Das Meer
Über das Werk
„Das Meer" von Albin Egger-Lienz zeigt eine karge Küstenlandschaft in gedämpften Erdtönen. Die Komposition wird von einem weiten, hellen Himmel beherrscht, während sich im unteren Bildbereich eine flache Küste mit sanften Wellen erstreckt. Die reduzierte Farbpalette aus Braun-, Ocker- und Beigetönen verleiht dem Werk eine stille, beinahe melancholische Atmosphäre.
Weite und Reduktion am Meer
Das Gemälde ist durch eine klare Horizontlinie gegliedert, die das Bild in zwei nahezu gleiche Hälften teilt. Der obere Bereich zeigt einen neblig-hellen Himmel, der in zarten Grau- und Rosétönen changiert. Die Küstenzone darunter präsentiert sich in warmen Brauntönen, durchbrochen von hellen Schaumkronen der Wellen und sandigen Flächen. Die pastose Malweise lässt die Struktur der Oberfläche lebendig wirken, während die sparsame Farbgebung dem Motiv eine zeitlose Ruhe gibt. Einzelne dunkle Akzente im Strandbereich setzen dezente Kontrapunkte zur hellen Gesamtstimmung.
Dieser Kunstdruck wirkt besonders gut in Räumen, in denen eine ruhige, kontemplative Atmosphäre erwünscht ist. Im Wohnzimmer harmoniert „Das Meer" schön mit natürlichen Materialien und hellen Wandfarben in Beige, Grau oder gebrochenen Weißtönen. Auch im Schlafzimmer oder in einem Arbeitszimmer entfaltet die Darstellung ihre beruhigende Wirkung. Der erdige Farbklang passt gut zu modernen skandinavischen Einrichtungen ebenso wie zu klassisch-reduzierten Stilen.
Albin Egger-Lienz gilt als einer der bedeutenden österreichischen Maler der Moderne. Bekannt wurde er vor allem durch monumentale Figurenbilder mit expressiver Formensprache. Landschaftsdarstellungen wie dieses Leinwandbild zeigen seine Fähigkeit zur Reduktion und zur Erfassung atmosphärischer Stimmungen durch eine begrenzte Farbpalette.
Das Werk liegt im Querformat vor und wird für Sie in jeder gewünschten Größe individuell auf echte Künstler-Leinwand gedruckt. Je nach gewähltem Format kann der sichtbare Bildausschnitt leicht variieren.
Über Albin-Egger-Lienz
Von seinen Bildern, die er während seines Studiums malte, erhielten die „Heiligen Familie“ und „Karfreitag“, erste Auszeichnungen in Form einer kleinen und einer großen silbernen Medaille von der Akademie verliehenen. Albin Egger-Lienz arbeitete nach Beendigung seines Studiums sowohl in München, als auch in seiner Heimat Osttirol als freiberuflicher Kunstmaler. Er ehelichte 1899 im Alter von 31 Jahren Laura Helene Dorothea von Möllwald und ließ sich mit seiner Frau in Wien, ihrer Geburtsstadt nieder.
Als Mitbegründer des „Hagenbundes“ und Mitbegründer der Genossenschaft der bildenden Künstler Wiens nahm er an der Pariser Weltausstellung teil und erhielt für seine Arbeit „Nach dem Friedensschluss“ eine Bronzemedaille. Beeinflusst von Franz Defregger, stellte er Szenen aus dem bäuerlichen Alltag in gedeckten und erdigen Farben, aber auch religiöse Themen dar. 1909 trat er der Wiener Secession bei und wurde vom Kollegenkreis der Akademie als Kandidat für eine Professur vorgeschlagen. Der Thronfolger Franz Ferdinand lehnte ihn aber ab, mit der Begründung, sein Gemälde „Der Totentanz“ das zum 60. Regierungsjubiläum des Kaisers Franz Josefs ausgestellt wurde, entbehre jedweder Pietät und wäre unpatriotisch.
Zusammen mit seiner Frau verließ er Wien und zog nach Hall in Tirol und schloss Bekanntschaft mit den Künstlern des Brennerkreises. 1912 ging er für ein Jahr als Lehrer an die Großherzogliche Hochschule für bildende Kunst nach Weimar. 1913 fand er in St. Justina sein Zuhause und unterhielt in Klausen mit einigen seiner Schülern eine kleine Kunstschule. Ende April 1915 meldete sich Egger-Lienz freiwillig zu den Tiroler Standschützen. Im Mai wurde er zur Verteidigung von Bozen an die Front geschickt. Sein Einsatz im Ersten Weltkrieg fand aber bald ein Ende, als ein Arzt bei dem inzwischen 47jährigen Herzbeschwerden konstatierte und es ihm so ermöglichte unversehrt nach Hause zu kehren.
Er arbeitete als künstlerischer Beirat im Kriegsfürsorgeamt und als Kriegsmaler. In teils hochgelegen Gebirgsstellungen schuf er teils monumentale Bilder vom Elend des Krieges, vom Leben und Sterben an der Front. Bilder, die später als Vorlage für die faschistische und nationalsozialistische Malerei dienen sollten. 1919, nach Ende des Ersten Weltkriegs bekommt er jetzt eine Professur an der Wiener Akademie angeboten, die er aber abweist, ebenso das zweite Angebot 1925. Von der Universität Innsbruck bekam er die Ehrendoktorwürde verliehen und die Stadt Lienz ernannt ihn zum Ehrenbürger.
Er zog sich auf sein Anwesen in St. Justina, den Grünwaldhof, zurück, wo er am 4. November verstarb.
So wirkt es an Ihrer Wand
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Qualität & Herstellung



Das Bild wird individuell für Sie auf eine echte Leinwand gedruckt und in Handarbeit auf einen Echtholz-Galeriekeilrahmen aufgespannt. Die Produktion erfolgt in Deutschland. Mehr über die Qualität unserer Kunstdrucke erfahren Sie hier.
Der Bildausschnitt kann je nach gewählter Bildgröße und Bildformat leicht vom gezeigten Beispiel abweichen. Da jedes Bild individuell in Ihrem Wunschformat produziert wird, ist ein Umtausch wegen Nichtgefallen nicht möglich.
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