Ziehende Soldaten
Über das Werk
Das Gemälde „Ziehende Soldaten“ von Ferdinand Hodler zeigt eine Reihe von Soldatenfiguren, deren Bewegung durch wiederholte, fast tanzartige Posen rhythmisch aufgeladen ist. Die schwebende, fast abstrahierte Darstellung erzeugt eine eigenartige Spannung zwischen Ordnung und Dynamik – ein typisches Merkmal von Hodlers symbolistischem Stil. Als Kunstdruck auf echter Künstler-Leinwand überträgt sich diese kraftvolle Komposition eindrucksvoll in den Raum.
Die rhythmische Ordnung des Marsches
Visuell dominieren die schwarz-weißen, fast skizzenhaften Figuren auf dem hellen Untergrund, deren Wiederholung eine fast musikalische Sequenz erzeugt. Die Komposition ist streng horizontal ausgerichtet, wobei die diagonalen Speere und die leicht versetzten Körperhaltungen Spannung erzeugen. Das Licht bleibt diffus, es gibt keine Schattenwürfe – stattdessen wirkt die Fläche wie eine Bühne, auf der sich die Bewegung selbst zum Thema wird. Die Farbgebung ist reduziert, was die graphische Kraft der Linien betont.
Als Leinwandbild wirkt „Ziehende Soldaten“ besonders gut in modernen Wohnräumen oder als Akzent im Flur, wo die horizontale Ausdehnung den Raum optisch weitet. Es passt schön zu neutralen Wandfarben wie Grau, Beige oder Weiß und harmoniert mit minimalistischer oder skandinavischer Einrichtung, aber auch mit industriellen Elementen. Im Büro oder Arbeitszimmer kann das Werk eine ruhige, fokussierte Atmosphäre schaffen, ohne abzulenken.
Ferdinand Hodler gilt als einer der bedeutendsten Schweizer Maler seiner Zeit, dessen Werk zwischen Symbolismus und Jugendstil vermittelt. Er suchte stets nach einer idealen Ordnung im Bild, wobei er Figuren und Landschaften in wiederholten, fast geometrischen Mustern anordnete. „Ziehende Soldaten“ ist ein frühes Beispiel für diese Formensprache, die später in seinen großen Wandbildern ihren Höhepunkt fand. Als Kunstdruck auf echter Leinwand bleibt diese künstlerische Intention authentisch erhalten.
Das Werk ist im Querformat ausgeführt – jede Größe wird individuell auf Bestellung gefertigt. Je nach gewähltem Format kann der Bildausschnitt leicht variieren, um die Proportionen optimal zu nutzen und den visuellen Rhythmus der Soldaten zu erhalten.
Über Ferdinand Hodler
Sein Vater starb als er gerade fünf Jahre alt war an Tuberkulose. Die Mutter ging eine zweiter Ehe mit dem Dekorationsmaler Gottlieb Schüppach ein, erlag aber 1867 der gleichen Krankheit. Ferdinand, als Ältester, musste sich mit zwölf Jahren nicht nur um seine sieben Geschwister, sondern auch um seinen alkoholkranken Stiefvater kümmern.
Er begann 1868 eine Lehre als Ansichtskartenmaler und lernte später bei dem Dekorations- und Vedutenmaler Ferdinand Sommer-Collier in Thun. Im Laufe der Jahre starben alle seine Geschwister an der damals weit verbreiteten Schwindsucht und Hodler zog nach Genf, malte Firmenschilder und kopierte Bilder und fiel schließlich dem Landschaftsmaler Barthelemy Menn auf, der ihn als Schüler aufnahm.
Menn sorgte für seine Aufnahme an der Berner Kunstschule, die er bis 1876 besuchte und machte ihn mit die alten Meister Rembrandt, Rubens, Holbein und die großen Künstler seiner Zeit wie Ingres, Corot und Courbet vertraut. 1878/79, unternahm er eine Studienreise nach Spanien und widmete sich daraufhin verstärkt der Freilichtmalerei.
1881 arbeitete er mit anderen Menn-Schülern in der Werkstatt des Historienmalers Edouard Castres, begann sich aber von seinen künstlerischen Vorbildern zu lösen und einen eigenen, „Parallelismus“ genannten Stil zu entwickeln, bei dem die in seiner Kindheit ständige Konfrontation mit Krankheit und Tod sein Schaffen stark beeinflusste.
Ab 1874 nahm Hodler an verschiedenen Ausstellungen und Kunstwettbewerben teil und wurde mit zahlreichen Auszeichnungen bedacht. Seine erste Einzelausstellung hatte er im Dezember 1885 in Genf, die zweite 1887 im Kunstmuseum seiner Heimatstadt Bern. 1884 begegnet er Auguste Dupin, die ihm Modell steht und 1887 den gemeinsamen Sohn Hektor zur Welt bringt, heiratet aber zwei Jahre später Bertha Stucki.
Mit seinen Gemälden, die sich mit Schlaf, Sexualität und Tod auseinandersetzen und teils als sittenwidrig bezeichnet werden, erregt der Maler großes Aufsehen, hat aber großen Erfolg. Ausstellungen und Ehrungen in Paris, München und Venedig folgen, aber auch Kritik und Streitigkeiten.
1894, von seiner ersten Frau schon lange geschieden, heiratet der umstrittene Maler Berthe Jacques. Auch diese Ehe bleibt kinderlos. Hodler, der am Gewerbemuseum in Freiburg Malen und Zeichnen unterrichtet, erhält 1900 auf der Weltausstellung in Paris eine Goldmedaille und wird zu einem der führenden Maler Europas. Er tritt der Wiener und Berliner und 1904 auch der Münchener Sezession bei und seine wirtschaftliche Lage stabilisiert sich.
Er begegnet 1908 Valentine Godé-Darel, die seine Geliebte wird, aber kurz nach der Geburt der gemeinsamen Tochter Paulette an Krebs erkrankt und 1915 stirbt. Paulette wird von Hodler adoptiert und von dessen Ehefrau Berthe aufgezogen.
Erst spät wendet sich der Maler von seinen teils beklemmenden, in dunklen Tönen gehaltenen Bildern ab und einfachen, expressionistisch anmutenden Landschaftsdarstellungen zu. Ihm wird 1913 die Ehrendoktorwürde der Universität Basel verliehen und 1916 erhielt er eine Professur an der Ecole des Beaux-Arts in Genf, wo er am 19. Mai 1918 stirbt.
So wirkt es an Ihrer Wand
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Qualität & Herstellung



Das Bild wird individuell für Sie auf eine echte Leinwand gedruckt und in Handarbeit auf einen Echtholz-Galeriekeilrahmen aufgespannt. Die Produktion erfolgt in Deutschland. Mehr über die Qualität unserer Kunstdrucke erfahren Sie hier.
Der Bildausschnitt kann je nach gewählter Bildgröße und Bildformat leicht vom gezeigten Beispiel abweichen. Da jedes Bild individuell in Ihrem Wunschformat produziert wird, ist ein Umtausch wegen Nichtgefallen nicht möglich.
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