Sitzender Soldat
Über das Werk
"Sitzender Soldat" von Helmut Kolle zeigt eine männliche Figur in leuchtend roter Militäruniform mit blau-rotem Kopfschmuck, die in ruhiger Haltung auf einem Stuhl sitzt. Die expressive Malweise und die kraftvolle Farbgebung verleihen dem Werk eine besondere Präsenz. Als Leinwandbild bringt diese Arbeit die charakteristische Bildsprache der klassischen Moderne in Ihre Räume.
Expressive Figurendarstellung in kräftigen Kontrasten
Das Gemälde wird von der leuchtend roten Uniform dominiert, die durch dunkelblaue Applikationen an Schultern und Kopfbedeckung akzentuiert wird. Der olivgrün-beige Hintergrund bildet einen gedämpften Kontrast zur farbintensiven Figur. Kolle arbeitet mit vereinfachten Formen und klaren Konturen – Gesichtszüge und Hände sind flächig angelegt, die Körperhaltung wirkt konzentriert und nach innen gekehrt. Die pastose Farbauftragung und die bewusst reduzierte Formgebung sind typisch für die expressionistische Figurenmalerei der 1920er Jahre.
Der Kunstdruck "Sitzender Soldat" wirkt besonders gut in Räumen mit neutralen Wandfarben – Weiß, Grau oder Beige lassen die kräftigen Rot- und Blautöne zur Geltung kommen. In modernen Wohnzimmern oder einem klassisch eingerichteten Arbeitszimmer setzt das Werk einen kunsthistorisch bedeutsamen Akzent. Auch in Fluren mit ausreichend Tageslicht entfaltet die expressive Farbgebung ihre Wirkung. Das Hochformat eignet sich für schmale Wandflächen zwischen Fenstern oder neben Türdurchgängen.
Helmut Kolle gehörte zur Generation deutscher Expressionisten, die in den 1920er Jahren zwischen München, Berlin und Paris aktiv waren. Seine Figurenmalerei zeichnet sich durch eine expressive Farbgebung und eine reduzierte, flächige Formsprache aus. Kolle bewegte sich im Umfeld der Neuen Sachlichkeit und des späten Expressionismus, seine Arbeiten verbinden emotionale Ausdruckskraft mit einer klaren bildnerischen Struktur.
Dieses Werk liegt im Hochformat vor und wird für Sie in Ihrer Wunschgröße individuell auf echte Künstler-Leinwand gefertigt. Je nach gewähltem Format kann der sichtbare Bildausschnitt leicht variieren, um die optimale Bildwirkung zu gewährleisten.
Über Helmut Kolle
Als Einjähriger erkrankt er an einer schweren Lungen- und Blinddarmentzündung, dessen Folgen ihn ein Leben lang beeinträchtigen sollten. Er entdeckte schon früh seine Liebe zu Bildern und erhielt als Kind privaten Malunterricht, später bildete er sich selbst als Autodidakt weiter.
In Frankfurt lernte er auch den 25 Jahre älteren homosexuellen Wilhelm Uhde kennen, der sein Mentor, Förderer und Lebensgefährte wurde und mit dem er bis zu seinem viel zu frühen Tod eine eheähnliche Beziehung führte.
Von 1919 bis 1920 arbeitete er mit seinem Partner, mit dem er auf Burg Lauenstein im Frankenwald zusammenlebte, an dessen Zeitschrift „Die Freude“ mit und veröffentlichte seine ersten literarischen Versuche in Gedichtform.
Uhde nahm Einfluss auf seinen künstlerischen Stil und seine ästhetischen Ansichten und Kolle freundete sich mit der Ölmalerei an. 1922 zog das Paar nach Berlin und bereits 1924 hatte er seine erste Einzelausstellung in Dresden im Kunstsalon Richter.
Mit seinem Mentor zog er noch im gleichen Jahr nach Paris, wo Kolle in den Museen die französichen Klassiker studiert und Uhde auch die Malerei einer ehemaligen Putzfrau Séraphine Lois förderte.
Bereits 1926 konnte er durch Uhdes Einfluss und seine Bemühungen in renommierten Galerien ausstellen. In der Galerie Bing fanden vor allem seine dandyhaften Selbstporträts, dessen Intensität durch seine Krankheit und Leiden eine anrührende Ausstrahlung besaßen, ästhetisch bewusste Sammler und Käufer.
Bevor er mit Uhde 1928 , zu diesem Zeitpunkt schon schwer krank, nach Chantilly zog, lernte er Henri Rousseau, Georges Braque und Pablo Picasso kennen, letzterer bescheinigte seinen Bildern eine große Vitalität und Lebenskraft.
Helmut Kolle, der sich als einer der wenigen deutschen Maler auf dem französischen Kunstmarkt durchsetzen konnte starb am 17.November 1931 in Chantilly bei Paris. Sein Freund und Gefährte richtete ein Jahr später eine Erinnerungsausstellung in der Galerie Bonjean ein. In Deutschland hatte er einen eher geringen Bekanntheitsgrad und ein Großteil seiner Werke sind in privatem Besitz.
So wirkt es an Ihrer Wand
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Qualität & Herstellung



Das Bild wird individuell für Sie auf eine echte Leinwand gedruckt und in Handarbeit auf einen Echtholz-Galeriekeilrahmen aufgespannt. Die Produktion erfolgt in Deutschland. Mehr über die Qualität unserer Kunstdrucke erfahren Sie hier.
Der Bildausschnitt kann je nach gewählter Bildgröße und Bildformat leicht vom gezeigten Beispiel abweichen. Da jedes Bild individuell in Ihrem Wunschformat produziert wird, ist ein Umtausch wegen Nichtgefallen nicht möglich.
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