Bäume am Kanal
Über das Werk
„Bäume am Kanal" von Paul Baum zeigt eine sommerliche Uferlandschaft in pointillistischer Technik. Die hohen Bäume mit ihren hellen Stämmen säumen das stille Gewässer, während sich das Licht in unzähligen Farbtupfern über Wasser und Himmel verteilt. Die Komposition verbindet impressionistische Leichtigkeit mit der systematischen Farbsetzung des Neoimpressionismus.
Licht und Farbe am Wasser
Das Werk lebt von seiner besonderen Maltechnik: Kleine, nebeneinander gesetzte Farbpunkte in Gelb, Grün, Blau und Weiß erzeugen eine vibrierende Oberflächenwirkung. Die Baumgruppe am linken Bildrand bildet einen vertikalen Kontrast zur horizontalen Weite des Kanals, der sich nach rechts öffnet. Die hellen, schlanken Stämme – vermutlich Pappeln oder Birken – tragen dichte Kronen in Gelb- und Grüntönen. Der Himmel nimmt fast die Hälfte der Bildfläche ein und zeigt sich in pastelligen Blau- und Weißnuancen. Diese Division der Farbe lässt das Licht förmlich flimmern.
Als Leinwandbild wirkt „Bäume am Kanal" besonders gut in hellen, modern eingerichteten Räumen. Die freundliche Farbgebung passt schön zu weißen oder hellen Holztönen und bringt sommerliche Stimmung ins Wohnzimmer oder Esszimmer. Auch in Räumen mit skandinavischem oder minimalistischem Stil entfaltet der Kunstdruck seine ruhige Wirkung. Die horizontale Ausrichtung eignet sich für breitere Wandflächen über Sideboards oder Sofas.
Paul Baum gehörte zu den wenigen deutschen Malern, die den französischen Neoimpressionismus konsequent aufgriffen. Er bewegte sich im Umfeld der Moderne und entwickelte die pointillistische Technik zu einem eigenständigen, lyrischen Stil weiter. Seine Landschaften verbinden wissenschaftliche Farbtheorie mit poetischer Naturbeobachtung.
Dieses Querformat wird individuell für Sie auf echte Künstler-Leinwand gefertigt. Je nach gewählter Größe kann der sichtbare Bildausschnitt leicht variieren, wobei die charakteristische Komposition mit Baumgruppe und Wasserfläche stets erhalten bleibt.
Über Paul Baum
In dieser Zeit unternimmt der Student Reisen nach Mecklenburg, die Niederlande und Flandern, danach hält sich Paul Baum zeitweise in Allach bei München auf und freundet sich mit den Malern Max Arthur Stremel und Carl Bantzer aus der Künstlerkolonie Dachau an. Auf einer gemeinsamen Studienreise nach Paris sieht der Maler die Bilder der Impressionisten Monet, Pissarro und Sisley, verlässt Dachau und lässt sich im belgischen Knokke nieder.
Dort macht er 1894 die Bekanntschaft mit dem pointillistischen Maler Théo von Rysselberghe und lernt Camille Pissarro persönlich kennen. Noch im selben Jahr geht Baum nach Dresden, wird Mitglied der Dresdner Sezession, um sich ein Jahr später im südniederländischen Sint Anna ter Muiden bei Suis anzusiedeln. Er bleibt dort bis 1908 wohnen, unternimmt aber zahlreiche Reisen durch ganz Europa, so Südfrankreich, Italien und die Türkei.
Nach einem längeren Aufenthalt in Berlin, Florenz und San Gimignano wird Baum Mitglied der Neuen Künstlervereinigung München und der Berliner Sezession und erhält den Villa Romana-Preis, verbunden mit einem einjährigen Aufenthalt in der italienischen Metropole. Nach Beginn des Ersten Weltkrieges zunächst wieder nach Dresden und wird zum Professor der dortigen Akademie ernannt.
Seine Arbeiten waren stark von der Freilichtmalerei der Schule von Barbizon und den Impressionisten beeinflusst. Seine Landschaftsbilder mit Darstellungen der Polderlandschaften der Niederlande und Flandern, punktförmig und akribisch in hellen Farben gemalt, sind charakteristisch für den Künstler des Neoimpressionismus.
Bevor er seinem Freund Carl Bantzer, der 1918 eine Professur an der Kasseler Kunstakademie erhielt, nachfolgte, hielt er sich vorübergehend in der Willingshäuser Malerkolonie und in Neustadt bei Marburg auf. Baum wurde in Kassel Professor für Landschaftsmalerei und kaufte sich ein Haus in Marburg als ständigen Wohnsitz. Jedoch zieht es den Maler immer wieder nach San Gimignano in die Toscana.
1927 wird ihm die Ehrendoktorwürde der Philipps-Universität Marburg verliehen und 1929 wird er zum Ehrenmitglied des akademischen Senats der Kunsthochschule Dresdens ernannt. 1932 erkrankte er an einer Lungenentzündung und starb im Alter von 73 Jahren am 15. Mai in San Gimignano.
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Qualität & Herstellung



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