Kopf einer Gemse

Kunstdruck von Karl Wilhelm Diefenbach – auf echter Künstler-Leinwand, in Ihrem Wunschformat
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Über das Werk

„Kopf einer Gemse" von Karl Wilhelm Diefenbach zeigt das Alpentier im Profil vor dunklem Grund. Der nach oben gerichtete Blick und die geschwungenen Hörner verleihen dem Werk eine ruhige, fast meditative Würde. Die warme Farbgebung und die kontrastreiche Lichtführung machen dieses Tierstudium zu einem ausdrucksstarken Wandbild.

Naturstudie in gedämpftem Licht

Das Gemälde konzentriert sich ganz auf den Kopf und Hals der Gemse. Vor einem nahezu schwarzen Hintergrund hebt sich das Tier in warmen Braun- und Ockertönen ab. Besonders markant sind die elegant nach hinten geschwungenen Hörner und der helle, cremefarbene Bereich an Kehle und Brust. Die Lichtführung lässt die Fellstruktur plastisch hervortreten, während die dunkle Umgebung dem Motiv eine intime, studienhaft Atmosphäre verleiht. Der erhobene Blick des Tieres verleiht der Komposition eine aufsteigende Dynamik im Hochformat.

Als Leinwandbild wirkt „Kopf einer Gemse" besonders gut in Räumen mit natürlichen Materialien – etwa im Wohnzimmer mit Holzmöbeln oder in einem klassisch eingerichteten Arbeitszimmer. Die gedämpfte Farbpalette passt schön zu beigen, grauen oder waldgrünen Wandtönen. Auch in einem Flur oder Treppenhaus kann das vertikale Format mit seinem ruhigen Motiv eine angenehme Präsenz entwickeln, ohne aufdringlich zu wirken.

Karl Wilhelm Diefenbach gehörte zu den deutschen Malern des späten 19. Jahrhunderts, die Natur und Tier mit einem besonderen Blick für Stimmung und Ausdruck darstellten. Seine Arbeiten bewegen sich zwischen Naturalismus und einer symbolisch aufgeladenen Naturbetrachtung, die für die Zeit charakteristisch war.

Dieses Kunstwerk ist im Hochformat angelegt. Jeder Kunstdruck wird in Ihrer Wunschgröße individuell auf echte Künstler-Leinwand gefertigt. Je nach gewähltem Format kann der sichtbare Bildausschnitt leicht variieren, um die Proportionen optimal zu wahren.

Über Karl Wilhelm Diefenbach

Der Maler und Lebensreformer Karl Wilhelm Diefenbach wurde als drittes von sechs Kindern des Leonhard Diefenbach und seiner Frau Therese am 21. Februar 1851 in Hadamar in Hessen geboren. Er war einer der bedeutendsten Vorkämpfer einer Sozialreform, Verfechter der Friedensbewegung und Anhänger der Freikörperkultur.
Er besuchte das herzoglich Gymnasium, an dem sein Vater die Stelle eines Zeichenlehrers innehatte, bis zur Obersekunda. Schon mit 13/14 Jahren nahm er an dessen Privatzeichenunterricht teil und ging ihm zur Hand , er vertrat ihn auch bei Krankheit.

Das Angebot der Schule, den Platz des Vaters, nach dessen Schlaganfall ganz zu übernehmen, schlug er aus und nahm statt dessen eine gering bezahlte Stelle als Bauzeichner an und ging später bei einem Photografen in Frankfurt in die Lehre und unterstützte die Familie.
Sein Traum, Malerei zu studieren erfüllte sich erst als er neunzehn Jahre war und die ab 1872 die Münchener Kunstakademie besuchte und ihn die Arbeiten von Arnold Böcklin und Franz von Stuck sehr beeindruckten. Da er schon passable Erfahrung im Zeichnen und Malen besaß, fanden seine Bilder schon früh Beachtung und Anerkennung.

Aber schon 1873 musste er sein Studium unterbrechen , da er schwer an Typhus erkrankte. In Folgen mehrerer Operationen wurde sein rechter Arm verkrüppelt. Die Behandlung der Naturheilpraktiker Arnold Rikli und Eduard Baltzer mit einer vegetarischen Diät führten zu einer vollkommenen Änderung seiner Lebensweise.
Er wandte sich von vom Tabak- und Alkoholgenuss ab, stellte den Fleischverzehr ein und trat 1881 aus der Kirche aus. Als Mitglied einer freireligiösen Gemeinde verkündete er in Kutte und Sandalen seine Ideen von der Rückkehr zur Natur und Nacktheit, veganer Ernährung, Ablehnung von Monogamie und jedweder Religion.

