Portrait of Georges Navazza
Über das Werk
Das "Portrait of Georges Navazza" von Ferdinand Hodler zeigt einen würdevollen Herren in formeller Kleidung vor neutralem Hintergrund. Die charakteristische Farbgebung mit warmen Orange- und Rosatönen im Gesicht sowie dem dunklen Anzug verleiht dem Werk eine besondere Präsenz. Hodlers reduzierte Formensprache und die klare Komposition machen dieses Porträt zu einem eindrucksvollen Beispiel seiner Malkunst.
Ein Porträt in charakteristischer Farbgebung
Das Gemälde zeigt den Dargestellten frontal in halber Figur, gekleidet in einen schwarzen Gehrock über weißer Weste mit dunkler Fliege. Auffallend sind die leuchtenden Orangetöne in der Modellierung des kahlen Kopfes und des Schnurrbarts, die einen starken Kontrast zum kühlen Grau-Schwarz der Kleidung bilden. Der helle, fast pastellfarbene Hintergrund lässt die Figur klar hervortreten. Hodlers typische Pinselführung mit sichtbaren Strichen und die flächige Farbgestaltung prägen das Erscheinungsbild des Porträts.
Dieser Kunstdruck wirkt besonders gut in Räumen mit klassischer oder puristischer Einrichtung. Im Arbeitszimmer oder in der Bibliothek unterstreicht das Werk eine intellektuelle Atmosphäre, während es im Wohnzimmer einen ruhigen, aber präsenten Akzent setzt. Die warmen Hauttöne harmonieren schön mit hellen Wandfarben in Beige oder Grau, aber auch zu dunkleren Holzmöbeln passt das Leinwandbild gut.
Ferdinand Hodler gehört zu den bedeutendsten Schweizer Malern des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Seine Arbeiten bewegen sich zwischen Jugendstil und Symbolismus und zeichnen sich durch eine eigenständige Formensprache aus. Hodler schuf sowohl monumentale Landschaftsbilder als auch eindringliche Porträts, in denen er eine charakteristische Verbindung von Naturbeobachtung und stilisierender Vereinfachung erreichte.
Das "Portrait of Georges Navazza" ist im Hochformat angelegt. Ihr Leinwandbild wird individuell in der von Ihnen gewählten Größe gefertigt, wobei der Bildausschnitt je nach Format geringfügig variieren kann.
Über Ferdinand Hodler
Sein Vater starb als er gerade fünf Jahre alt war an Tuberkulose. Die Mutter ging eine zweiter Ehe mit dem Dekorationsmaler Gottlieb Schüppach ein, erlag aber 1867 der gleichen Krankheit. Ferdinand, als Ältester, musste sich mit zwölf Jahren nicht nur um seine sieben Geschwister, sondern auch um seinen alkoholkranken Stiefvater kümmern.
Er begann 1868 eine Lehre als Ansichtskartenmaler und lernte später bei dem Dekorations- und Vedutenmaler Ferdinand Sommer-Collier in Thun. Im Laufe der Jahre starben alle seine Geschwister an der damals weit verbreiteten Schwindsucht und Hodler zog nach Genf, malte Firmenschilder und kopierte Bilder und fiel schließlich dem Landschaftsmaler Barthelemy Menn auf, der ihn als Schüler aufnahm.
Menn sorgte für seine Aufnahme an der Berner Kunstschule, die er bis 1876 besuchte und machte ihn mit die alten Meister Rembrandt, Rubens, Holbein und die großen Künstler seiner Zeit wie Ingres, Corot und Courbet vertraut. 1878/79, unternahm er eine Studienreise nach Spanien und widmete sich daraufhin verstärkt der Freilichtmalerei.
1881 arbeitete er mit anderen Menn-Schülern in der Werkstatt des Historienmalers Edouard Castres, begann sich aber von seinen künstlerischen Vorbildern zu lösen und einen eigenen, „Parallelismus“ genannten Stil zu entwickeln, bei dem die in seiner Kindheit ständige Konfrontation mit Krankheit und Tod sein Schaffen stark beeinflusste.
Ab 1874 nahm Hodler an verschiedenen Ausstellungen und Kunstwettbewerben teil und wurde mit zahlreichen Auszeichnungen bedacht. Seine erste Einzelausstellung hatte er im Dezember 1885 in Genf, die zweite 1887 im Kunstmuseum seiner Heimatstadt Bern. 1884 begegnet er Auguste Dupin, die ihm Modell steht und 1887 den gemeinsamen Sohn Hektor zur Welt bringt, heiratet aber zwei Jahre später Bertha Stucki.
Mit seinen Gemälden, die sich mit Schlaf, Sexualität und Tod auseinandersetzen und teils als sittenwidrig bezeichnet werden, erregt der Maler großes Aufsehen, hat aber großen Erfolg. Ausstellungen und Ehrungen in Paris, München und Venedig folgen, aber auch Kritik und Streitigkeiten.
1894, von seiner ersten Frau schon lange geschieden, heiratet der umstrittene Maler Berthe Jacques. Auch diese Ehe bleibt kinderlos. Hodler, der am Gewerbemuseum in Freiburg Malen und Zeichnen unterrichtet, erhält 1900 auf der Weltausstellung in Paris eine Goldmedaille und wird zu einem der führenden Maler Europas. Er tritt der Wiener und Berliner und 1904 auch der Münchener Sezession bei und seine wirtschaftliche Lage stabilisiert sich.
Er begegnet 1908 Valentine Godé-Darel, die seine Geliebte wird, aber kurz nach der Geburt der gemeinsamen Tochter Paulette an Krebs erkrankt und 1915 stirbt. Paulette wird von Hodler adoptiert und von dessen Ehefrau Berthe aufgezogen.
Erst spät wendet sich der Maler von seinen teils beklemmenden, in dunklen Tönen gehaltenen Bildern ab und einfachen, expressionistisch anmutenden Landschaftsdarstellungen zu. Ihm wird 1913 die Ehrendoktorwürde der Universität Basel verliehen und 1916 erhielt er eine Professur an der Ecole des Beaux-Arts in Genf, wo er am 19. Mai 1918 stirbt.
So wirkt es an Ihrer Wand
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Qualität & Herstellung



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