Komposition
Über das Werk
Die „Komposition" von Otto Freundlich entfaltet sich in rhythmischen Bögen und überlappenden Formen, die dynamisch über die Bildfläche schwingen. Warme Orangetöne, erdiges Ocker und gedeckte Olivgrüntöne verbinden sich mit kühlem Grau und tiefem Braun zu einem harmonischen Ganzen. Diese abstrakte Arbeit vermittelt Bewegung und Ruhe zugleich – ein Werk, das den Raum mit sanfter Energie erfüllt.
Rhythmische Abstraktion in warmen Farbtönen
Das Bild zeigt ein dichtes Geflecht geschwungener, bandartiger Formen, die sich überschneiden und ineinander übergehen. Die Farbgebung bewegt sich von leuchtenden Orangetönen über warmes Gelb und Ocker bis zu gedämpftem Olivgrün und kühlem Grau-Blau. Am linken Bildrand setzt ein vertikales blaues Element einen ruhigen Kontrapunkt zur geschwungenen Dynamik. Die Bögen scheinen aus der Tiefe hervorzutreten und wieder zurückzuweichen, wodurch eine räumliche Tiefe entsteht, obwohl keine gegenständlichen Formen zu erkennen sind.
Dieser Kunstdruck wirkt besonders gut in Räumen mit hellen, neutralen Wandfarben – Cremeweiß oder warmes Grau lassen die erdigen Töne zur Geltung kommen. Im Wohnzimmer mit natürlichen Materialien wie Holz und Leinen entfaltet die Komposition ihre warme Ausstrahlung, während sie in einem modernen Büro mit klaren Linien einen spannenden Kontrast setzt. Auch im Flur oder Treppenhaus kann das Werk seine rhythmische Bewegung entfalten und den Raum beleben.
Otto Freundlich zählt zu den Pionieren der abstrakten Kunst in Deutschland. Seine Arbeiten zeichnen sich durch organische Formen und eine harmonische Farbgebung aus, die auf Ausgewogenheit und innerer Ordnung beruhen. Als Mitglied der Novembergruppe prägte er die Kunstszene der 1920er Jahre, bevor seine Werke von den Nationalsozialisten als „entartet" diffamiert wurden.
Die Komposition liegt in quadratischem Format vor und wird für Sie als hochwertiger Leinwanddruck in Ihrer gewünschten Größe individuell gefertigt. Bitte beachten Sie, dass der sichtbare Bildausschnitt je nach gewähltem Format leicht variieren kann, um die optimale Wirkung auf der Leinwand zu gewährleisten.
Über Otto Freundlich
1906 erkannte er auf einer Studienreise nach Florenz, dass es ihn mehr zu den bildenden Künsten hinzog und begann in Berlin bei Lothar von Kunowski und Lovis Corinth zu studieren. Zwei Jahre später ging er nach Paris und lernt in den avantgardistischen Künstlerkreisen u.a. Pablo Picasso und Georges Braque kennen.
Er findet zu seinem eigenen „figural-konstruktivistischen Stil symbolistischer Prägung“ und beteiligt sich an Ausstellungen in Köln, Hamburg und München. Freundlich eröffnet 1910 eine eigene Malschule in München, der allerdings nur wenig Erfolg beschieden ist.
In dieser Zeit entstehen auch seine ersten abstrakten Arbeiten. Freundlich hält sich bis 1914 vorwiegend in Paris auf und bezieht 1914 ein Atelier in der berühmten Kathedrale von Chartres und studiert die Grundlagen der Glasmalerei.
Kurz vor Ende des Ersten Weltkrieges kehrt er nach Köln zurück und dient als Sanitätssoldat bei den Deutzer Kürassieren. 1918 wird er Mitglied in der Novembergruppe und organisiert mit Max Ernst und Johannes Theodor Baargeld die erste Dada-Ausstellung.
Als Freundlich 1924 wieder nach P aris zurückkehrt engagiert er sich als Mitglied in der Künstlervereinigung „Abstraction-Création“. Der Maler und Bildhauer gehört zu den Pionieren der abstrakten Skulptur und er vertrat die Idee eines der Gesellschaft verpflichteten Kunstschaffens.
Er unternimmt zahlreiche Reisen, wechselt seine Aufenthaltsorte und nach seiner kurzen Ehe mit der Pianistin Dore Leeser wird die deutsche Künstlerin Jeanne Kosnick-Kloss seine Lebensgefährtin. Freundlich entwickelt seine tektonisch aufgebaute Farbfeldmalerei, verfasst nach wie vor sozialkritische, kunsttheoretische und politische Texte und beteiligt sich an Ausstellungen u.a. in Berlin, Hamburg, Paris, Moskau und Chicago.
Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten zerbrechen seine Kontakte zu seinen deutschen Künstlerkreisen. Er bemüht sich 1934 um eine Neutralisierung in Frankreich, scheitert aber an den Kosten. 1937 erklären die faschistischen Machthaber seine Kunst als „entartet“ und seine Werke werden aus den deutschen Museen entfernt. Seine Plastik „Der neue Mensch“ wird für das Titelbild der Ausstellung „Entartete Kunst“ verwandt.
Für Fröhlich beginnt eine Odyssee durch verschiedene französische Internierungslager, die Bemühungen seiner Freunde, eine Ausreisegenehmigung in die Vereinigte Staaten zu erlangen, scheiterten. Es gelingt ihm 1942 die Flucht in das kleines Pyrenäen-Städtchen Saint-Paul-de-Fenouillet, wo er trotz Unterstützung ein entbehrungsreiches Leben führt, aber weiterhin zeichnet und Texte abfasst.
1943 wird er als Jude im benachbarten Saint-Martin, wo ihn und seine Lebensgefährtin Jeanne eine Bauernfamilie versteckt hält, denunziert und am 23. Februar 1943 verhaftet. Der Maler wird von der deutschen Besatzungsmacht nach Osten transportiert und in das Lager Lublin-Majdanek deportiert.
Am 9. März, am selben Tag als er im Konzentrationslager ankommt, wird er von den Nazis ermordet.Im Jüdischen Museum Berlin steht für seine abhanden gekommene Figur des neuen Menschen ein „Schwarzer Fleck“ als Symbol für den Verlust und die Zerstörung.
So wirkt es an Ihrer Wand
Beispieldarstellung: Wählen Sie oben ein Format, um die Größe in der Vorschau zu sehen. Format und Größe hängen von Ihrer Auswahl ab.
Qualität & Herstellung



Das Bild wird individuell für Sie auf eine echte Leinwand gedruckt und in Handarbeit auf einen Echtholz-Galeriekeilrahmen aufgespannt. Die Produktion erfolgt in Deutschland. Mehr über die Qualität unserer Kunstdrucke erfahren Sie hier.
Der Bildausschnitt kann je nach gewählter Bildgröße und Bildformat leicht vom gezeigten Beispiel abweichen. Da jedes Bild individuell in Ihrem Wunschformat produziert wird, ist ein Umtausch wegen Nichtgefallen nicht möglich.
Unsere Empfehlung – Zusatzschutz: Auf Wunsch versiegeln wir Ihr Bild von Hand mit der Art-Finish Schutzveredelung – besonders widerstandsfähig gegen Kratzer, mit seidenmattem Glanz.