Nicht zuletzt erregte er auch als Maler mit seinen monumentalen symbolischen Gemälden großes Aufsehen. Sein Ansehen als herausragender Porträtmaler mit seiner spezifische Technik der Silhouettenmalerei war so groß, dass er 1882 sogar Aufträge vom königlich-bayrischen Hofsekretariat erhielt. Auch zu seinen Ausstellungen 1889 und 1891 in München strömten die Besucher zuhauf.
Nach diversen Schwierigkeiten, auch mit der Polizei, zog sich Diefenbach, auch „Kohlrabi-Apostel“ genannt, 1885 in einen verlassenen Steinbruch zurück, wo er mit seiner „Familie“ und seinen Anhängern die Lebensgemeinschaft „Humanitas“, eine Art Öko-Kommune gründete, mit dem Ziel, die Menschheit wieder zu einem naturgemäßen Leben zurückzuführen.

In einem persönlichen Manifest von 1882 beschreibt er die „Grundübel“ seiner Zeit: „Fürstenhabgier, Priesterwahn und Medizinertreiben, die der Menschheit Menschlichkeit vernichtet und der Erde blühend Eden in ein Jammertal verwandelt.“

Auf Grund seines autoritären Wesens kam es zu Auseinandersetzungen mit Mitgliedern und den Behörden (es kam es zum ersten Nudisten-Prozess in Deutschland) und der Maler nahm die Einladung des Kunstverein nach Wien an und zog mit seinen Kindern von München in die österreichische Hauptstadt.
Die Ausstellung seinen Bilder 1892 in Wien hatte einen durchschlagenden Erfolg und wurde vom Publikum begeistert aufgenommen. Nach dem er aber durch die Leitung des Österreichischen Kunstvereins, der Geld und Bilder von ihm veruntreute, an den Rand seiner Existenz getrieben wurde, flüchtete er nach Ägypten und entwarf dort monumentale Tempelbauten.
Zurück in Wien gründete er in Ober-St.-Veit die umstrittenen Kommune „Himmelhof“ in der er seinen Freundeskreis versammelte , darunter zeitweise die Maler Frantisek Kupka, Konstantinos Parthenis und Gusto Gräser und der spätere Tierrechtler Magnus Schwantje. Unterstützt wurde er u.a. von der Pazifistin Bertha von Suttner und dem Publizisten Michael Georg Conrad.

Diefenbach legte für seine Anhänger und für sich leider verschiedene Maßstäbe an und verlangte vor allem von seinen weiblichen Mitbewohnern außerdem einen unbedingten Gehorsam, was seinen früheren Ansprüchen widersprach. Als die Kommune bankrott ging zog der Maler 1899 auf die von Künstlern und Bohemiens bevölkerte Insel Capri.
Dort lebte er bis zu seinem Tode, hatte Erfolg und Anerkennung und starb im Alter von zweiundsechzig Jahren am 15. Dezember 1913. Sein Nachlass war ein halbes Jahrhundert verschollen und der Künstler in Deutschland und Österreich in Vergessenheit geraten. Erst 1960 kümmerte sich sein Enkel Fridolin von Spaun um seine Hinterlassenschaft.
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So wirkt es an Ihrer Wand

Eleganter Wohnraum als Wohnbeispiel Wohnbeispiel: Kopf einer Gemse von Karl Wilhelm Diefenbach als Leinwandbild an der Wand
70 × 90 cm · Wandbreite ca. 4 m

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Qualität & Herstellung

Echte Künstler-Leinwand mit feiner Leinenstruktur
Echte Künstler-Leinwand
Von Hand auf Echtholz-Keilrahmen montiert
Echtholz-Keilrahmen
Fertig gespanntes Leinwandbild, aufhängebereit
Fertig zum Aufhängen

Das Bild wird individuell für Sie auf eine echte Leinwand gedruckt und in Handarbeit auf einen Echtholz-Galeriekeilrahmen aufgespannt. Die Produktion erfolgt in Deutschland. Mehr über die Qualität unserer Kunstdrucke erfahren Sie hier.

Der Bildausschnitt kann je nach gewählter Bildgröße und Bildformat leicht vom gezeigten Beispiel abweichen. Da jedes Bild individuell in Ihrem Wunschformat produziert wird, ist ein Umtausch wegen Nichtgefallen nicht möglich.

Unsere Empfehlung – Zusatzschutz: Auf Wunsch versiegeln wir Ihr Bild von Hand mit der Art-Finish Schutzveredelung – besonders widerstandsfähig gegen Kratzer, mit seidenmattem Glanz.

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