Richard Wagner
Über das Werk
Das Profilporträt "Richard Wagner" von Karl Wilhelm Diefenbach zeigt den Komponisten in seiner Reife: im klassischen Seitenprofil, mit der charakteristischen voluminösen Haarpracht und in würdevoller Haltung. Die Darstellung verbindet realistische Präzision mit einer zurückhaltenden Eleganz, die Wagners Bedeutung als Künstlerpersönlichkeit unterstreicht. Dieser Kunstdruck bringt ein Stück Kulturgeschichte in zeitloser Form an Ihre Wand.
Profilansicht in klassischer Tradition
Diefenbach wählte für sein Porträt die Profilansicht von links, eine Komposition, die seit der Renaissance Würde und Bedeutung vermittelt. Der warmtonige, ockerfarbene Hintergrund hebt sich klar vom schwarzen Anzug und dem leuchtend weißen Haar Wagners ab. Die Frisur mit ihrer betonten Fülle und den nach hinten gekämmten Wellen dominiert die obere Bildhälfte und verleiht dem Porträt seine besondere Präsenz. Das Spiel zwischen den dunklen Texturen des Anzugs und der hellen Krawatte schafft einen ruhigen Kontrast, während die feine Modellierung der Gesichtszüge Richard Wagner als gereiften Mann zeigt.
Als Leinwandbild wirkt dieses Porträt besonders gut in Räumen mit klassischem oder bildungsbürgerlichem Ambiente – etwa in einem Arbeitszimmer, einer Bibliothek oder einem Musikzimmer. Die gedeckten Farbtöne harmonieren schön mit warmen Wandfarben in Beige, Grau oder gedämpftem Grün. Auch in einem Wohnzimmer mit dunklen Holzmöbeln findet das Werk einen würdigen Platz und setzt einen kulturhistorischen Akzent.
Karl Wilhelm Diefenbach gehörte zu den außergewöhnlichen Künstlerpersönlichkeiten des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Neben seinen symbolistischen Gemälden schuf er realistische Porträts, die handwerkliches Können mit psychologischem Gespür verbanden. Seine Arbeiten bewegen sich zwischen akademischer Tradition und dem aufkommenden Reformgedanken seiner Zeit.
Dieses Hochformat wird in Deutschland individuell für Sie gefertigt. Je nach gewählter Größe kann der Bildausschnitt leicht variieren, sodass die Komposition optimal zur Leinwand passt.
Über Karl Wilhelm Diefenbach
Er besuchte das herzoglich Gymnasium, an dem sein Vater die Stelle eines Zeichenlehrers innehatte, bis zur Obersekunda. Schon mit 13/14 Jahren nahm er an dessen Privatzeichenunterricht teil und ging ihm zur Hand , er vertrat ihn auch bei Krankheit.
Das Angebot der Schule, den Platz des Vaters, nach dessen Schlaganfall ganz zu übernehmen, schlug er aus und nahm statt dessen eine gering bezahlte Stelle als Bauzeichner an und ging später bei einem Photografen in Frankfurt in die Lehre und unterstützte die Familie.
Sein Traum, Malerei zu studieren erfüllte sich erst als er neunzehn Jahre war und die ab 1872 die Münchener Kunstakademie besuchte und ihn die Arbeiten von Arnold Böcklin und Franz von Stuck sehr beeindruckten. Da er schon passable Erfahrung im Zeichnen und Malen besaß, fanden seine Bilder schon früh Beachtung und Anerkennung.
Aber schon 1873 musste er sein Studium unterbrechen , da er schwer an Typhus erkrankte. In Folgen mehrerer Operationen wurde sein rechter Arm verkrüppelt. Die Behandlung der Naturheilpraktiker Arnold Rikli und Eduard Baltzer mit einer vegetarischen Diät führten zu einer vollkommenen Änderung seiner Lebensweise.
