Amaryllis
Über das Werk
Philipp Otto Runge zeigt in „Amaryllis" eine einzelne Blüte vor nahezu schwarzem Hintergrund. Die Blume neigt sich elegant nach unten, ihre rotbraunen Blütenblätter schwingen geschwungen über einer hellen Zwiebelvase. Die Darstellung verbindet botanische Genauigkeit mit der für die Frühromantik typischen Aufmerksamkeit für das Einzelne, Besondere in der Natur.
Eine Blütenstudie zwischen Beobachtung und Symbol
Die Amaryllis entfaltet sich in kräftigem Rotbraun mit sanften Schattierungen, die von korallenfarbenen bis zu dunkleren, erdigen Tönen reichen. Die Blütenblätter sind nach außen gebogen und bilden eine dynamische, beinahe tänzerische Form. Aus der rundlichen, beigefarbenen Zwiebelvase wachsen schmale grüne Blätter nach oben, während der Stängel die schwere Blüte trägt. Der dunkelbraune bis schwarze Hintergrund schafft einen starken Kontrast und lenkt den Blick konzentriert auf die Pflanze. Das Licht modelliert die Blütenblätter behutsam und lässt ihre Struktur plastisch hervortreten.
Dieser Kunstdruck wirkt besonders gut in Räumen, in denen Sie eine konzentrierte, kontemplative Atmosphäre schätzen. Im Schlafzimmer oder in einem Arbeitszimmer entfaltet die schlichte Eleganz der Darstellung ihre ruhige Präsenz. Zu hellen Wandfarben bildet der dunkle Hintergrund einen reizvollen Kontrast, während das Werk vor dunkleren Tönen durch die warme Farbigkeit der Blüte akzentuiert wird. Der klare, reduzierte Aufbau passt gut zu puristischen wie zu klassischen Einrichtungen.
Philipp Otto Runge gehört zu den bedeutenden Vertretern der deutschen Frühromantik. Er verband in seinem Schaffen künstlerische mit naturwissenschaftlichen Interessen und widmete sich intensiv der Symbolik von Pflanzen und Farben. Seine Blumenstudien zeugen von einem genauen Naturstudium und einem Gespür für die stille Poesie des Wachsens.
Das Leinwandbild ist im Hochformat angelegt und wird in Ihrem Wunschformat individuell in Deutschland gefertigt. Je nach gewählter Größe kann der Bildausschnitt leicht variieren, sodass die Komposition optimal zur Geltung kommt.
Über Philipp Otto Runge
Der kränkliche Junge besucht ab 1789 die Wolgaster Stadtschule und findet in seinem Lehrer Gotthard Ludwig Kosegarten einen geistigen Förderer, der auch sein künstlerisches Talent entdeckt. 1792 erkrankte Runge schwer an Lungentuberkulose, beginnt aber trotz seiner künstlerischen Ambitionen 1795 eine Kaufmannslehre in Hamburg.
Durch seinen älteren Bruder Daniel, der mit ihm in die Hansestadt gezogen war, lernt er dessen Freundeskreis kennen, zu dem auch der Dichter Matthias Claudius, der Kunstsammler Johannes Michael Speckter,der Verleger Justus Perthes sowie Friedrich Gottlieb Klopstock gehörten. Seinen ersten Zeichenunterricht bekam er 1797 von Heinrich Joachim Herterich und Gerdt Hardorff d.Ä. in Hamburg.
Ab 1799 studierte er an der königlichen Akademie in Kopenhagen bei Jens Juel und Nicolai Abildgaard, ab 1801 bei Anton Graff in Dresden, wo er Caspar David Friedrich und Johann Gottfried Quistorp kennenlernte, später in Weimar auch Johann Wolfgang von Goethe.Der Dichter Ludwig Tieck vermittelte ihm den Zugang zu der Mysik Jakob Böhmes und den Anschauungen Novalis.
Runge befasst sich vorwiegend mit der italienischen Renaissance und den holländischen Malern, der Durchbruch gelang ihm aber mit seinen von Johanna Schopenhauer so bewunderten Scherenschnitten und seinen Radierungen dazu. Seine Abneigung gegen den Klassizismus und Historismus ist in seinen Werken deutlich zu erkennen.
In Dresden begegnet Phillipp Otto Runge während seines Studiums der fünfzehnjährigen Pauline Susanna Bassenge, der Tochter eines Handschuhfabrikanten hugenottischer Abstammung. Ihr Vater ist strikt gegen eine Verbindung mit der Minderjährigen und stimmt einer Verlobung erst zwei Jahre später und einer Heirat erst 1804 zu. Am 3. April 1804 heirateten Philipp und Pauline.
Die Frischvermählten ziehen nach Hamburg, wo die Geburt des Sohnes Sigismund im April 1804, das erste von vier Kindern des Paares, Runges weiteres Schaffen positiv beeinflusst. Er arbeitet an großformatigen Kinderbildern und wird mit seinen revolutionären Gedanken zum Vorbereiter des Gesamtkunstwerks, das die gesamte Umgebung des Menschen und die Landschaft künstlerisch gestaltet.
Die Familie kehrt 1807 nach Hamburg zurück, wo im Dezember seine Tochter Maria Dorothea auf die Welt kommt. Der Maler arbeitet weiterhin an Radierungen und an Projekten mit Brentano und Armin bei denen seine gestochenen Zeichnungen recht erfolgreich sind. Der Künstler betätigt sich auch literarisch und verfasst Gedichte und Märchen, so die Geschichte vom Fischer und seiner Frau, die er den Gebrüdern Grimm vermacht.
In engem Kontakt mit Goethe beginnt er seine Farbentheorie zu entwickeln, die kurz vor seinem Tod als Farben-Kugel-Abhandlung im Perthes-Verlag erscheint. Einen Tag bevor seine Frau einen weiteren Sohn auf die Welt bringt, stirbt Philipp Otto Runge,der Vertreter der Frühromantik am 2. Dezember 1810 mit nur 33 Jahren an Tuberkulose. Sein Grab befindet sich auf dem Friedhof Ohlsdorf in Hamburg.
So wirkt es an Ihrer Wand
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Qualität & Herstellung



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