Die Nacht
Über das Werk
Die Nacht von Philipp Otto Runge zeigt eine streng symmetrische Komposition voller symbolischer Elemente. Im Zentrum ruht eine Madonna mit Kind, umgeben von schwebenden Engeln und Putten. Zwei große, aufsteigende Blattformen rahmen die Szene ein, während im unteren Bildbereich ein dichter, ornamental gestalteter Baum wächst. Die fein ausgearbeitete Zeichnung entfaltet durch ihre klare Struktur und die Fülle an Details eine meditative, zugleich feierliche Atmosphäre.
Symbolik und formale Gestaltung
Das Werk präsentiert sich als kunstvoll komponierte Allegorie in Grautönen. Die zentrale Figurengruppe wird von einem Kranz kindlicher Gestalten bekrönt, die den oberen Bildrand bevölkern. Die beiden monumentalen Blattformen, die sich zur Mitte hin öffnen, erzeugen eine dynamische Vertikale. Der untere Bereich zeigt eine dicht verwobene Vegetation mit feinem Linienwerk. Die ornamentale Rahmung mit weiteren Figuren an den Seiten verstärkt den sakralen, aber auch dekorativen Charakter dieser Darstellung. Durch die symmetrische Anlage und die klare Gliederung entsteht ein Gefühl von Ordnung und kosmischer Harmonie.
Als Leinwandbild eignet sich Die Nacht besonders für ruhige Räume wie das Schlafzimmer oder einen Meditationsbereich. Die zurückhaltende Farbgebung fügt sich harmonisch in helle Wandfarben ein und wirkt auch zu minimalistischen oder klassischen Einrichtungsstilen ansprechend. In einem Wohnzimmer mit gedämpfter Beleuchtung oder einem Arbeitszimmer kann der Kunstdruck eine kontemplative Note setzen.
Philipp Otto Runge gehört zu den bedeutendsten Vertretern der deutschen Frühromantik. Er entwickelte ein umfassendes Konzept der Landschaftsmalerei, das Natur, Religion und Symbolik miteinander verband. Seine Werke zeichnen sich durch präzise Linienführung und tiefe Symbolik aus, die bis heute faszinieren.
Dieses Hochformat wird auf echter Künstler-Leinwand in Deutschland individuell für Sie gefertigt. Je nach gewählter Größe kann der Bildausschnitt leicht variieren, um die optimale Wirkung zu erzielen.
Über Philipp Otto Runge
Der kränkliche Junge besucht ab 1789 die Wolgaster Stadtschule und findet in seinem Lehrer Gotthard Ludwig Kosegarten einen geistigen Förderer, der auch sein künstlerisches Talent entdeckt. 1792 erkrankte Runge schwer an Lungentuberkulose, beginnt aber trotz seiner künstlerischen Ambitionen 1795 eine Kaufmannslehre in Hamburg.
Durch seinen älteren Bruder Daniel, der mit ihm in die Hansestadt gezogen war, lernt er dessen Freundeskreis kennen, zu dem auch der Dichter Matthias Claudius, der Kunstsammler Johannes Michael Speckter,der Verleger Justus Perthes sowie Friedrich Gottlieb Klopstock gehörten. Seinen ersten Zeichenunterricht bekam er 1797 von Heinrich Joachim Herterich und Gerdt Hardorff d.Ä. in Hamburg.
Ab 1799 studierte er an der königlichen Akademie in Kopenhagen bei Jens Juel und Nicolai Abildgaard, ab 1801 bei Anton Graff in Dresden, wo er Caspar David Friedrich und Johann Gottfried Quistorp kennenlernte, später in Weimar auch Johann Wolfgang von Goethe.Der Dichter Ludwig Tieck vermittelte ihm den Zugang zu der Mysik Jakob Böhmes und den Anschauungen Novalis.
Runge befasst sich vorwiegend mit der italienischen Renaissance und den holländischen Malern, der Durchbruch gelang ihm aber mit seinen von Johanna Schopenhauer so bewunderten Scherenschnitten und seinen Radierungen dazu. Seine Abneigung gegen den Klassizismus und Historismus ist in seinen Werken deutlich zu erkennen.
In Dresden begegnet Phillipp Otto Runge während seines Studiums der fünfzehnjährigen Pauline Susanna Bassenge, der Tochter eines Handschuhfabrikanten hugenottischer Abstammung. Ihr Vater ist strikt gegen eine Verbindung mit der Minderjährigen und stimmt einer Verlobung erst zwei Jahre später und einer Heirat erst 1804 zu. Am 3. April 1804 heirateten Philipp und Pauline.
Die Frischvermählten ziehen nach Hamburg, wo die Geburt des Sohnes Sigismund im April 1804, das erste von vier Kindern des Paares, Runges weiteres Schaffen positiv beeinflusst. Er arbeitet an großformatigen Kinderbildern und wird mit seinen revolutionären Gedanken zum Vorbereiter des Gesamtkunstwerks, das die gesamte Umgebung des Menschen und die Landschaft künstlerisch gestaltet.
Die Familie kehrt 1807 nach Hamburg zurück, wo im Dezember seine Tochter Maria Dorothea auf die Welt kommt. Der Maler arbeitet weiterhin an Radierungen und an Projekten mit Brentano und Armin bei denen seine gestochenen Zeichnungen recht erfolgreich sind. Der Künstler betätigt sich auch literarisch und verfasst Gedichte und Märchen, so die Geschichte vom Fischer und seiner Frau, die er den Gebrüdern Grimm vermacht.
In engem Kontakt mit Goethe beginnt er seine Farbentheorie zu entwickeln, die kurz vor seinem Tod als Farben-Kugel-Abhandlung im Perthes-Verlag erscheint. Einen Tag bevor seine Frau einen weiteren Sohn auf die Welt bringt, stirbt Philipp Otto Runge,der Vertreter der Frühromantik am 2. Dezember 1810 mit nur 33 Jahren an Tuberkulose. Sein Grab befindet sich auf dem Friedhof Ohlsdorf in Hamburg.
So wirkt es an Ihrer Wand
Beispieldarstellung: Wählen Sie oben ein Format, um die Größe in der Vorschau zu sehen. Format und Größe hängen von Ihrer Auswahl ab.
Qualität & Herstellung



Das Bild wird individuell für Sie auf eine echte Leinwand gedruckt und in Handarbeit auf einen Echtholz-Galeriekeilrahmen aufgespannt. Die Produktion erfolgt in Deutschland. Mehr über die Qualität unserer Kunstdrucke erfahren Sie hier.
Der Bildausschnitt kann je nach gewählter Bildgröße und Bildformat leicht vom gezeigten Beispiel abweichen. Da jedes Bild individuell in Ihrem Wunschformat produziert wird, ist ein Umtausch wegen Nichtgefallen nicht möglich.
Unsere Empfehlung – Zusatzschutz: Auf Wunsch versiegeln wir Ihr Bild von Hand mit der Art-Finish Schutzveredelung – besonders widerstandsfähig gegen Kratzer, mit seidenmattem Glanz.