der Maler großes Aufsehen, hat aber großen Erfolg. Ausstellungen und Ehrungen in Paris, München und Venedig folgen, aber auch Kritik und Streitigkeiten.
1894, von seiner ersten Frau schon lange geschieden, heiratet der umstrittene Maler Berthe Jacques. Auch diese Ehe bleibt kinderlos. Hodler, der am Gewerbemuseum in Freiburg Malen und Zeichnen unterrichtet, erhält 1900 auf der Weltausstellung in Paris eine Goldmedaille und wird zu einem der führenden Maler Europas. Er tritt der Wiener und Berliner und 1904 auch der Münchener Sezession bei und seine wirtschaftliche Lage stabilisiert sich.
Er begegnet 1908 Valentine Godé-Darel, die seine Geliebte wird, aber kurz nach der Geburt der gemeinsamen Tochter Paulette an Krebs erkrankt und 1915 stirbt. Paulette wird von Hodler adoptiert und von dessen Ehefrau Berthe aufgezogen.
Erst spät wendet sich der Maler von seinen teils beklemmenden, in dunklen Tönen gehaltenen Bildern ab und einfachen, expressionistisch anmutenden Landschaftsdarstellungen zu. Ihm wird 1913 die Ehrendoktorwürde der Universität Basel verliehen und 1916 erhielt er eine Professur an der Ecole des Beaux-Arts in Genf, wo er am 19. Mai 1918 stirbt.
So wirkt es an Ihrer Wand
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Qualität & Herstellung



Das Bild wird individuell für Sie auf eine echte Leinwand gedruckt und in Handarbeit auf einen Echtholz-Galeriekeilrahmen aufgespannt. Die Produktion erfolgt in Deutschland. Mehr über die Qualität unserer Kunstdrucke erfahren Sie hier.
Der Bildausschnitt kann je nach gewählter Bildgröße und Bildformat leicht vom gezeigten Beispiel abweichen. Da jedes Bild individuell in Ihrem Wunschformat produziert wird, ist ein Umtausch wegen Nichtgefallen nicht möglich.
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