Das Tischgebet
Über das Werk
„Das Tischgebet" von Albin Egger Lienz zeigt drei Personen in einer schlichten Bauernstube, versammelt um einen Tisch mit einem Laib Brot. Die Szene strahlt Stille und Andacht aus – ein Moment der Besinnung vor der gemeinsamen Mahlzeit. Mit seiner reduzierten Formensprache und den warmen Erdtönen schafft Egger-Lienz ein Werk von zeitloser Würde, das den Betrachter in die Welt des ländlichen Lebens eintauchen lässt.
Stille und Würde im bäuerlichen Alltag
Die Komposition konzentriert sich auf drei Figuren in gedämpften Braun- und Ockertönen. Links steht eine Frau mit Kopftuch, in der Mitte und rechts zwei Männer – alle drei in arbeitsamer Kleidung, die Hände gefaltet oder ruhig vor dem Körper. Auf dem hellen Tisch liegt ein dunkler Brotlaib als zentrales Bildelement. Der Hintergrund ist in flächigen Brauntönen gehalten, ohne Details, wodurch die Figuren monumental wirken. Das Licht ist diffus, fast schattenlos, und verstärkt die kontemplative Atmosphäre. Die Farbpalette bleibt sparsam, aber warm.
Als Leinwandbild wirkt „Das Tischgebet" besonders gut in Räumen, die Ruhe und Geborgenheit ausstrahlen sollen – im Esszimmer unterstreicht es die Bedeutung des gemeinsamen Mahls, im Wohnzimmer schafft es eine besinnliche Note. Zu natürlichen Materialien wie Holz und zu warmen Wandfarben in Beige, Grau oder Weiß passt der Kunstdruck harmonisch. Auch in ländlich-rustikalen oder schlicht-modernen Einrichtungen entfaltet das Werk seine Wirkung.
Albin Egger-Lienz war ein österreichischer Maler des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts, der vor allem für seine Darstellungen des Tiroler Bauernlebens bekannt ist. Sein Stil verbindet symbolistische und expressionistische Elemente mit einer monumentalen, reduzierten Formensprache. Egger-Lienz gilt als bedeutender Vertreter der alpinen Moderne.
„Das Tischgebet" wird als Kunstdruck auf Leinwand im Querformat angeboten. Jede Größe wird individuell in Deutschland gefertigt. Je nach gewähltem Format kann der sichtbare Bildausschnitt leicht variieren.
Über Albin-Egger-Lienz
Von seinen Bildern, die er während seines Studiums malte, erhielten die „Heiligen Familie“ und „Karfreitag“, erste Auszeichnungen in Form einer kleinen und einer großen silbernen Medaille von der Akademie verliehenen. Albin Egger-Lienz arbeitete nach Beendigung seines Studiums sowohl in München, als auch in seiner Heimat Osttirol als freiberuflicher Kunstmaler. Er ehelichte 1899 im Alter von 31 Jahren Laura Helene Dorothea von Möllwald und ließ sich mit seiner Frau in Wien, ihrer Geburtsstadt nieder.
Als Mitbegründer des „Hagenbundes“ und Mitbegründer der Genossenschaft der bildenden Künstler Wiens nahm er an der Pariser Weltausstellung teil und erhielt für seine Arbeit „Nach dem Friedensschluss“ eine Bronzemedaille. Beeinflusst von Franz Defregger, stellte er Szenen aus dem bäuerlichen Alltag in gedeckten und erdigen Farben, aber auch religiöse Themen dar. 1909 trat er der Wiener Secession bei und wurde vom Kollegenkreis der Akademie als Kandidat für eine Professur vorgeschlagen. Der Thronfolger Franz Ferdinand lehnte ihn aber ab, mit der Begründung, sein Gemälde „Der Totentanz“ das zum 60. Regierungsjubiläum des Kaisers Franz Josefs ausgestellt wurde, entbehre jedweder Pietät und wäre unpatriotisch.
Zusammen mit seiner Frau verließ er Wien und zog nach Hall in Tirol und schloss Bekanntschaft mit den Künstlern des Brennerkreises. 1912 ging er für ein Jahr als Lehrer an die Großherzogliche Hochschule für bildende Kunst nach Weimar. 1913 fand er in St. Justina sein Zuhause und unterhielt in Klausen mit einigen seiner Schülern eine kleine Kunstschule. Ende April 1915 meldete sich Egger-Lienz freiwillig zu den Tiroler Standschützen. Im Mai wurde er zur Verteidigung von Bozen an die Front geschickt. Sein Einsatz im Ersten Weltkrieg fand aber bald ein Ende, als ein Arzt bei dem inzwischen 47jährigen Herzbeschwerden konstatierte und es ihm so ermöglichte unversehrt nach Hause zu kehren.
Er arbeitete als künstlerischer Beirat im Kriegsfürsorgeamt und als Kriegsmaler. In teils hochgelegen Gebirgsstellungen schuf er teils monumentale Bilder vom Elend des Krieges, vom Leben und Sterben an der Front. Bilder, die später als Vorlage für die faschistische und nationalsozialistische Malerei dienen sollten. 1919, nach Ende des Ersten Weltkriegs bekommt er jetzt eine Professur an der Wiener Akademie angeboten, die er aber abweist, ebenso das zweite Angebot 1925. Von der Universität Innsbruck bekam er die Ehrendoktorwürde verliehen und die Stadt Lienz ernannt ihn zum Ehrenbürger.
Er zog sich auf sein Anwesen in St. Justina, den Grünwaldhof, zurück, wo er am 4. November verstarb.
So wirkt es an Ihrer Wand
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Qualität & Herstellung



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