Berlin Lausitzer Platz und Emmauskirche
Über das Werk
„Berlin Lausitzer Platz und Emmauskirche" von Franz Skarbina fängt eine winterliche Straßenszene im Berlin der Jahrhundertwende ein. Der impressionistische Blick auf den belebten Platz zeigt Passanten, Pferdekutschen und Straßenbahnen vor verschneitem Boden, während im Hintergrund der Turm der Emmauskirche durch den Dunst ragt. Die sanfte Farbigkeit des Himmels – von zartem Rosa bis zu warmem Gelb – verleiht dem städtischen Treiben eine stimmungsvolle Ruhe.
Winterliches Großstadtleben in gedämpftem Licht
Das Gemälde zeigt den Lausitzer Platz in den Abend- oder Morgenstunden eines Wintertages. Die Straße ist von einer dünnen Schneedecke bedeckt, auf der sich dunkle Figuren in typischer Kleidung der Zeit bewegen. Links dominieren mehrstöckige Wohnhäuser mit beleuchteten Schaufenstern die Szene, während rechts Pferdewagen und rötliche Straßenbahnwagen das lebhafte Treiben unterstreichen. Der Himmel nimmt fast die Hälfte der Bildfläche ein und zeigt sich in zarten Pastelltönen – von blassem Gelb über Rosa bis zu kühlem Grau. Skarbinas lockere, impressionistische Pinselführung lässt Konturen verschwimmen und erzeugt eine besondere Atmosphäre zwischen Geschäftigkeit und winterlicher Stille.
Dieser Kunstdruck wirkt besonders gut in Räumen, die eine ruhige, elegante Atmosphäre suchen. Im Wohnzimmer harmoniert er schön mit hellen Grau- oder Beigetönen an der Wand, während er im Arbeitszimmer oder Flur einen kultivierten Akzent setzt. Die gedämpfte Farbpalette passt zu modernem wie klassischem Interieur und bringt urbane Geschichte in den Raum, ohne aufdringlich zu wirken.
Franz Skarbina gehörte zu den wichtigsten Vertretern des deutschen Impressionismus und war bekannt für seine Darstellungen des Berliner Stadtlebens. Er dokumentierte die wachsende Metropole mit ihren Plätzen, Straßen und Menschen in einer Zeit des raschen Wandels und verband dabei realistische Beobachtung mit impressionistischer Malweise.
Das Werk liegt im Hochformat vor. Ihr Leinwandbild wird individuell in Deutschland gefertigt – in jeder gewünschten Größe. Der sichtbare Bildausschnitt kann je nach gewähltem Format leicht variieren.
Über Franz Skarbina
1865 begann er ein Studium an der Akademie der Bildenden Künste in Berlin bei Julius Schrader und Friedrich Eggers, das er 1869 beendete. Danach unterrichtete er zwei Jahre als Hauslehrer der Töchter des Grafen Friedrich von Perponcher-Sedlnitzky auf einem Rittergut in der Nähe von Frankfurt an der Oder.
Zurück in Berlin, bezog er sein erstes eigenes Atelier und arbeitete als selbstständiger Auftragsmaler. 1871 begab er sich auf eine längere Studienreise, die ihn u.a. nach Dresden, Wien,Venedig, München und Nürnberg führten.
Seine schöpferischen Arbeiten, detailgenau und wirklichkeitsgetreu und stark beeinflusst vom Realismus Adolph Menzels, brachten ihm schon bald den gewünschten Erfolg. Neben seinen noch in biedermeierlicher Manier gemalten Bildern, die in seinem Atelier schuf,arbeitete er als Privatlehrer an der Hochschule und genoss auch da hohes Ansehen.
1877 ging Skarbina erneut auf Reisen, besuchte Holland, Belgien und Frankreich. Der Einfluss, den die Pariser Avantgarde mit seinen impressionistischen Zügen auf seine künstlerische Entwicklung hat, macht sich schon bald in seinen Bildern bemerkbar. Sein Malstil wird moderner , seine Motive spiegeln seine subjektive Empfindungen wieder und er sieht seine Umwelt mehr durch die Augen eines Künstlers.
Nach einem kurzen Aufenthalt in Berlin, wo er 1881 an der Unterrichtsanstalt des Kunstgewerbemuseums Anatomisches Zeichnen lehrt, lebt er von 1882 bis 1886 immer wieder längere Zeit in Paris und nimmt an zahlreichen Ausstellungen im Pariser Salon teil.
Trotzdem fühlt er sich der Berliner Akademie und Kunstszene zugehörig, allerdings führt die konservative Kunstpolitik im Wilhelminischen Zeitalter zu Konflikten zwischen den modernen, vom Französischen Impressionismus beeinflussten Künstlern und den traditionellen Vertretern der Akademie.
1888 wird er ordentlicher Professor und nimmt ein Jahr später an der Jubiläumsausstellung zum 100. Jahrestag der Französischen Revolution teil. 1893wird er zum Mitglied der Kunstakademie. Nach Auseinandersetzungen mit Anton von Werner legt er aber sein Lehramt 1893 nieder.
Mit Max Liebermann und Walter Leistikow gehört er 1892 zu den Begründern der Gruppe der Elf, 1895 wird er Aufsichtsratsmitglied der Zeitschrift Pan. In den folgenden Jahren entfernt er sich immer mehr von den veralteten Strukturen der Berliner Künstlerschaft ab und wendet sich der fortschrittlichen Sektion zu, die die Loslösung von Stilvorgaben und strengem Reglement propagiert.
Unter der Führung von Max Liebermann gründet eine Gruppe von Künstlern 1898 die Berliner Sezession, in der Skarbina aktives Mitglied wird. Bis 1901 ist er dort wortführend in der Künstlervereinigung und beteiligt sich rege an deren Ausstellungen. Als Lovis Corinth 1902 in den Vorstand gewählt wird und ihn ablöst, empfindet er dies als persönliche Kränkung.
Er wendet sich wieder dem konservativen Flügel der Akademie zu und schafft es sogar 1903, trotz der früheren Meinungsverschiedenheiten, in den Senat gewählt zu werden. Als Senatsmitglied erhält er den kaiserlichen Orden und seine Stellung ermöglicht ihm den Zugang zu den eher preußisch orientierten Berliner Kreisen der intellektuellen und industriellen Gesellschaft.
Anfang Mai 1910 erkrankt er an einem Nierenleiden und stirbt kurz darauf am 18. Mai in seiner Wohnung in Berlin. Auf dem alten Friedhof der St.-Jacobi-Kirchengemeinde in Berlin-Neukölln werden seine sterblichen Überreste beigesetzt. Die erhaltenen Werke des Künstlers, die nicht im Zweiten Weltkrieg verbrannten, sind heute weltweit verbreitet.
So wirkt es an Ihrer Wand
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Qualität & Herstellung



Das Bild wird individuell für Sie auf eine echte Leinwand gedruckt und in Handarbeit auf einen Echtholz-Galeriekeilrahmen aufgespannt. Die Produktion erfolgt in Deutschland. Mehr über die Qualität unserer Kunstdrucke erfahren Sie hier.
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