Bildnis Friedrich August von Klinkowström
Über das Werk
Das "Bildnis Friedrich August von Klinkowström" von Philipp Otto Runge zeigt einen jungen Mann mit intensivem, wachem Blick. Der Dargestellte trägt einen rotbraunen Mantel mit großzügigem Kragen über weißem Halstuch – eine Komposition in warmen Erdtönen vor dunklem Hintergrund, die typisch für die frühe Porträtkunst der Romantik ist. Die unmittelbare Präsenz des Porträtierten verleiht dem Werk besondere Ausdruckskraft.
Direkter Blick und warme Farbgebung
Das Gemälde besticht durch seinen reduzierten Bildaufbau: Der dunkle, olivgrüne Hintergrund lässt die Figur klar hervortreten. Die Farbpalette konzentriert sich auf warme Braun- und Rottöne des Mantels, die einen reizvollen Kontrast zum hellen Weiß des Halstuchs bilden. Besonders charakteristisch ist der direkte, leicht zur Seite gerichtete Blick des jungen Mannes – er wirkt aufmerksam und zugleich nachdenklich. Das Licht modelliert das Gesicht sanft und hebt die feinen Locken des dunklen Haars hervor.
Als Leinwandbild wirkt dieses Porträt besonders gut in Räumen mit klassischem oder zeitlosem Ambiente. Die gedämpfte Farbgebung fügt sich harmonisch zu beigen, grauen oder dunkelgrünen Wandtönen. Im Arbeitszimmer oder Wohnzimmer schafft der Kunstdruck eine konzentrierte, zugleich warme Atmosphäre. Auch in Fluren oder Eingangsbereichen entfaltet das Hochformat seine repräsentative Wirkung, ohne aufdringlich zu wirken.
Philipp Otto Runge gilt als einer der wichtigsten Vertreter der deutschen Frühromantik. Seine Arbeiten zeichnen sich durch psychologische Tiefe und eine klare, zurückhaltende Malweise aus. Runge verband in seinem Schaffen theoretische Überlegungen zur Kunst mit einem feinen Gespür für charakteristische Darstellung.
Das Werk liegt im Hochformat vor. Jede Leinwand wird individuell für Sie gefertigt – der Bildausschnitt kann je nach gewähltem Wunschformat leicht variieren, um optimale Proportionen zu gewährleisten.
Über Philipp Otto Runge
Der kränkliche Junge besucht ab 1789 die Wolgaster Stadtschule und findet in seinem Lehrer Gotthard Ludwig Kosegarten einen geistigen Förderer, der auch sein künstlerisches Talent entdeckt. 1792 erkrankte Runge schwer an Lungentuberkulose, beginnt aber trotz seiner künstlerischen Ambitionen 1795 eine Kaufmannslehre in Hamburg.
Durch seinen älteren Bruder Daniel, der mit ihm in die Hansestadt gezogen war, lernt er dessen Freundeskreis kennen, zu dem auch der Dichter Matthias Claudius, der Kunstsammler Johannes Michael Speckter,der Verleger Justus Perthes sowie Friedrich Gottlieb Klopstock gehörten. Seinen ersten Zeichenunterricht bekam er 1797 von Heinrich Joachim Herterich und Gerdt Hardorff d.Ä. in Hamburg.
Ab 1799 studierte er an der königlichen Akademie in Kopenhagen bei Jens Juel und Nicolai Abildgaard, ab 1801 bei Anton Graff in Dresden, wo er Caspar David Friedrich und Johann Gottfried Quistorp kennenlernte, später in Weimar auch Johann Wolfgang von Goethe.Der Dichter Ludwig Tieck vermittelte ihm den Zugang zu der Mysik Jakob Böhmes und den Anschauungen Novalis.
Runge befasst sich vorwiegend mit der italienischen Renaissance und den holländischen Malern, der Durchbruch gelang ihm aber mit seinen von Johanna Schopenhauer so bewunderten Scherenschnitten und seinen Radierungen dazu. Seine Abneigung gegen den Klassizismus und Historismus ist in seinen Werken deutlich zu erkennen.
In Dresden begegnet Phillipp Otto Runge während seines Studiums der fünfzehnjährigen Pauline Susanna Bassenge, der Tochter eines Handschuhfabrikanten hugenottischer Abstammung. Ihr Vater ist strikt gegen eine Verbindung mit der Minderjährigen und stimmt einer Verlobung erst zwei Jahre später und einer Heirat erst 1804 zu. Am 3. April 1804 heirateten Philipp und Pauline.
Die Frischvermählten ziehen nach Hamburg, wo die Geburt des Sohnes Sigismund im April 1804, das erste von vier Kindern des Paares, Runges weiteres Schaffen positiv beeinflusst. Er arbeitet an großformatigen Kinderbildern und wird mit seinen revolutionären Gedanken zum Vorbereiter des Gesamtkunstwerks, das die gesamte Umgebung des Menschen und die Landschaft künstlerisch gestaltet.
Die Familie kehrt 1807 nach Hamburg zurück, wo im Dezember seine Tochter Maria Dorothea auf die Welt kommt. Der Maler arbeitet weiterhin an Radierungen und an Projekten mit Brentano und Armin bei denen seine gestochenen Zeichnungen recht erfolgreich sind. Der Künstler betätigt sich auch literarisch und verfasst Gedichte und Märchen, so die Geschichte vom Fischer und seiner Frau, die er den Gebrüdern Grimm vermacht.
In engem Kontakt mit Goethe beginnt er seine Farbentheorie zu entwickeln, die kurz vor seinem Tod als Farben-Kugel-Abhandlung im Perthes-Verlag erscheint. Einen Tag bevor seine Frau einen weiteren Sohn auf die Welt bringt, stirbt Philipp Otto Runge,der Vertreter der Frühromantik am 2. Dezember 1810 mit nur 33 Jahren an Tuberkulose. Sein Grab befindet sich auf dem Friedhof Ohlsdorf in Hamburg.
So wirkt es an Ihrer Wand
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Qualität & Herstellung



Das Bild wird individuell für Sie auf eine echte Leinwand gedruckt und in Handarbeit auf einen Echtholz-Galeriekeilrahmen aufgespannt. Die Produktion erfolgt in Deutschland. Mehr über die Qualität unserer Kunstdrucke erfahren Sie hier.
Der Bildausschnitt kann je nach gewählter Bildgröße und Bildformat leicht vom gezeigten Beispiel abweichen. Da jedes Bild individuell in Ihrem Wunschformat produziert wird, ist ein Umtausch wegen Nichtgefallen nicht möglich.
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