Selbstportrait mit Hut und Veilchen

Kunstdruck von Paula Modersohn Becker – auf echter Künstler-Leinwand, in Ihrem Wunschformat
An der Wand ansehen

Über das Werk

Das „Selbstportrait mit Hut und Veilchen“ von Paula Modersohn Becker zeigt die Künstlerin in einer ruhigen, fast meditativen Pose, den Blick direkt zum Betrachter gerichtet. Der Hut mit dem grünen Schleier und das zarte Veilchen am Ausschnitt verleihen dem Bild eine persönliche, fast vertrauliche Note. Die Farbgebung – warme Ockertöne, ein leuchtendes Türkis im Hintergrund und der rote Vorhang – erzeugt eine Atmosphäre, die zwischen Innerlichkeit und künstlerischer Selbstbehauptung schwebt.

Das Porträt als Raum für innere Stimmung

Das Bild zeichnet sich durch eine klare Komposition aus: Der Kopf der Künstlerin ist zentral positioniert, der Hintergrund durch vertikale Farbflächen gegliedert – links ein roter Vorhang, rechts ein türkisfarbener Wandbereich. Die Farben sind nicht naturalistisch, sondern expressiv gewählt: das Gesicht in warmen Gelb- und Ockertönen, der Hals und die Schultern in sanften Grau- und Beigetönen. Das Veilchen am Kragen ist kein bloßes Accessoire, sondern ein visueller Akzent, der die Aufmerksamkeit auf die Brustpartie lenkt und eine zarte, fast melancholische Stimmung erzeugt. Das Licht fällt frontal, ohne harte Schatten, was die Flächigkeit der Malerei betont und den expressiven Charakter unterstreicht.

Das Werk wirkt besonders gut in ruhigen Räumen wie Schlafzimmern oder gemütlichen Wohnbereichen, wo es als zentrales Element einer gedämpften Farbgestaltung dient. Es passt schön zu neutralen Wandfarben wie Cremeweiß, Taupe oder sanftem Grau und harmoniert mit Einrichtungsstilen, die Wert auf handwerkliche Qualität und ruhige Ästhetik legen – etwa Skandinavisch, Modern Classic oder minimalistisch geprägten Interieurs. Im Flur oder Büro kann es als ruhender Punkt dienen, der den Blick einfängt und zur Besinnung einlädt.

Paula Modersohn Becker zählt zu den bedeutendsten Vertreterinnen des frühen Expressionismus in Deutschland. Ihre Werke zeichnen sich durch eine unverwechselbare Farbgebung und eine intensive, oft introspektive Bildsprache aus. Sie war eine der ersten Künstlerinnen, die sich selbst als ernsthafte Malerin verstanden und ihre Werke mit einer klaren, persönlichen Handschrift signierten. Ihr Werk bleibt bis heute ein wichtiger Bezugspunkt für die Entwicklung der modernen Porträtmalerei.

Das „Selbstportrait mit Hut und Veilchen“ ist als hochformatiger Kunstdruck auf echter Künstler-Leinwand erhältlich. Jedes Bild wird individuell in Deutschland gefertigt – je nach gewähltem Format kann der Bildausschnitt leicht variieren, um die Komposition optimal zu präsentieren. So entsteht ein Leinwandbild, das nicht nur das Werk wiedergibt, sondern auch die handwerkliche Qualität und den persönlichen Charakter des Originals bewahrt.

Über Paula Modersohn Becker

Am 8. Februar 1876 wurde Paula Becker als drittes von sieben Kindern in Dresden geboren. In ihrer weltoffenen und toleranten Familie spielten die Literatur, die Musik und die bildenden Künste eine wichtige Rolle bei der Erziehung. Das einschneidenste Erlebnis ihrer Kindheit war ein Unglück, bei dem sie mit zwei Cousinen verschüttet wurde und ein Kind dabei erstickte. Eine Halbschwester des Vaters holte sie zu sich nach London, wo sie neben Haushaltsführung und Englisch auch in Zeichnen unterrichtet wurde. Sie kehrte nach einem halben Jahr nach Bremen zurück und begann auf Wunsch der Eltern eine Ausbildung zur Lehrerin. Nebenbei nahm sie privaten Unterricht bei dem Maler Bernhard Wiegand und begann ihre Geschwister und sich selbst zu porträtieren.

Nach erfolgreichem Abschluss ihres Lehrerseminars besucht sie in Berlin einen Zeichenkurs, da Frauen der Zutritt und das Studium an der Kunstakademie nicht erlaubt war. Sie bestreitet ihren sehr bescheidenen Lebensunterhalt mit Unterrichten und wird 1897 in die Malklasse von Jeanne Bauck aufgenommen. Sie orientiert sich an den klaren und linearen Strukturen und Formen der alten italienischen Meister wie da Vinci, Botticelli und Tizian und an Albrecht Dürer. Nachdem sie 1898 eine kleine Erbschaft gemacht hatte zog sie in eine Künstlerkolonie nach Worpswede, wo sie sich schon früher öfter in den Ferien aufhielt.

