Kauernder Gefangener
Über das Werk
Im „Kauernden Gefangenen“ von Felix Nussbaum begegnet uns eine Figur, die sich in sich selbst zusammengekauert hat, als wolle sie der Welt entfliehen. Die Komposition wirkt durch die gedrückte Farbpalette und die raue Textur der Leinwand besonders intensiv – ein Bild, das nicht nur zeigt, sondern auch spürbar macht, wie Verzweiflung den Körper formt. Dieser Kunstdruck auf echter Künstler-Leinwand verleiht dem Werk eine körperliche Präsenz, die es im Original kaum erreichen würde.
Die Haltung als Ausdruck des Unausgesprochenen
Das Bild ist in gedämpften Erdtönen gehalten, wobei das Grau des Himmels und der staubige Boden die Figuren fast verschlucken. Im Vordergrund kauert eine Gestalt, deren Gesicht nicht zu sehen ist, nur der Nacken und die Schultern, die sich unter einem schweren Mantel verbergen. Im Hintergrund erhebt sich ein Stacheldrahtzaun, dahinter zwei weitere Figuren – eine bückt sich über einen Eimer, die andere steht nackt da, als wäre sie entkleidet worden. Das Licht fällt flach, ohne Schattenwurf, was der Szene eine unwirkliche, fast theatralische Stimmung verleiht. Die Komposition ist asymmetrisch, wobei der Blick vom kauernden Gefangenen über den Zaun in die Ferne gezogen wird – ein visueller Ausdruck von Enge und Hoffnungslosigkeit.
Als Leinwandbild wirkt dieses Werk besonders gut in ruhigen Räumen wie dem Schlafzimmer oder einem gemütlichen Wohnzimmer, wo es durch seine Farbgebung nicht aufdringlich, sondern nachdenklich wirkt. Es passt schön zu neutralen Wandfarben wie Grau, Beige oder Ocker und harmoniert mit minimalistischer oder skandinavischer Einrichtung, die Raum für Stille lässt. Im Büro oder Flur kann es als stumme Mahnung dienen, wenn es nicht zu hell oder überladen eingerichtet ist.
Felix Nussbaum, deutscher Maler des 20. Jahrhunderts, gehörte der expressiven Tradition an, die zwischen Realismus und Symbolik vermittelt. Seine Werke sind geprägt von einer tiefen menschlichen Empathie und einer unverkennbaren politischen Dimension, die aus seiner Biografie erwächst. Der „Kauernde Gefangene“ gehört zu den Werken, die seine Auseinandersetzung mit Unterdrückung und Verfolgung sichtbar machen – ohne moralisierend zu wirken, aber mit einer Präzision, die bis heute bewegt.
Das Werk ist im Querformat erhältlich – jede Größe wird individuell auf echter Künstler-Leinwand gefertigt. Aufgrund der unterschiedlichen Proportionen kann der Bildausschnitt je nach gewähltem Format leicht variieren, sodass das Motiv stets optimal im Rahmen erscheint.
Über Felix Nussbaum
Der Vater ermutigte ihn, doch das Malen zu erlernen. So begann er 1922 an der Hamburger Kunstgewerbeschule zu studieren und führte sein Studium 1930 in Berliner Lewin-Funke-Schule und an den Vereinigten Staatsschulen für freie und angewandte Kunst bei Paul Plontke und Cesar Klein fort. 1928 wurde er Meisterschüler in der Klasse von Hans Meid.
An der Lewin-Funke-Schule in Berlin machte er die Bekanntschaft mit der polnischen, ebenfalls jüdischen Felka Platek, die wie Nussbaum Malerei studierte. Sie wurde 1927 seine Lebensgefährtin und zehn Jahre später aus behördlichen Gründen seine Frau.
Er unternimmt auf den Spuren von Vincent van Goghs eine Reise nach Paris und richtet sich danach ein eigenes Atelier in Berlin ein, wo sich auch bald erste Ausstellungserfolge einstellen sollten. Mit einem ironischen und fröhlichen Bild, in dem er das Honoratiorentum an der Berliner Akademie um den Professor Max Liebermann darstellt, gelingt ihm 1931 sozusagen der Durchbruch.
Von der Preußischen Akademie erhält der Maler, der auch für die Zeitschrift „Querschnitt“ arbeitet, ein Stipendium für einen Aufenthalt in der Villa Massimo in Rom. Unter den anderen Stipendiaten befindet sich auch Arno Breker. Nach einer Auseinandersetzung mit dem von der NSDAP geförderten Künstler wird Nussbaum mit Felka Platek, die ihn begleitet, aus der römischen Villa ausgewiesen.
Als am 30. Januar 1933 die Nationalsozialisten die Herrschaft übernehmen ist er gezwungen Deutschland zu verlassen und ins Exil zu gehen. Zusammen mit seinen Eltern und seiner Lebensgefährtin bleibt er ein Jahr in Alassio in Italien, dann reist er über Frankreich nach Ostende wo er sich niederlässt und als freier Maler Grafiker und Illustrator arbeitet.
1937 werden seine Werke in Amsterdam ausgestellt, 1938 sind sie zusammen mit den Bildern der Mitglieder des „Freien Künstlerbundes“ im Maison de la Culture in Paris zu sehen. Seine Eltern verlassen Deutschland und emigrieren in die Niederlande.
Nach Einmarsch der deutschen Truppen am 8. Mai 1940 wird Nussbaum inhaftiert, kann aber aus dem Lager entkommen. Fortan leben er und seine Frau versteckt im Haus eines befreundeten Kunsthändlers. In dieser aussichtslosen Lage ist die Malerei der Halt und sein Sinn und Ausdruck seine Widerstands .
In vielen seiner in diesen Jahren geschaffenen Bilder kann man noch heute das Grauen und die Angst, aber auch die Kraft und den Mut auf das Recht ein selbstbestimmtes und würdevolles Leben zu führen, in seinen über 400 Werken spüren
Im Juni 1944 wird das Ehepaar denunziert und von der deutschen Wehrmacht verhaftet. Vom Sammellager Mechelen werden sie mit dem letzten Zug in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert. Felix und Felka Nussbaum werden dort, wie zuvor schon seine Eltern, von den Nationalsozialisten ermordet. Von den vielen Bildern, die 1933 nicht bei einem Brand in Berlin vernichtete wurden oder 1943 in Amsterdam zerstört wurden sind 170 im Felix-Nussbaum-Haus in Osnabrück ausgestellt. Eindringliche und berührende Zeugnisse, gerettet von belgischen Freunden.
So wirkt es an Ihrer Wand
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Qualität & Herstellung



Das Bild wird individuell für Sie auf eine echte Leinwand gedruckt und in Handarbeit auf einen Echtholz-Galeriekeilrahmen aufgespannt. Die Produktion erfolgt in Deutschland. Mehr über die Qualität unserer Kunstdrucke erfahren Sie hier.
Der Bildausschnitt kann je nach gewählter Bildgröße und Bildformat leicht vom gezeigten Beispiel abweichen. Da jedes Bild individuell in Ihrem Wunschformat produziert wird, ist ein Umtausch wegen Nichtgefallen nicht möglich.
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