Daphnephoria
Über das Werk
„Daphnephoria" von Frederic Leighton zeigt eine feierliche Prozession im antiken Griechenland, bei der eine große Menschenmenge in hellen, fließenden Gewändern durch einen Hain schreitet. Die Komposition entfaltet sich horizontal über die gesamte Bildbreite und fängt die Würde eines kultischen Rituals ein. Das Werk verbindet klassische Formensprache mit einer atmosphärischen Lichtstimmung, die dem Geschehen eine zeitlose Ruhe verleiht.
Eine antike Zeremonie in warmem Licht
Das Gemälde präsentiert eine vielschichtige Szenerie: Im Zentrum bewegt sich eine Gruppe junger Männer und Frauen, deren cremefarbene und hellgraue Gewänder im warmen Sonnenlicht leuchten. Die Figuren sind in unterschiedlichen Haltungen dargestellt – einige erheben Zweige, andere tragen zeremonielle Gegenstände. Der dunkle Baumhain im Hintergrund bildet einen wirkungsvollen Kontrast zu den hellen Stoffen und gibt der Szene Tiefe. Die Farbpalette aus Beige, Ockertönen und warmem Grau wird durch vereinzelte Akzente in Rot und Gold belebt. Das seitlich einfallende Licht modelliert die Figuren plastisch und erzeugt eine besondere räumliche Wirkung.
Als Leinwandbild wirkt „Daphnephoria" besonders gut in repräsentativen Räumen wie einem Wohnzimmer oder Arbeitszimmer, wo die horizontale Komposition zur Geltung kommt. Die warmen, neutralen Farben fügen sich harmonisch zu hellen Wandtönen in Creme, Beige oder hellem Grau. Auch zu klassischen Einrichtungsstilen mit Holzmöbeln oder zu einer zurückhaltenden, modernen Ästhetik passt das Werk sehr schön. In einem Flur oder über einem Sideboard kann es einen ruhigen, stilvollen Akzent setzen.
Frederic Leighton zählt zu den bedeutendsten Vertretern der viktorianischen Malerei und war ein führender Künstler der klassizistischen Bewegung im England des 19. Jahrhunderts. Seine Werke zeichnen sich durch sorgfältige Komposition, historische Themen und eine akademische Maltechnik aus. Als Präsident der Royal Academy prägte er nachhaltig die englische Kunstszene seiner Zeit.
Dieser Kunstdruck wird im Querformat gefertigt. Jede Leinwand entsteht individuell nach Ihrer Wahl – der Bildausschnitt kann je nach gewähltem Format leicht variieren, um die optimale Wirkung zu erzielen.
Über Frederic Leighton
Bereits im Alter von elf Jahren begann er mit seinen Kunststudien. Erst in London, dann in Rom unter der Anleitung des Tenors Francesco Meli. Nach dem Besuch der Akademien in Dresden und Berlin studierte der Vierzehnjährige von 1844 bis 1843 in Florenz bei Giuseppe Bezzuoli, Segnolini und Zannoni.
1846 siedelte er nach Frankfurt am Main um dort zwei Jahre bei Jakob Becker, Professor für Landschaftsmalerei und dem Maler Eduard Jakob von Steinle am Städelschen Kunstinstitut zu lernen.
Zurück in London, wurde sein erstes, unter dem Einfluss der italienischen Renaissance und der Nazarener geschaffenes historisches Gemälde mit lebensgroßen Figuren, das er 1855 bei einer Ausstellung an der Royal Akademie vorstellte, mit begeisterten Kritiken empfangen. Dieser durchschlagenden Erfolg begründete den Anfang seiner glänzenden Karriere.
Nach einem Aufenthalt in Paris, wo er mit Arnold Scheffer und Nicolas Robert-Fleury zusammentraf, fuhr er wieder nach Rom um innerhalb weniger Monate Porträts von der späteren Muse von Anselm Feuerbach, dem schönen Modell Anna Risi, anzufertigen, die ebenfalls einen Platz in der Royal Akademie fanden.
1859 zog Leighton gänzlich nach London, lernte den Künstler Albert Joseph Moore kennen und ließ sich von dessen Malstil, dem akademischen Ästhetizismus, beeindrucken und beschäftigte sich mit den Arbeiten der Präraffaeliten Dante Gabriel Rosette, William Holman Hunt und John Everett Millais.
Mit großformatigen Gemälden, die Themen aus der griechischen Mythologie, biblische und historische Gestalten und Ereignisse darstellten, begann sein Aufstieg an die Spitze des englischen Akademismus. Besonders seine reizvollen Frauengestalten von renaissancehafter Schönheit und seine elegante Figuren in eindringlicher Eleganz fanden beim Publikum große Wertschätzung .
1869 wurde er zum Mitglied der Royal Akademie und neun Jahre später sogar dessen Präsidenten ernannt, der seine Pflichten, sich um die sozialen und sonstigen Probleme der Künstler zu kümmern, sehr ernst nahm.
Leighton erhielt mehrere Ehrendoktorwürden von ausländischen Universitäten und auch viele Auszeichnungen, wie den Pour le Mérite und den Leopoldsorden. Er gehörte dem erlesenen Garrick Club in London an und stellte am Glasgow Institute of Fine Arts und in der Grosvenor Gallery aus.
In seinem Privatleben war der Künstler stets auf Diskretion bedacht.. Er hat nie geheiratet und für die Gerüchte, er wäre homosexuell gewesen, oder er hätte ein uneheliches Kind mit einem Modell gehabt, gab es keine Beweise.
Der sprachbegabte Maler, er konnte sich auf deutsch, französisch und italienisch verständigen, war oft unterwegs. Auf Reisen nach Italien und Spanien folgten Reisen in den vorderen Orient, 1868 nach Ägypten und 1873 nach Damaskus.
Die Königin Victoria von England erhob ihn 1878 als Knight Bachelor in den Ritterstand und im Januar 1896 zum Baron Leighton of Stretton. Die letzte Ehrbezeugung konnte Leighton, der zu der Zeit krank war und schon länger an Angina litt, aber nur kurz genießen, da er am 25. Januar 1896 in London einen Herzinfarkt erlitt und daran verstarb. Nachdem er in der Royal Akademie aufgebahrt wurde, fand er seine letzte Ruhestätte in der Kathedrale von St. Paul.
So wirkt es an Ihrer Wand
Beispieldarstellung: Wählen Sie oben ein Format, um die Größe in der Vorschau zu sehen. Format und Größe hängen von Ihrer Auswahl ab.
Qualität & Herstellung



Das Bild wird individuell für Sie auf eine echte Leinwand gedruckt und in Handarbeit auf einen Echtholz-Galeriekeilrahmen aufgespannt. Die Produktion erfolgt in Deutschland. Mehr über die Qualität unserer Kunstdrucke erfahren Sie hier.
Der Bildausschnitt kann je nach gewählter Bildgröße und Bildformat leicht vom gezeigten Beispiel abweichen. Da jedes Bild individuell in Ihrem Wunschformat produziert wird, ist ein Umtausch wegen Nichtgefallen nicht möglich.
Unsere Empfehlung – Zusatzschutz: Auf Wunsch versiegeln wir Ihr Bild von Hand mit der Art-Finish Schutzveredelung – besonders widerstandsfähig gegen Kratzer, mit seidenmattem Glanz.