Wie viele der damals aufkommenden Künstlergemeinden standen ihre Bewohner der gängingen akademischen Ausbildung kritisch gegenüber und versuchten mit einer schlichten und einfachen Lebensweise ein natürliches Verhältnis zur Natur und seiner Bevölkerung herzustellen. Diese unverfälschte Einstellung schlägt sich auch in den damals entstandenen, fast naiven Bildern und Zeichnungen nieder. Mit dem Ehepaar Helene und Otto Modersohn , der Bildhauerin Carla Westhoff und dem Maler Heinrich Vogeler verband sie bald eine enge Freundschaft, obwohl sich Paula mit Kontakten zu anderen Menschen schwer tat. Sie war an den Entwürfen für einen Schokoladenproduzenten beteiligt und die sogenannten Stollwerkbilder sind heute noch ein Begriff.

Ihre anderen Bilder waren in der damaligen Zeit nicht so gefragt. Im Gegenteil. Die erste Ausstellung an der sie teilnahm erhielt eine niederschmetternde Kritik. Die Vereinfachung und Schlichtheit ihrer Farben und Formen stieß in dem Deutschland der Gründerzeit, das von der eher prunkvollen Salonmalerei dominiert wurde auf wenig Verständnis. Sie verließ Worpswede und brach 1900 wie so viele deutsche Künstler nach Frankreich auf, wo sie an der Academie Colarossi bei Collin, Girandot und Courtois studierte. Trotz ihrer sehr spartanischen Lebensweise und den damit verbundenen Entbehrungen mußte sie, nachdem das Erbe aufgebraucht war, nach Worpswede zurückkehren.

Ihr stark angeschlagenerer Gesundheitszustand und der Druck ihrer Eltern zwang sie die Sicherheit einer Ehe in Erwägung zu ziehen. Sie fand in dem inzwischen verwitweten Otto Modersohn einen sie liebenden und unterstütztenden Gatten, den sie 1901 heiratete, der ihre Malerei bewunderte und sie in ihrer Entwicklung förderte. So konnte sie unbeirrt und konsequent den ihr ganz eigenen großflächigen und farbig-expressiven Malstil weiterverfolgen, gegen das Unverständnis der Kunstkritiker und der Männerwelt, der sie zu einer wichtigen Wegbereiterin des deutschen Expressionismus werden ließ. Bei ihren mehrmaligen Aufenthalten in Paris und ausgiebigen Besuchen des Louvres hinterließen die Arbeiten von Cezanne und Gauguin starke Eindrücke und beeinflussten ihre Bilder nachhaltig.

1907 wurde sie Mutter und starb kurz nach der schwierigen Geburt ihrer Tochter Mathilde am 20. November an einer Embolie. Mit nur 31 Jahren endete das Schaffen einer unermüdlichen und vielverprechenden Künstlerin, deren Bilder erst lang nach ihrem Tode die Anerkennung erfuhren die sie verdienten.
Alle Werke von Paula Modersohn Becker →

So wirkt es an Ihrer Wand

Eleganter Wohnraum als Wohnbeispiel Wohnbeispiel: Selbstportrait mit Hut und Veilchen von Paula Modersohn Becker als Leinwandbild an der Wand
70 × 90 cm · Wandbreite ca. 4 m

Beispieldarstellung: Wählen Sie oben ein Format, um die Größe in der Vorschau zu sehen. Format und Größe hängen von Ihrer Auswahl ab.

Qualität & Herstellung

Echte Künstler-Leinwand mit feiner Leinenstruktur
Echte Künstler-Leinwand
Von Hand auf Echtholz-Keilrahmen montiert
Echtholz-Keilrahmen
Fertig gespanntes Leinwandbild, aufhängebereit
Fertig zum Aufhängen

Das Bild wird individuell für Sie auf eine echte Leinwand gedruckt und in Handarbeit auf einen Echtholz-Galeriekeilrahmen aufgespannt. Die Produktion erfolgt in Deutschland. Mehr über die Qualität unserer Kunstdrucke erfahren Sie hier.

Der Bildausschnitt kann je nach gewählter Bildgröße und Bildformat leicht vom gezeigten Beispiel abweichen. Da jedes Bild individuell in Ihrem Wunschformat produziert wird, ist ein Umtausch wegen Nichtgefallen nicht möglich.

Unsere Empfehlung – Zusatzschutz: Auf Wunsch versiegeln wir Ihr Bild von Hand mit der Art-Finish Schutzveredelung – besonders widerstandsfähig gegen Kratzer, mit seidenmattem Glanz.

Mehr von Paula Modersohn Becker

Alle Kunstdrucke von Paula Modersohn Becker ansehen

Aus der Epoche: Expressionismus Verwandte Werke anderer Meister entdecken
Bild einbinden (kostenlos für Blogs & Foren)

Sie können Selbstportrait mit Hut und Veilchen von Paula Modersohn Becker kostenlos auf Ihrer Homepage verwenden. Bitte geben Sie einen Link zu kunstdruckeaufleinwand.org als Quelle an.

Für Blogs und Webseiten diesen Text kopieren und einfügen:

Für Foren und Gästebücher diesen Text verwenden:

120 €
70 × 90 cm