Parochialstrasse
Über das Werk
„Parochialstrasse" von Franz Skarbina zeigt eine dicht bebaute Straßenzeile im alten Berlin. Mehrstöckige Häuser in gedämpften Grau-, Grün- und Ockertönen reihen sich aneinander, während aus den Schornsteinen Rauchfahnen aufsteigen und vereinzelte Passanten die Szene beleben. Das Gemälde fängt die unprätentiöse Atmosphäre einer Arbeiterstraße im ausgehenden 19. Jahrhundert ein und vermittelt einen authentischen Eindruck städtischen Lebens jener Epoche.
Berliner Straßenleben in impressionistischer Auffassung
Die Komposition wird von den eng aneinander gereihten Fassaden dominiert, die in unterschiedlichen Höhen und Breiten das Bild strukturieren. Skarbina setzt auf eine zurückhaltende Farbgebung aus Grau, Olivgrün, Ocker und gedämpftem Braun, die dem Motiv eine melancholische Stimmung verleiht. Der Himmel erscheint bewölkt und lässt nur diffuses Licht auf die Gebäude fallen. Kleine Fenster, teils mit erkennbaren Vorhängen oder Pflanzen, gliedern die Fassaden vertikal. Im Vordergrund lockern wenige Figuren die Straßenszene auf – Menschen in heller und dunkler Kleidung, die dem Betrachter Maßstab und Leben geben. Der lockere, pastose Farbauftrag ist charakteristisch für den impressionistischen Zugriff auf alltägliche Großstadtmotive.
Als Leinwandbild wirkt „Parochialstrasse" besonders gut in Räumen mit gedeckten Wandfarben und natürlichen Materialien. Die gedämpfte Farbigkeit passt schön zu Grau-, Beige- oder Sandtönen und fügt sich harmonisch in Wohnzimmer mit ruhiger Atmosphäre oder in ein Arbeitszimmer ein. Auch im Flur könnte dieser Kunstdruck einen stimmungsvollen Akzent setzen, ohne aufdringlich zu wirken. Die vertikale Ausrichtung betont zudem schmale Wandflächen.
Franz Skarbina gehörte zu den bedeutenden Vertretern des deutschen Impressionismus und dokumentierte das urbane Leben Berlins in der Gründerzeit. Er war Mitglied der Berliner Secession und pflegte einen ungeschönten, atmosphärisch dichten Blick auf die wachsende Metropole. Seine Stadtansichten gelten heute als wertvolle Zeugnisse des historischen Berlin.
Dieses Werk liegt im Hochformat vor und wird in jedem gewünschten Format individuell auf Leinwand gefertigt. Je nach gewählter Größe kann der sichtbare Bildausschnitt leicht variieren, sodass die Proportionen optimal zur Geltung kommen.
Über Franz Skarbina
1865 begann er ein Studium an der Akademie der Bildenden Künste in Berlin bei Julius Schrader und Friedrich Eggers, das er 1869 beendete. Danach unterrichtete er zwei Jahre als Hauslehrer der Töchter des Grafen Friedrich von Perponcher-Sedlnitzky auf einem Rittergut in der Nähe von Frankfurt an der Oder.
Zurück in Berlin, bezog er sein erstes eigenes Atelier und arbeitete als selbstständiger Auftragsmaler. 1871 begab er sich auf eine längere Studienreise, die ihn u.a. nach Dresden, Wien,Venedig, München und Nürnberg führten.
Seine schöpferischen Arbeiten, detailgenau und wirklichkeitsgetreu und stark beeinflusst vom Realismus Adolph Menzels, brachten ihm schon bald den gewünschten Erfolg. Neben seinen noch in biedermeierlicher Manier gemalten Bildern, die in seinem Atelier schuf,arbeitete er als Privatlehrer an der Hochschule und genoss auch da hohes Ansehen.
1877 ging Skarbina erneut auf Reisen, besuchte Holland, Belgien und Frankreich. Der Einfluss, den die Pariser Avantgarde mit seinen impressionistischen Zügen auf seine künstlerische Entwicklung hat, macht sich schon bald in seinen Bildern bemerkbar. Sein Malstil wird moderner , seine Motive spiegeln seine subjektive Empfindungen wieder und er sieht seine Umwelt mehr durch die Augen eines Künstlers.
Nach einem kurzen Aufenthalt in Berlin, wo er 1881 an der Unterrichtsanstalt des Kunstgewerbemuseums Anatomisches Zeichnen lehrt, lebt er von 1882 bis 1886 immer wieder längere Zeit in Paris und nimmt an zahlreichen Ausstellungen im Pariser Salon teil.
Trotzdem fühlt er sich der Berliner Akademie und Kunstszene zugehörig, allerdings führt die konservative Kunstpolitik im Wilhelminischen Zeitalter zu Konflikten zwischen den modernen, vom Französischen Impressionismus beeinflussten Künstlern und den traditionellen Vertretern der Akademie.
1888 wird er ordentlicher Professor und nimmt ein Jahr später an der Jubiläumsausstellung zum 100. Jahrestag der Französischen Revolution teil. 1893wird er zum Mitglied der Kunstakademie. Nach Auseinandersetzungen mit Anton von Werner legt er aber sein Lehramt 1893 nieder.
Mit Max Liebermann und Walter Leistikow gehört er 1892 zu den Begründern der Gruppe der Elf, 1895 wird er Aufsichtsratsmitglied der Zeitschrift Pan. In den folgenden Jahren entfernt er sich immer mehr von den veralteten Strukturen der Berliner Künstlerschaft ab und wendet sich der fortschrittlichen Sektion zu, die die Loslösung von Stilvorgaben und strengem Reglement propagiert.
Unter der Führung von Max Liebermann gründet eine Gruppe von Künstlern 1898 die Berliner Sezession, in der Skarbina aktives Mitglied wird. Bis 1901 ist er dort wortführend in der Künstlervereinigung und beteiligt sich rege an deren Ausstellungen. Als Lovis Corinth 1902 in den Vorstand gewählt wird und ihn ablöst, empfindet er dies als persönliche Kränkung.
Er wendet sich wieder dem konservativen Flügel der Akademie zu und schafft es sogar 1903, trotz der früheren Meinungsverschiedenheiten, in den Senat gewählt zu werden. Als Senatsmitglied erhält er den kaiserlichen Orden und seine Stellung ermöglicht ihm den Zugang zu den eher preußisch orientierten Berliner Kreisen der intellektuellen und industriellen Gesellschaft.
Anfang Mai 1910 erkrankt er an einem Nierenleiden und stirbt kurz darauf am 18. Mai in seiner Wohnung in Berlin. Auf dem alten Friedhof der St.-Jacobi-Kirchengemeinde in Berlin-Neukölln werden seine sterblichen Überreste beigesetzt. Die erhaltenen Werke des Künstlers, die nicht im Zweiten Weltkrieg verbrannten, sind heute weltweit verbreitet.
So wirkt es an Ihrer Wand
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Qualität & Herstellung



Das Bild wird individuell für Sie auf eine echte Leinwand gedruckt und in Handarbeit auf einen Echtholz-Galeriekeilrahmen aufgespannt. Die Produktion erfolgt in Deutschland. Mehr über die Qualität unserer Kunstdrucke erfahren Sie hier.
Der Bildausschnitt kann je nach gewählter Bildgröße und Bildformat leicht vom gezeigten Beispiel abweichen. Da jedes Bild individuell in Ihrem Wunschformat produziert wird, ist ein Umtausch wegen Nichtgefallen nicht möglich.
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