Gasse in Fes
Über das Werk
Frank Buchsers „Gasse in Fes" zeigt eine belebte Straßenszene im marokkanischen Fes: Unter hölzernen Überdachungen bewegen sich Figuren in hellen und dunklen Gewändern durch das Spiel von Licht und Schatten. Der leuchtend blaue Himmel blitzt durch die Holzkonstruktion, während warme Ockertöne und kühle Weißschattierungen den Blick in die Tiefe der Gasse lenken. Buchsers lockerer Pinselduktus fängt die Atmosphäre des nordafrikanischen Alltags ein.
Orientalisches Licht zwischen Schatten und Architektur
Das Gemälde besticht durch den starken Hell-Dunkel-Kontrast: Die massiven dunklen Balken der Überdachung rahmen die hellen Gewänder der Passanten und schaffen eine rhythmische Abfolge von Licht- und Schattenfeldern. Links im Bild dominieren erdige Brauntöne und tiefe Schwarzwerte, während der mittlere Bildbereich von leuchtenden Weißtönen der Kleidung erhellt wird. Die azurblauen Himmelausschnitte setzen kühle Akzente zwischen den warmen Ocker- und Terrakottatönen der Architektur. Der Blick wird entlang der perspektivisch angelegten Gasse nach hinten geführt, wo helle Gebäudefassaden den Raum öffnen. Buchsers pastose Malweise lässt die Szene lebendig und unmittelbar wirken.
Als Leinwandbild wirkt „Gasse in Fes" besonders gut in Räumen mit schlichter, heller Wandgestaltung, wo die warmen Erdtöne zur Geltung kommen. Das Hochformat passt schön zu schmalen Wandflächen im Flur oder neben Durchgängen. In Wohnräumen mit modernem oder puristischem Interieur setzt der Kunstdruck einen reizvollen Kontrast, während er zu naturbelassenen Holzmöbeln oder Terrakotta-Elementen harmonisch korrespondiert. Auch in Arbeitszimmern oder Bibliotheken entfaltet die konzentrierte Atmosphäre der Gasse ihre kontemplative Wirkung.
Frank Buchser gehörte zu den bedeutenden Schweizer Malern des 19. Jahrhunderts und unternahm ausgedehnte Reisen nach Nordafrika, Spanien und Amerika. Seine orientalischen Sujets verbinden realistische Beobachtung mit malerischer Freiheit und dokumentieren seine Faszination für fremde Kulturen und Lichtverhältnisse. Buchser bewegte sich stilistisch zwischen Realismus und ersten impressionistischen Tendenzen.
Dieser Kunstdruck wird im Hochformat angeboten. Jede Leinwand wird individuell in Ihrem Wunschformat gefertigt, wobei der Bildausschnitt je nach gewählten Proportionen leicht variieren kann, um die Komposition optimal zur Geltung zu bringen.
Über Frank Buchser
Auf Wunsch der Eltern absolvierte er eine Lehre als Orgel- und Klavierbauer in Solothurn und Bern. Dort nahm er bei dem Berner Künstler Heinrich von Arx Zeichenunterricht. Als Neunzehnjähriger beschloss er auf einer Reise, die ihn über Paris nach Florenz und Rom führte, Maler zu werden.
In Rom diente er in der päpstlichen Schweizergarde und konnte dadurch in der Accademia di S. Luca Malerei studieren. 1848 schloss er sich kurze Zeit der Revolutionsarmee Garibaldis an. Ab 1849 studierte er ein Jahr in Paris und zwei Jahre in Antwerpen. Von 1852 bis 1853 zog er durch Spanien, wo er mit seinen Bildern als Maler und Zeichner schon früh Beachtung fand.
Auch in den folgenden Jahren zog es den Künstler in die Ferne. Nach einem Aufenthalt in Marokko, dessen Höhepunkt 1858 ein Ritt in die Königsstadt Fes war, hielt er sich mehrmals in England auf, wo er 1862 an der Weltausstellung in London als Kommisär der Schweizer Kunstabteilung beschäftigt war.
In Amerika, das er von 1866 bis 1871 bereiste, porträtierte er u.a. den kalifornischen Ländereibesitzer Johann August Suttner der Schweizer Herkunft war und erregten mit seinen sozialkritischen Gemälde von Menschen mit dunkler Hautfarbe in New York und Washington gesellschaftliches Aufsehen.
Frank Buchser hielt sich aber auch regelmäßig in der Schweiz auf, wo er sowohl künstlerische als auch politische Interessen verfolgte. So war er kurzzeitig Gemeindepräsident, auch Ammann genannt, seines Geburtsortes Feldbrunnen und gründete 1865 gemeinsam mit Rudolf Koller und Ernst Stückelberg die „Gesellschaft Schweizerischer Maler, Bildhauer und Architekten“.
Er setzte sich für eine Reform des Ausstellungswesens ein, initiierte einen nationalen Kunstkredit und war Wegbereiter des Bundesbeschlusses von 1887 zur Förderung und Hebung der schweizerischen Kunst. Der Maler war Freimaurer und zählte gegen Ende seines Lebens zu den Mitgliedern der Eidgenössischen Kunstkommission.
Das Lebenswerk Buchsers umfasst allein über 1000 Ölbilder, unzählige Skizzen, Zeichnungen und Aquarelle. Seine eigenwillige, mit großzügigen Strichen angefertigten Arbeiten zeichnen sich auch durch seinen ausgeprägten Sinn für Lichtführung und seine Farbkompositionen aus. Auch sein Studienmaterial, das er auf seinen vielen ausgiebigen Reisen gesammelt hat, ist bemerkenswert und in Schweizer Museen zu besichtigen.
Als er älter wurde und seine Abenteuerlust nachließ, hielt er sich vorwiegend in der Schweiz, im heimischen Feldbrunnen auf wo er ab 1884 den jungen Cuno Peter Amiet unterrichtete. Dort starb der Maler Frank Buchser im Alter von zweiundsechzig Jahren am 22. November 1890.
So wirkt es an Ihrer Wand
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Qualität & Herstellung



Das Bild wird individuell für Sie auf eine echte Leinwand gedruckt und in Handarbeit auf einen Echtholz-Galeriekeilrahmen aufgespannt. Die Produktion erfolgt in Deutschland. Mehr über die Qualität unserer Kunstdrucke erfahren Sie hier.
Der Bildausschnitt kann je nach gewählter Bildgröße und Bildformat leicht vom gezeigten Beispiel abweichen. Da jedes Bild individuell in Ihrem Wunschformat produziert wird, ist ein Umtausch wegen Nichtgefallen nicht möglich.
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