Böhmische Kirche am Heiligen Abend
Über das Werk
„Böhmische Kirche am Heiligen Abend" von Franz Skarbina zeigt eine verschneite Kirchenszene in der Dämmerung, in der warmes Licht aus den hohen Fenstern auf den winterlichen Platz fällt. Der deutsche Impressionist fängt den stillen Moment ein, in dem Menschen sich vor dem Gotteshaus versammeln – eine Frau mit einem Kind in leuchtendem Rosa, dunkle Gestalten im Schnee. Die gedämpfte Farbgebung und der atmosphärische Pinselstrich schaffen eine Stimmung zwischen Andacht und alltäglichem Winterabend.
Winterliches Licht und verschneite Architektur
Im Zentrum des Gemäldes erhebt sich eine Kirche mit charakteristischer schneebedeckter Kuppel und massivem Turm. Der Schnee liegt auf den Dachflächen und mildert die strengen Konturen der Architektur. Die beiden erleuchteten Fenster im Kirchenschiff bilden den hellsten Punkt der Komposition �� ihr warm-gelbes Licht kontrastiert mit den kühlen Grau- und Brauntönen der Fassade und des Himmels. Im Vordergrund versammeln sich mehrere Figuren: Eine Frau in dunkler Kleidung führt ein Kind im auffallend rosa-roten Mantel, weitere Personen stehen in kleinen Gruppen. Die Farbpalette bleibt zurückhaltend, mit Ausnahme des leuchtenden Kindergewands, das einen emotionalen Akzent setzt. Skarbinas lockerer, impressionistischer Duktus lässt die Szenerie leicht verschwimmen und verstärkt die winterliche Atmosphäre.
Als Leinwandbild wirkt „Böhmische Kirche am Heiligen Abend" besonders gut in Räumen, die eine ruhige, besinnliche Ausstrahlung schätzen. Die gedämpften Farben harmonieren schön zu hellen Wandtönen in Beige, Grau oder gebrochenem Weiß. In einem Wohnzimmer mit klassischer oder zeitloser Einrichtung fügt sich der Kunstdruck dezent ein, im Flur oder Treppenhaus kann die vertikale Komposition architektonische Höhe betonen. Auch in einem Arbeitszimmer oder Schlafzimmer passt die stimmungsvolle Winterszene, ohne aufdringlich zu wirken.
Franz Skarbina zählt zu den bedeutenden deutschen Impressionisten des späten 19. Jahrhunderts. Er studierte in Berlin und war Mitglied der Berliner Secession. Seine Motive reichen von städtischen Straßenszenen bis zu atmosphärischen Landschaften und Architekturansichten, in denen er Licht und Stimmung einfängt.
Dieser Kunstdruck wird im Hochformat angeboten und in Deutschland individuell auf echte Künstler-Leinwand gefertigt. Je nach gewähltem Wunschformat kann der sichtbare Bildausschnitt leicht variieren, um optimale Proportionen zu gewährleisten.
Über Franz Skarbina
1865 begann er ein Studium an der Akademie der Bildenden Künste in Berlin bei Julius Schrader und Friedrich Eggers, das er 1869 beendete. Danach unterrichtete er zwei Jahre als Hauslehrer der Töchter des Grafen Friedrich von Perponcher-Sedlnitzky auf einem Rittergut in der Nähe von Frankfurt an der Oder.
Zurück in Berlin, bezog er sein erstes eigenes Atelier und arbeitete als selbstständiger Auftragsmaler. 1871 begab er sich auf eine längere Studienreise, die ihn u.a. nach Dresden, Wien,Venedig, München und Nürnberg führten.
Seine schöpferischen Arbeiten, detailgenau und wirklichkeitsgetreu und stark beeinflusst vom Realismus Adolph Menzels, brachten ihm schon bald den gewünschten Erfolg. Neben seinen noch in biedermeierlicher Manier gemalten Bildern, die in seinem Atelier schuf,arbeitete er als Privatlehrer an der Hochschule und genoss auch da hohes Ansehen.
1877 ging Skarbina erneut auf Reisen, besuchte Holland, Belgien und Frankreich. Der Einfluss, den die Pariser Avantgarde mit seinen impressionistischen Zügen auf seine künstlerische Entwicklung hat, macht sich schon bald in seinen Bildern bemerkbar. Sein Malstil wird moderner , seine Motive spiegeln seine subjektive Empfindungen wieder und er sieht seine Umwelt mehr durch die Augen eines Künstlers.
Nach einem kurzen Aufenthalt in Berlin, wo er 1881 an der Unterrichtsanstalt des Kunstgewerbemuseums Anatomisches Zeichnen lehrt, lebt er von 1882 bis 1886 immer wieder längere Zeit in Paris und nimmt an zahlreichen Ausstellungen im Pariser Salon teil.
Trotzdem fühlt er sich der Berliner Akademie und Kunstszene zugehörig, allerdings führt die konservative Kunstpolitik im Wilhelminischen Zeitalter zu Konflikten zwischen den modernen, vom Französischen Impressionismus beeinflussten Künstlern und den traditionellen Vertretern der Akademie.
1888 wird er ordentlicher Professor und nimmt ein Jahr später an der Jubiläumsausstellung zum 100. Jahrestag der Französischen Revolution teil. 1893wird er zum Mitglied der Kunstakademie. Nach Auseinandersetzungen mit Anton von Werner legt er aber sein Lehramt 1893 nieder.
Mit Max Liebermann und Walter Leistikow gehört er 1892 zu den Begründern der Gruppe der Elf, 1895 wird er Aufsichtsratsmitglied der Zeitschrift Pan. In den folgenden Jahren entfernt er sich immer mehr von den veralteten Strukturen der Berliner Künstlerschaft ab und wendet sich der fortschrittlichen Sektion zu, die die Loslösung von Stilvorgaben und strengem Reglement propagiert.
Unter der Führung von Max Liebermann gründet eine Gruppe von Künstlern 1898 die Berliner Sezession, in der Skarbina aktives Mitglied wird. Bis 1901 ist er dort wortführend in der Künstlervereinigung und beteiligt sich rege an deren Ausstellungen. Als Lovis Corinth 1902 in den Vorstand gewählt wird und ihn ablöst, empfindet er dies als persönliche Kränkung.
Er wendet sich wieder dem konservativen Flügel der Akademie zu und schafft es sogar 1903, trotz der früheren Meinungsverschiedenheiten, in den Senat gewählt zu werden. Als Senatsmitglied erhält er den kaiserlichen Orden und seine Stellung ermöglicht ihm den Zugang zu den eher preußisch orientierten Berliner Kreisen der intellektuellen und industriellen Gesellschaft.
Anfang Mai 1910 erkrankt er an einem Nierenleiden und stirbt kurz darauf am 18. Mai in seiner Wohnung in Berlin. Auf dem alten Friedhof der St.-Jacobi-Kirchengemeinde in Berlin-Neukölln werden seine sterblichen Überreste beigesetzt. Die erhaltenen Werke des Künstlers, die nicht im Zweiten Weltkrieg verbrannten, sind heute weltweit verbreitet.
So wirkt es an Ihrer Wand
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Qualität & Herstellung



Das Bild wird individuell für Sie auf eine echte Leinwand gedruckt und in Handarbeit auf einen Echtholz-Galeriekeilrahmen aufgespannt. Die Produktion erfolgt in Deutschland. Mehr über die Qualität unserer Kunstdrucke erfahren Sie hier.
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