Blick in die Unendlichkeit
Über das Werk
Ferdinand Hodlers „Blick in die Unendlichkeit" zeigt fünf weibliche Figuren in fließenden blauen Gewändern, die sich an den Händen halten und eine rhythmische Komposition bilden. Die kraftvolle Farbgebung und die harmonische Anordnung der Gestalten verleihen dem Werk eine meditative Ruhe und zeitlose Würde. Dieser Kunstdruck bringt die symbolistische Bildsprache Hodlers eindrucksvoll zur Geltung.
Rhythmus und Harmonie in Blau
Das Gemälde wird von den leuchtenden Blautönen der Gewänder dominiert, die in verschiedenen Nuancen von hellem Azur bis zu tiefem Ultramarin schimmern. Die fünf Frauen stehen in gleichmäßigen Abständen nebeneinander, ihre Körperhaltungen variieren leicht und schaffen so einen sanften Rhythmus über die gesamte Bildfläche. Der helle, pastellfarbene Hintergrund in zartem Rosa und Beige bildet einen ruhigen Kontrast zu den intensiven Blautönen. Der Boden zeigt wellenförmige Strukturen, die Bewegung und Weite suggerieren. Die Komposition folgt Hodlers Prinzip der Parallelität, bei dem sich ähnliche Formen wiederholen und dadurch eine besondere Harmonie entsteht.
Als Leinwandbild wirkt „Blick in die Unendlichkeit" besonders gut in Räumen, die eine ruhige, konzentrierte Atmosphäre begünstigen. Im Wohnzimmer harmoniert das Werk schön mit hellen Wandfarben in Weiß, Beige oder zartem Grau. Auch im Schlafzimmer entfaltet die beruhigende Farbgebung ihre Wirkung. Die klare Komposition passt sowohl zu modernem als auch zu klassischem Interieur, wobei die leuchtenden Blautöne interessante Akzente zu natürlichen Materialien wie Holz oder Leinen setzen.
Ferdinand Hodler gehört zu den bedeutendsten Vertretern des Symbolismus und der Kunst um 1900. Der Schweizer Maler entwickelte einen charakteristischen Stil, der geometrische Klarheit mit symbolischer Aussagekraft verbindet. Seine Werke zeichnen sich durch rhythmische Kompositionen und eine reduzierte Formensprache aus, die zeitlose Themen wie Natur, Leben und Unendlichkeit behandeln.
Das Werk liegt als Kunstdruck im Querformat vor. Jedes Leinwandbild wird in Deutschland individuell in Ihrer Wunschgröße gefertigt, wobei der Bildausschnitt je nach gewähltem Format leicht variieren kann.
Über Ferdinand Hodler
Sein Vater starb als er gerade fünf Jahre alt war an Tuberkulose. Die Mutter ging eine zweiter Ehe mit dem Dekorationsmaler Gottlieb Schüppach ein, erlag aber 1867 der gleichen Krankheit. Ferdinand, als Ältester, musste sich mit zwölf Jahren nicht nur um seine sieben Geschwister, sondern auch um seinen alkoholkranken Stiefvater kümmern.
Er begann 1868 eine Lehre als Ansichtskartenmaler und lernte später bei dem Dekorations- und Vedutenmaler Ferdinand Sommer-Collier in Thun. Im Laufe der Jahre starben alle seine Geschwister an der damals weit verbreiteten Schwindsucht und Hodler zog nach Genf, malte Firmenschilder und kopierte Bilder und fiel schließlich dem Landschaftsmaler Barthelemy Menn auf, der ihn als Schüler aufnahm.
Menn sorgte für seine Aufnahme an der Berner Kunstschule, die er bis 1876 besuchte und machte ihn mit die alten Meister Rembrandt, Rubens, Holbein und die großen Künstler seiner Zeit wie Ingres, Corot und Courbet vertraut. 1878/79, unternahm er eine Studienreise nach Spanien und widmete sich daraufhin verstärkt der Freilichtmalerei.
1881 arbeitete er mit anderen Menn-Schülern in der Werkstatt des Historienmalers Edouard Castres, begann sich aber von seinen künstlerischen Vorbildern zu lösen und einen eigenen, „Parallelismus“ genannten Stil zu entwickeln, bei dem die in seiner Kindheit ständige Konfrontation mit Krankheit und Tod sein Schaffen stark beeinflusste.
Ab 1874 nahm Hodler an verschiedenen Ausstellungen und Kunstwettbewerben teil und wurde mit zahlreichen Auszeichnungen bedacht. Seine erste Einzelausstellung hatte er im Dezember 1885 in Genf, die zweite 1887 im Kunstmuseum seiner Heimatstadt Bern. 1884 begegnet er Auguste Dupin, die ihm Modell steht und 1887 den gemeinsamen Sohn Hektor zur Welt bringt, heiratet aber zwei Jahre später Bertha Stucki.
Mit seinen Gemälden, die sich mit Schlaf, Sexualität und Tod auseinandersetzen und teils als sittenwidrig bezeichnet werden, erregt der Maler großes Aufsehen, hat aber großen Erfolg. Ausstellungen und Ehrungen in Paris, München und Venedig folgen, aber auch Kritik und Streitigkeiten.
1894, von seiner ersten Frau schon lange geschieden, heiratet der umstrittene Maler Berthe Jacques. Auch diese Ehe bleibt kinderlos. Hodler, der am Gewerbemuseum in Freiburg Malen und Zeichnen unterrichtet, erhält 1900 auf der Weltausstellung in Paris eine Goldmedaille und wird zu einem der führenden Maler Europas. Er tritt der Wiener und Berliner und 1904 auch der Münchener Sezession bei und seine wirtschaftliche Lage stabilisiert sich.
Er begegnet 1908 Valentine Godé-Darel, die seine Geliebte wird, aber kurz nach der Geburt der gemeinsamen Tochter Paulette an Krebs erkrankt und 1915 stirbt. Paulette wird von Hodler adoptiert und von dessen Ehefrau Berthe aufgezogen.
Erst spät wendet sich der Maler von seinen teils beklemmenden, in dunklen Tönen gehaltenen Bildern ab und einfachen, expressionistisch anmutenden Landschaftsdarstellungen zu. Ihm wird 1913 die Ehrendoktorwürde der Universität Basel verliehen und 1916 erhielt er eine Professur an der Ecole des Beaux-Arts in Genf, wo er am 19. Mai 1918 stirbt.
So wirkt es an Ihrer Wand
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Qualität & Herstellung



Das Bild wird individuell für Sie auf eine echte Leinwand gedruckt und in Handarbeit auf einen Echtholz-Galeriekeilrahmen aufgespannt. Die Produktion erfolgt in Deutschland. Mehr über die Qualität unserer Kunstdrucke erfahren Sie hier.
Der Bildausschnitt kann je nach gewählter Bildgröße und Bildformat leicht vom gezeigten Beispiel abweichen. Da jedes Bild individuell in Ihrem Wunschformat produziert wird, ist ein Umtausch wegen Nichtgefallen nicht möglich.
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