Selbstportrait
Über das Werk
Das „Selbstportrait" von Ferdinand Hodler zeigt den Schweizer Maler in fortgeschrittenem Alter mit grauem Bart und dunklem Anzug vor einem neutral gehaltenen Hintergrund. Die warme Farbgebung und der expressive Pinselduktus verleihen dem Leinwandbild eine bemerkenswerte Präsenz und psychologische Tiefe. Hodlers selbstbewusster Blick und die kompakte Komposition machen dieses Werk zu einem eindrucksvollen Zeugnis künstlerischer Selbstreflexion.
Klare Komposition und warmes Kolorit
Das Selbstportrait zeigt Hodler frontal im Brustbildformat. Der dunkle Anzug mit weißem Hemd und Krawatte bildet einen starken Kontrast zu den warm modellierten Hauttönen des Gesichts. Der beige-cremefarbene Hintergrund hält sich zurück und lenkt die Aufmerksamkeit auf die Gesichtszüge und den weißgrauen Bart. Der lockere, pastose Farbauftrag ist gut erkennbar und verleiht der Darstellung eine lebendige Oberflächenstruktur. Die Farbpalette aus Erdtönen, gedämpften Braun- und Beigetönen sowie den kühleren Akzenten im Anzug schafft eine ausgewogene, harmonische Gesamtwirkung.
Als Kunstdruck auf Leinwand wirkt dieses Selbstportrait besonders gut in Räumen mit klassischer oder zeitloser Einrichtung. Es passt schön zu hellen Wandfarben in Weiß, Beige oder sanftem Grau und fügt sich harmonisch in Arbeitszimmer, Bibliotheken oder Wohnbereiche ein, in denen Kunst bewusst inszeniert werden soll. Die gedämpften Farbtöne machen das Leinwandbild auch für ruhigere Räume wie Schlafzimmer geeignet, wo es eine würdevolle, kontemplative Atmosphäre schafft.
Ferdinand Hodler zählt zu den bedeutendsten Schweizer Malern und prägte mit seinem Werk den Symbolismus und Jugendstil im deutschsprachigen Raum. Seine Selbstportraits entstanden über verschiedene Lebensphasen hinweg und dokumentieren seinen künstlerischen Werdegang. Hodlers charakteristische Malweise verbindet expressive Farbgebung mit klarer formaler Strenge.
Dieses Werk wird als Kunstdruck im quadratischen Format angeboten. Jede Leinwand wird individuell in Ihrer Wunschgröße handgefertigt, wobei der Bildausschnitt je nach gewähltem Format leicht variieren kann, um die optimale Wirkung zu erzielen.
Über Ferdinand Hodler
Sein Vater starb als er gerade fünf Jahre alt war an Tuberkulose. Die Mutter ging eine zweiter Ehe mit dem Dekorationsmaler Gottlieb Schüppach ein, erlag aber 1867 der gleichen Krankheit. Ferdinand, als Ältester, musste sich mit zwölf Jahren nicht nur um seine sieben Geschwister, sondern auch um seinen alkoholkranken Stiefvater kümmern.
Er begann 1868 eine Lehre als Ansichtskartenmaler und lernte später bei dem Dekorations- und Vedutenmaler Ferdinand Sommer-Collier in Thun. Im Laufe der Jahre starben alle seine Geschwister an der damals weit verbreiteten Schwindsucht und Hodler zog nach Genf, malte Firmenschilder und kopierte Bilder und fiel schließlich dem Landschaftsmaler Barthelemy Menn auf, der ihn als Schüler aufnahm.
Menn sorgte für seine Aufnahme an der Berner Kunstschule, die er bis 1876 besuchte und machte ihn mit die alten Meister Rembrandt, Rubens, Holbein und die großen Künstler seiner Zeit wie Ingres, Corot und Courbet vertraut. 1878/79, unternahm er eine Studienreise nach Spanien und widmete sich daraufhin verstärkt der Freilichtmalerei.
1881 arbeitete er mit anderen Menn-Schülern in der Werkstatt des Historienmalers Edouard Castres, begann sich aber von seinen künstlerischen Vorbildern zu lösen und einen eigenen, „Parallelismus“ genannten Stil zu entwickeln, bei dem die in seiner Kindheit ständige Konfrontation mit Krankheit und Tod sein Schaffen stark beeinflusste.
Ab 1874 nahm Hodler an verschiedenen Ausstellungen und Kunstwettbewerben teil und wurde mit zahlreichen Auszeichnungen bedacht. Seine erste Einzelausstellung hatte er im Dezember 1885 in Genf, die zweite 1887 im Kunstmuseum seiner Heimatstadt Bern. 1884 begegnet er Auguste Dupin, die ihm Modell steht und 1887 den gemeinsamen Sohn Hektor zur Welt bringt, heiratet aber zwei Jahre später Bertha Stucki.
Mit seinen Gemälden, die sich mit Schlaf, Sexualität und Tod auseinandersetzen und teils als sittenwidrig bezeichnet werden, erregt der Maler großes Aufsehen, hat aber großen Erfolg. Ausstellungen und Ehrungen in Paris, München und Venedig folgen, aber auch Kritik und Streitigkeiten.
1894, von seiner ersten Frau schon lange geschieden, heiratet der umstrittene Maler Berthe Jacques. Auch diese Ehe bleibt kinderlos. Hodler, der am Gewerbemuseum in Freiburg Malen und Zeichnen unterrichtet, erhält 1900 auf der Weltausstellung in Paris eine Goldmedaille und wird zu einem der führenden Maler Europas. Er tritt der Wiener und Berliner und 1904 auch der Münchener Sezession bei und seine wirtschaftliche Lage stabilisiert sich.
Er begegnet 1908 Valentine Godé-Darel, die seine Geliebte wird, aber kurz nach der Geburt der gemeinsamen Tochter Paulette an Krebs erkrankt und 1915 stirbt. Paulette wird von Hodler adoptiert und von dessen Ehefrau Berthe aufgezogen.
Erst spät wendet sich der Maler von seinen teils beklemmenden, in dunklen Tönen gehaltenen Bildern ab und einfachen, expressionistisch anmutenden Landschaftsdarstellungen zu. Ihm wird 1913 die Ehrendoktorwürde der Universität Basel verliehen und 1916 erhielt er eine Professur an der Ecole des Beaux-Arts in Genf, wo er am 19. Mai 1918 stirbt.
So wirkt es an Ihrer Wand
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Qualität & Herstellung



Das Bild wird individuell für Sie auf eine echte Leinwand gedruckt und in Handarbeit auf einen Echtholz-Galeriekeilrahmen aufgespannt. Die Produktion erfolgt in Deutschland. Mehr über die Qualität unserer Kunstdrucke erfahren Sie hier.
Der Bildausschnitt kann je nach gewählter Bildgröße und Bildformat leicht vom gezeigten Beispiel abweichen. Da jedes Bild individuell in Ihrem Wunschformat produziert wird, ist ein Umtausch wegen Nichtgefallen nicht möglich.
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