Früchtestillleben1873
Über das Werk
Das „Früchtestillleben1873" von Emilie Preyer zeigt eine üppig arrangierte Komposition aus reifen Früchten und gläsernen Gefäßen auf einem hellen Tischtuch. Die Malerin inszeniert Pfirsiche, helle und dunkle Trauben, Pflaumen und einen aufgeschnittenen Apfel neben einer schlanken Glaskaraffe und einem bernsteinfarbenen Weinglas. Der dunkle Hintergrund lenkt den Blick auf die leuchtenden Farben und die feine Stofflichkeit der Darstellung.
Opulenz und Stille im Früchtearrangement
Das Werk besticht durch seine ausgewogene Komposition und die differenzierte Farbgebung. Im Zentrum dominieren warme Gelb- und Orangetöne der Pfirsiche und hellen Trauben, während dunkle Pflaumen und blaue Weintrauben kühlere Akzente setzen. Das aufgeschnittene Kernobst auf dem Metalltablett gibt Einblick in die Binnenstruktur der Frucht. Die Lichtführung modelliert jede Oberfläche präzise: der seidige Flaum der Pfirsiche, die transparenten Trauben, das reflektierende Glas und die weichen Falten des Tuches. Die braungrünen Weinblätter im Hintergrund ergänzen die Farbpalette und schaffen räumliche Tiefe.
Als Kunstdruck auf Leinwand wirkt dieses Früchtestillleben besonders gut in Räumen mit klassischer oder eleganter Ausstattung. Die warmen Erdtöne harmonieren schön zu beigen, cremefarbenen oder olivgrünen Wandflächen. Im Esszimmer unterstreicht das Werk eine kulinarische Atmosphäre, im Wohnzimmer bringt es ruhige Opulenz. Auch in einem Büro oder einer Bibliothek passt die gedämpfte Farbigkeit gut zu dunklem Holz und gediegenen Materialien.
Emilie Preyer gehörte zur zweiten Generation der Düsseldorfer Stilllebenmaler des 19. Jahrhunderts und führte die Tradition ihres Vaters fort. Ihre Arbeiten zeichnen sich durch naturalistische Präzision und ein feines Gespür für Licht und Materialität aus. Sie pflegte das Genre des klassischen Früchtestilllebens in einer Zeit, in der diese Kunstform bereits von moderneren Strömungen abgelöst wurde.
Dieses Leinwandbild wird im Querformat gefertigt und eignet sich für verschiedene Wandbreiten. Jedes Format wird individuell für Sie hergestellt, wobei der Bildausschnitt je nach gewählter Größe leicht variieren kann.
Über Emilie Preyer
Ihren ersten Zeichen- und Malunterricht erhielt sie als Zwölfjährige von ihrem Vater, ab 1866 unterrichtete sie auch der Historienmaler Heinrich Mücke und der Landschaftsmaler Hans Gude. Als sie ihre ersten Aquarelle mit Blumen- und Früchtemotiven in den Kunsthandlungen von Bismeyer & Kraus und Eduard Schulte ausstellte, war sie erst siebzehn Jahre alt.
Da die Universitäten in dieser Zeit noch keine Frauen zum regulären Studium zuließen, besuchte sie nach der väterlichen Ausbildung als inoffizielle Studentin die Königliche Kunstakademie in Düsseldorf.
Wiesen ihre ersten Stillleben noch kleine malerische Makel auf, erstaunte ihre technisch und stilistisch versierte Malweise, inzwischen mit Ölfarben, die Öffentlichkeit und die Kritiker , noch bevor sie 20 Jahre wurde. Ihre Arbeiten standen in ihrer Bestimmtheit und Sicherheit schon früh denen ihres Vaters in keinster Weise nach.
Ihre ersten Stillleben verkaufte sie 1869 und eines ihrer Früchtebilder wurde 1872 als ganzseitige Farblithografie im „Deutschen Künstler-Album“ abgedruckt. Sie trat malerisch in die Fußstapfen ihres Vaters und bezog auch ein Atelier neben seinem Haus in der Gartenstraße, das er 1871 erwarb.
Emilie Preyer nutzte auch die geschäftlichen Kontakte ihres Vaters und war schon bald im deutschen Kunstbetrieb integriert. So nahm sie neben Ausstellungen in ihrer Heimatstadt auch verstärkt an denen in Berlin, Dresden, Bremen und Breslau teil.
Schon bald festigte sich ihr künstlerischer Ruf auch international und ihre kleinformatigen Bilder wurden recht teuer zum Verkauf angeboten. Der Erfolg von Emilie und ihrem Vater beruhte auch auf der Tatsache, dass in Deutschland und den Nachbarländern kaum eine Malschule über Künstler mit dieser extrem kultivierten maltechnischen Perfektion verfügten.
Trotz aller Gemeinsamkeiten unterschieden sich die Gemälde von Vater und Tochter doch bei näherer Begutachtung beträchtlich. Emilies Stillleben waren geprägt durch wechselnde Arrangements, exakten, realistischen Detail, einen weicheren Lichteinfall und harmonische Farbzusammenstellung.
So bedeutet der Tod des Vaters 1889, mit dem sie nicht nur über die Malerei eine tiefe Beziehung hatte, einen tiefen Einschnitt für sie. Ihre Bilder sind nach seinem Ableben zeitlich nur bis noch 1893 datiert. Ihr Gesamtwerk wird auf insgesamt ca. 250 Gemälde geschätzt.
Nach einem schaffensreichen und ausgefüllten Künstlerinnenleben verstarb Emilie Preyer nach kurzer Krankheit am 23. September 1930 und wurde auf dem Düsseldorfer Friedhof im Familiengrab der Malerfamilie beigesetzt. Mit ihr verabschiedete sich auch ein Stück Altdüsseldorfer Künstlerkultur.
So wirkt es an Ihrer Wand
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Qualität & Herstellung



Das Bild wird individuell für Sie auf eine echte Leinwand gedruckt und in Handarbeit auf einen Echtholz-Galeriekeilrahmen aufgespannt. Die Produktion erfolgt in Deutschland. Mehr über die Qualität unserer Kunstdrucke erfahren Sie hier.
Der Bildausschnitt kann je nach gewählter Bildgröße und Bildformat leicht vom gezeigten Beispiel abweichen. Da jedes Bild individuell in Ihrem Wunschformat produziert wird, ist ein Umtausch wegen Nichtgefallen nicht möglich.
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