Stadttor in Fes
Über das Werk
„Stadttor in Fes" von Frank Buchser fängt eine lebendige Alltagsszene im marokkanischen Fes ein: Unter dem mächtigen Torbogen bewegen sich Menschen in hellen Gewändern, während das nordafrikanische Licht die Architektur in warme Töne taucht. Das Gemälde verbindet die Faszination des Orients mit der malerischen Beobachtungsgabe eines Schweizer Künstlers des 19. Jahrhunderts.
Orientalisches Stadtleben im Licht Nordafrikas
Das Bild zeigt den Durchgang eines monumentalen Stadttors, dessen dunkler Bogen einen starken Kontrast zu den hellen, sonnendurchfluteten Mauern bildet. Im Vordergrund sind Figuren in unterschiedlicher Kleidung zu erkennen – von weißen, fließenden Gewändern bis zu farbigen Stoffen in Rot und dunklen Tönen. Links deutet sich ein Marktstand an, rechts führt der Blick durch das Tor in den dahinterliegenden Stadtraum. Die Farbpalette aus Beige, Ocker und gebrochenem Weiß wird durch gezielte Akzente in Rot und Blau belebt. Buchsers lockerer, skizzenhafter Pinselstrich verleiht der Szene Unmittelbarkeit und Atmosphäre.
Dieser Kunstdruck wirkt besonders gut in Räumen mit Bezug zu Reisen, Kultur oder Geschichte – etwa im Wohnzimmer über einem Sideboard, im Flur als Blickfang oder im Arbeitszimmer. Die warmen Erdtöne harmonieren schön mit hellen Wandfarben in Creme oder Sandbeige sowie mit natürlichen Materialien wie Holz und Leinen. Auch zu modernen Einrichtungen mit klaren Linien setzt das Leinwandbild einen reizvollen historischen Kontrapunkt.
Frank Buchser gehörte zu den bedeutenden Schweizer Malern des 19. Jahrhunderts und unternahm ausgedehnte Reisen nach Nordafrika, Spanien und Amerika. Seine Orientbilder zeugen von einem ethnografischen Interesse und einem offenen Blick auf fremde Kulturen, fernab romantischer Verklärung. Buchser arbeitete mit schnellem Duktus und bevorzugte das Festhalten authentischer Alltagsmomente.
„Stadttor in Fes" ist im Hochformat angelegt. Ihr Leinwandbild wird individuell in der von Ihnen gewählten Größe gefertigt, wobei der Bildausschnitt je nach Format leicht variieren kann, um die bestmögliche Wirkung zu erzielen.
Über Frank Buchser
Auf Wunsch der Eltern absolvierte er eine Lehre als Orgel- und Klavierbauer in Solothurn und Bern. Dort nahm er bei dem Berner Künstler Heinrich von Arx Zeichenunterricht. Als Neunzehnjähriger beschloss er auf einer Reise, die ihn über Paris nach Florenz und Rom führte, Maler zu werden.
In Rom diente er in der päpstlichen Schweizergarde und konnte dadurch in der Accademia di S. Luca Malerei studieren. 1848 schloss er sich kurze Zeit der Revolutionsarmee Garibaldis an. Ab 1849 studierte er ein Jahr in Paris und zwei Jahre in Antwerpen. Von 1852 bis 1853 zog er durch Spanien, wo er mit seinen Bildern als Maler und Zeichner schon früh Beachtung fand.
Auch in den folgenden Jahren zog es den Künstler in die Ferne. Nach einem Aufenthalt in Marokko, dessen Höhepunkt 1858 ein Ritt in die Königsstadt Fes war, hielt er sich mehrmals in England auf, wo er 1862 an der Weltausstellung in London als Kommisär der Schweizer Kunstabteilung beschäftigt war.
In Amerika, das er von 1866 bis 1871 bereiste, porträtierte er u.a. den kalifornischen Ländereibesitzer Johann August Suttner der Schweizer Herkunft war und erregten mit seinen sozialkritischen Gemälde von Menschen mit dunkler Hautfarbe in New York und Washington gesellschaftliches Aufsehen.
Frank Buchser hielt sich aber auch regelmäßig in der Schweiz auf, wo er sowohl künstlerische als auch politische Interessen verfolgte. So war er kurzzeitig Gemeindepräsident, auch Ammann genannt, seines Geburtsortes Feldbrunnen und gründete 1865 gemeinsam mit Rudolf Koller und Ernst Stückelberg die „Gesellschaft Schweizerischer Maler, Bildhauer und Architekten“.
Er setzte sich für eine Reform des Ausstellungswesens ein, initiierte einen nationalen Kunstkredit und war Wegbereiter des Bundesbeschlusses von 1887 zur Förderung und Hebung der schweizerischen Kunst. Der Maler war Freimaurer und zählte gegen Ende seines Lebens zu den Mitgliedern der Eidgenössischen Kunstkommission.
Das Lebenswerk Buchsers umfasst allein über 1000 Ölbilder, unzählige Skizzen, Zeichnungen und Aquarelle. Seine eigenwillige, mit großzügigen Strichen angefertigten Arbeiten zeichnen sich auch durch seinen ausgeprägten Sinn für Lichtführung und seine Farbkompositionen aus. Auch sein Studienmaterial, das er auf seinen vielen ausgiebigen Reisen gesammelt hat, ist bemerkenswert und in Schweizer Museen zu besichtigen.
Als er älter wurde und seine Abenteuerlust nachließ, hielt er sich vorwiegend in der Schweiz, im heimischen Feldbrunnen auf wo er ab 1884 den jungen Cuno Peter Amiet unterrichtete. Dort starb der Maler Frank Buchser im Alter von zweiundsechzig Jahren am 22. November 1890.
So wirkt es an Ihrer Wand
Beispieldarstellung: Wählen Sie oben ein Format, um die Größe in der Vorschau zu sehen. Format und Größe hängen von Ihrer Auswahl ab.
Qualität & Herstellung



Das Bild wird individuell für Sie auf eine echte Leinwand gedruckt und in Handarbeit auf einen Echtholz-Galeriekeilrahmen aufgespannt. Die Produktion erfolgt in Deutschland. Mehr über die Qualität unserer Kunstdrucke erfahren Sie hier.
Der Bildausschnitt kann je nach gewählter Bildgröße und Bildformat leicht vom gezeigten Beispiel abweichen. Da jedes Bild individuell in Ihrem Wunschformat produziert wird, ist ein Umtausch wegen Nichtgefallen nicht möglich.
Unsere Empfehlung – Zusatzschutz: Auf Wunsch versiegeln wir Ihr Bild von Hand mit der Art-Finish Schutzveredelung – besonders widerstandsfähig gegen Kratzer, mit seidenmattem Glanz.