Er wandte sich von vom Tabak- und Alkoholgenuss ab, stellte den Fleischverzehr ein und trat 1881 aus der Kirche aus. Als Mitglied einer freireligiösen Gemeinde verkündete er in Kutte und Sandalen seine Ideen von der Rückkehr zur Natur und Nacktheit, veganer Ernährung, Ablehnung von Monogamie und jedweder Religion.
Nicht zuletzt erregte er auch als Maler mit seinen monumentalen symbolischen Gemälden großes Aufsehen. Sein Ansehen als herausragender Porträtmaler mit seiner spezifische Technik der Silhouettenmalerei war so groß, dass er 1882 sogar Aufträge vom königlich-bayrischen Hofsekretariat erhielt. Auch zu seinen Ausstellungen 1889 und 1891 in München strömten die Besucher zuhauf.
Nach diversen Schwierigkeiten, auch mit der Polizei, zog sich Diefenbach, auch „Kohlrabi-Apostel“ genannt, 1885 in einen verlassenen Steinbruch zurück, wo er mit seiner „Familie“ und seinen Anhängern die Lebensgemeinschaft „Humanitas“, eine Art Öko-Kommune gründete, mit dem Ziel, die Menschheit wieder zu einem naturgemäßen Leben zurückzuführen.
In einem persönlichen Manifest von 1882 beschreibt er die „Grundübel“ seiner Zeit: „Fürstenhabgier, Priesterwahn und Medizinertreiben, die der Menschheit Menschlichkeit vernichtet und der Erde blühend Eden in ein Jammertal verwandelt.“
Auf Grund seines autoritären Wesens kam es zu Auseinandersetzungen mit Mitgliedern und den Behörden (es kam es zum ersten Nudisten-Prozess in Deutschland) und der Maler nahm die Einladung des Kunstverein nach Wien an und zog mit seinen Kindern von München in die österreichische Hauptstadt.
Die Ausstellung seinen Bilder 1892 in Wien hatte einen durchschlagenden Erfolg und wurde vom Publikum begeistert aufgenommen. Nach dem er aber durch die Leitung des Österreichischen Kunstvereins, der Geld und Bilder von ihm veruntreute, an den Rand seiner Existenz getrieben wurde, flüchtete er nach Ägypten und entwarf dort monumentale Tempelbauten.
Zurück in Wien gründete er in Ober-St.-Veit die umstrittenen Kommune „Himmelhof“ in der er seinen Freundeskreis versammelte , darunter zeitweise die Maler Frantisek Kupka, Konstantinos Parthenis und Gusto Gräser und der spätere Tierrechtler Magnus Schwantje. Unterstützt wurde er u.a. von der Pazifistin Bertha von Suttner und dem Publizisten Michael Georg Conrad.
Diefenbach legte für seine Anhänger und für sich leider verschiedene Maßstäbe an und verlangte vor allem von seinen weiblichen Mitbewohnern außerdem einen unbedingten Gehorsam, was seinen früheren Ansprüchen widersprach. Als die Kommune bankrott ging zog der Maler 1899 auf die von Künstlern und Bohemiens bevölkerte Insel Capri.
Dort lebte er bis zu seinem Tode, hatte Erfolg und Anerkennung und starb im Alter von zweiundsechzig Jahren am 15. Dezember 1913. Sein Nachlass war ein halbes Jahrhundert verschollen und der Künstler in Deutschland und Österreich in Vergessenheit geraten. Erst 1960 kümmerte sich sein Enkel Fridolin von Spaun um seine Hinterlassenschaft.
So wirkt es an Ihrer Wand
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Qualität & Herstellung



Das Bild wird individuell für Sie auf eine echte Leinwand gedruckt und in Handarbeit auf einen Echtholz-Galeriekeilrahmen aufgespannt. Die Produktion erfolgt in Deutschland. Mehr über die Qualität unserer Kunstdrucke erfahren Sie hier.
Der Bildausschnitt kann je nach gewählter Bildgröße und Bildformat leicht vom gezeigten Beispiel abweichen. Da jedes Bild individuell in Ihrem Wunschformat produziert wird, ist ein Umtausch wegen Nichtgefallen nicht möglich.
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