Thèse synthèse antithèse
Über das Werk
„Thèse synthèse antithèse" von Otto Freundlich präsentiert eine strenge geometrische Komposition aus schwarzen und weißen Flächen. Die kraftvolle Gegenüberstellung von großen, teils gerundeten, teils eckigen Formen erzeugt eine bemerkenswerte visuelle Spannung. Das Hochformat betont die vertikale Dynamik des Werks.
Geometrische Reduktion in Schwarz-Weiß
Das Bild zeigt eine klar strukturierte Komposition, in der schwarze und weiße Flächen ein rhythmisches Spiel eingehen. Am oberen Bildrand verlaufen schmale vertikale schwarze Balken neben feinen weißen Streifen. Die linke Bildhälfte wird von einer großen, nach rechts geöffneten weißen Form dominiert, die von schwarzen Rechtecken und Dreiecken umgeben ist. Rechts unten schwingt eine monumentale dunkle Rundung ins Bild, durchbrochen von schmalen weißen Linien. Der hohe Kontrast und die klare Flächenaufteilung schaffen eine konstruktive Ordnung, die dennoch organische Elemente zulässt.
Dieser Kunstdruck wirkt besonders gut in modern eingerichteten Räumen mit klaren Linien. Im Wohnzimmer über einem hellen Sideboard oder im Arbeitszimmer setzt er einen markanten Akzent. Die Schwarz-Weiß-Komposition harmoniert sowohl mit neutralen Wandfarben als auch mit farbigen Umgebungen, in denen sie als ruhender Pol fungiert. In Fluren mit hohen Wänden kommt das Hochformat optimal zur Geltung.
Otto Freundlich zählte zu den Pionieren der abstrakten Kunst in Deutschland. Sein Werk steht in der Tradition des Konstruktivismus und entwickelte eine eigene Formensprache, die Geometrie mit expressiver Kraft verband. Die Nationalsozialisten diffamierten seine Arbeiten als „entartet", was seinen kunstgeschichtlichen Rang jedoch nicht minderte.
Als Leinwandbild wird „Thèse synthèse antithèse" in Ihrem Wunschformat handgefertigt. Bitte beachten Sie, dass bei unterschiedlichen Proportionen der Bildausschnitt leicht variieren kann, um die Komposition optimal auf das gewählte Format abzustimmen.
Über Otto Freundlich
1906 erkannte er auf einer Studienreise nach Florenz, dass es ihn mehr zu den bildenden Künsten hinzog und begann in Berlin bei Lothar von Kunowski und Lovis Corinth zu studieren. Zwei Jahre später ging er nach Paris und lernt in den avantgardistischen Künstlerkreisen u.a. Pablo Picasso und Georges Braque kennen.
Er findet zu seinem eigenen „figural-konstruktivistischen Stil symbolistischer Prägung“ und beteiligt sich an Ausstellungen in Köln, Hamburg und München. Freundlich eröffnet 1910 eine eigene Malschule in München, der allerdings nur wenig Erfolg beschieden ist.
In dieser Zeit entstehen auch seine ersten abstrakten Arbeiten. Freundlich hält sich bis 1914 vorwiegend in Paris auf und bezieht 1914 ein Atelier in der berühmten Kathedrale von Chartres und studiert die Grundlagen der Glasmalerei.
Kurz vor Ende des Ersten Weltkrieges kehrt er nach Köln zurück und dient als Sanitätssoldat bei den Deutzer Kürassieren. 1918 wird er Mitglied in der Novembergruppe und organisiert mit Max Ernst und Johannes Theodor Baargeld die erste Dada-Ausstellung.
Als Freundlich 1924 wieder nach P aris zurückkehrt engagiert er sich als Mitglied in der Künstlervereinigung „Abstraction-Création“. Der Maler und Bildhauer gehört zu den Pionieren der abstrakten Skulptur und er vertrat die Idee eines der Gesellschaft verpflichteten Kunstschaffens.
Er unternimmt zahlreiche Reisen, wechselt seine Aufenthaltsorte und nach seiner kurzen Ehe mit der Pianistin Dore Leeser wird die deutsche Künstlerin Jeanne Kosnick-Kloss seine Lebensgefährtin. Freundlich entwickelt seine tektonisch aufgebaute Farbfeldmalerei, verfasst nach wie vor sozialkritische, kunsttheoretische und politische Texte und beteiligt sich an Ausstellungen u.a. in Berlin, Hamburg, Paris, Moskau und Chicago.
Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten zerbrechen seine Kontakte zu seinen deutschen Künstlerkreisen. Er bemüht sich 1934 um eine Neutralisierung in Frankreich, scheitert aber an den Kosten. 1937 erklären die faschistischen Machthaber seine Kunst als „entartet“ und seine Werke werden aus den deutschen Museen entfernt. Seine Plastik „Der neue Mensch“ wird für das Titelbild der Ausstellung „Entartete Kunst“ verwandt.
Für Fröhlich beginnt eine Odyssee durch verschiedene französische Internierungslager, die Bemühungen seiner Freunde, eine Ausreisegenehmigung in die Vereinigte Staaten zu erlangen, scheiterten. Es gelingt ihm 1942 die Flucht in das kleines Pyrenäen-Städtchen Saint-Paul-de-Fenouillet, wo er trotz Unterstützung ein entbehrungsreiches Leben führt, aber weiterhin zeichnet und Texte abfasst.
1943 wird er als Jude im benachbarten Saint-Martin, wo ihn und seine Lebensgefährtin Jeanne eine Bauernfamilie versteckt hält, denunziert und am 23. Februar 1943 verhaftet. Der Maler wird von der deutschen Besatzungsmacht nach Osten transportiert und in das Lager Lublin-Majdanek deportiert.
Am 9. März, am selben Tag als er im Konzentrationslager ankommt, wird er von den Nazis ermordet.Im Jüdischen Museum Berlin steht für seine abhanden gekommene Figur des neuen Menschen ein „Schwarzer Fleck“ als Symbol für den Verlust und die Zerstörung.
So wirkt es an Ihrer Wand
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Qualität & Herstellung



Das Bild wird individuell für Sie auf eine echte Leinwand gedruckt und in Handarbeit auf einen Echtholz-Galeriekeilrahmen aufgespannt. Die Produktion erfolgt in Deutschland. Mehr über die Qualität unserer Kunstdrucke erfahren Sie hier.
Der Bildausschnitt kann je nach gewählter Bildgröße und Bildformat leicht vom gezeigten Beispiel abweichen. Da jedes Bild individuell in Ihrem Wunschformat produziert wird, ist ein Umtausch wegen Nichtgefallen nicht möglich.
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