Selbstportrait
Über das Werk
Das „Selbstportrait" von Philipp Otto Runge zeigt den jungen Künstler in klarer, zurückhaltender Inszenierung. Der direkte Blick, das lockige Haar und die schlichte Kleidung vermitteln Ernsthaftigkeit und Konzentration. Dieser Kunstdruck bringt die Atmosphäre der deutschen Frühromantik in zeitgenössische Räume.
Der ernste Blick des jungen Romantikers
Das Bild präsentiert einen jungen Mann mit dunklem, leicht gewelltem Haar vor einem neutral gehaltenen, grau-bräunlichen Hintergrund. Die Lichtführung betont das Gesicht und lässt die linke Gesichtshälfte sanft in Schatten übergehen. Die Farbpalette beschränkt sich bewusst auf Erdtöne und gedeckte Grautöne, während das weiße Hemd mit Krawatte und die dunkle Jacke klassische Eleganz ausstrahlen. Die Komposition folgt der traditionellen Brustbildformel, wobei der Körper leicht nach rechts gedreht ist und der Kopf dem Betrachter zugewandt bleibt.
Als Leinwandbild wirkt dieses Selbstportrait besonders gut in Räumen mit klassischer oder minimalistischer Einrichtung. Es passt schön zu hellen Wandfarben in Weiß, Beige oder sanftem Grau, die den ruhigen Charakter des Werks unterstreichen. Im Arbeitszimmer oder Flur schafft es eine konzentrierte Atmosphäre, während es im Wohnzimmer neben Bücherregalen oder antiken Möbeln seine historische Dimension entfaltet.
Philipp Otto Runge gehörte zu den bedeutenden Vertretern der deutschen Frühromantik und entwickelte eigenständige Theorien zu Farbe und Symbolik. Seine Arbeiten verbinden klassische Porträttradition mit romantischem Naturverständnis und machten ihn zu einer Schlüsselfigur seiner Epoche.
Das Werk liegt im Hochformat vor. Ihr Leinwandbild wird individuell in Deutschland gefertigt, wobei der Bildausschnitt je nach gewähltem Format leicht variieren kann, um die optimale Bildwirkung zu bewahren.
Über Philipp Otto Runge
Der kränkliche Junge besucht ab 1789 die Wolgaster Stadtschule und findet in seinem Lehrer Gotthard Ludwig Kosegarten einen geistigen Förderer, der auch sein künstlerisches Talent entdeckt. 1792 erkrankte Runge schwer an Lungentuberkulose, beginnt aber trotz seiner künstlerischen Ambitionen 1795 eine Kaufmannslehre in Hamburg.
Durch seinen älteren Bruder Daniel, der mit ihm in die Hansestadt gezogen war, lernt er dessen Freundeskreis kennen, zu dem auch der Dichter Matthias Claudius, der Kunstsammler Johannes Michael Speckter,der Verleger Justus Perthes sowie Friedrich Gottlieb Klopstock gehörten. Seinen ersten Zeichenunterricht bekam er 1797 von Heinrich Joachim Herterich und Gerdt Hardorff d.Ä. in Hamburg.
Ab 1799 studierte er an der königlichen Akademie in Kopenhagen bei Jens Juel und Nicolai Abildgaard, ab 1801 bei Anton Graff in Dresden, wo er Caspar David Friedrich und Johann Gottfried Quistorp kennenlernte, später in Weimar auch Johann Wolfgang von Goethe.Der Dichter Ludwig Tieck vermittelte ihm den Zugang zu der Mysik Jakob Böhmes und den Anschauungen Novalis.
Runge befasst sich vorwiegend mit der italienischen Renaissance und den holländischen Malern, der Durchbruch gelang ihm aber mit seinen von Johanna Schopenhauer so bewunderten Scherenschnitten und seinen Radierungen dazu. Seine Abneigung gegen den Klassizismus und Historismus ist in seinen Werken deutlich zu erkennen.
In Dresden begegnet Phillipp Otto Runge während seines Studiums der fünfzehnjährigen Pauline Susanna Bassenge, der Tochter eines Handschuhfabrikanten hugenottischer Abstammung. Ihr Vater ist strikt gegen eine Verbindung mit der Minderjährigen und stimmt einer Verlobung erst zwei Jahre später und einer Heirat erst 1804 zu. Am 3. April 1804 heirateten Philipp und Pauline.
Die Frischvermählten ziehen nach Hamburg, wo die Geburt des Sohnes Sigismund im April 1804, das erste von vier Kindern des Paares, Runges weiteres Schaffen positiv beeinflusst. Er arbeitet an großformatigen Kinderbildern und wird mit seinen revolutionären Gedanken zum Vorbereiter des Gesamtkunstwerks, das die gesamte Umgebung des Menschen und die Landschaft künstlerisch gestaltet.
Die Familie kehrt 1807 nach Hamburg zurück, wo im Dezember seine Tochter Maria Dorothea auf die Welt kommt. Der Maler arbeitet weiterhin an Radierungen und an Projekten mit Brentano und Armin bei denen seine gestochenen Zeichnungen recht erfolgreich sind. Der Künstler betätigt sich auch literarisch und verfasst Gedichte und Märchen, so die Geschichte vom Fischer und seiner Frau, die er den Gebrüdern Grimm vermacht.
In engem Kontakt mit Goethe beginnt er seine Farbentheorie zu entwickeln, die kurz vor seinem Tod als Farben-Kugel-Abhandlung im Perthes-Verlag erscheint. Einen Tag bevor seine Frau einen weiteren Sohn auf die Welt bringt, stirbt Philipp Otto Runge,der Vertreter der Frühromantik am 2. Dezember 1810 mit nur 33 Jahren an Tuberkulose. Sein Grab befindet sich auf dem Friedhof Ohlsdorf in Hamburg.
So wirkt es an Ihrer Wand
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Qualität & Herstellung



Das Bild wird individuell für Sie auf eine echte Leinwand gedruckt und in Handarbeit auf einen Echtholz-Galeriekeilrahmen aufgespannt. Die Produktion erfolgt in Deutschland. Mehr über die Qualität unserer Kunstdrucke erfahren Sie hier.
Der Bildausschnitt kann je nach gewählter Bildgröße und Bildformat leicht vom gezeigten Beispiel abweichen. Da jedes Bild individuell in Ihrem Wunschformat produziert wird, ist ein Umtausch wegen Nichtgefallen nicht möglich.
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