St. Anna der anderen
Über das Werk
„St. Anna der anderen" von Paul Baum führt den Betrachter in eine ländliche Idylle vergangener Tage. Die Komposition zeigt eine Dorfstraße, gesäumt von Häusern mit leuchtend roten Ziegeldächern und üppigem Grün. Baums charakteristische Malweise verleiht der Szene eine bemerkenswerte Ruhe und Zeitlosigkeit, die noch heute ihre Wirkung entfaltet.
Ländliche Stille in gedämpften Farbtönen
Das Gemälde zeigt eine unbefestigte Dorfstraße, die sich zwischen schlichten Häusern hindurchzieht. Die rötlich-orangen Dächer bilden einen markanten Kontrast zum satten Grün der Bäume und Büsche. Paul Baum arbeitet mit einer charakteristischen, fein aufgelösten Pinselführung, die den Formen eine leicht körnige Textur verleiht. Der Himmel ist in verhaltenen Grau- und Beigetönen gehalten, während der sandig wirkende Weg das Auge in die Bildtiefe führt. Die gesamte Farbpalette bewegt sich in warmen Erdtönen und gedämpften Naturfarben, was dem Werk eine harmonische Geschlossenheit gibt.
Als Leinwandbild wirkt „St. Anna der anderen" besonders gut in Räumen, die eine ruhige, kontemplative Atmosphäre unterstützen. Im Wohnzimmer passt das Werk schön zu natürlichen Materialien wie Holz und hellen Wandfarben in Beige, Creme oder zartem Grau. Auch im Flur oder Arbeitszimmer entfaltet die ländliche Szene ihre beruhigende Wirkung. Der warme Grundton des Bildes harmoniert mit klassischen wie modernen Einrichtungsstilen gleichermaßen.
Paul Baum zählt zu den deutschen Malern des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts, die sich dem Impressionismus und Neoimpressionismus zuwandten. Er arbeitete zeitweise in enger Verbindung mit der Künstlerkolonie in den Niederlanden und entwickelte einen eigenen, pointillistisch beeinflussten Stil. Seine Landschaftsdarstellungen zeichnen sich durch eine besondere Sensibilität für Licht und Atmosphäre aus.
Dieses Kunstwerk liegt im Querformat vor und wird für Sie individuell auf echte Künstler-Leinwand gefertigt. Je nach gewähltem Wunschformat kann der sichtbare Bildausschnitt leicht variieren, um die optimale Wirkung der Komposition zu bewahren.
Über Paul Baum
In dieser Zeit unternimmt der Student Reisen nach Mecklenburg, die Niederlande und Flandern, danach hält sich Paul Baum zeitweise in Allach bei München auf und freundet sich mit den Malern Max Arthur Stremel und Carl Bantzer aus der Künstlerkolonie Dachau an. Auf einer gemeinsamen Studienreise nach Paris sieht der Maler die Bilder der Impressionisten Monet, Pissarro und Sisley, verlässt Dachau und lässt sich im belgischen Knokke nieder.
Dort macht er 1894 die Bekanntschaft mit dem pointillistischen Maler Théo von Rysselberghe und lernt Camille Pissarro persönlich kennen. Noch im selben Jahr geht Baum nach Dresden, wird Mitglied der Dresdner Sezession, um sich ein Jahr später im südniederländischen Sint Anna ter Muiden bei Suis anzusiedeln. Er bleibt dort bis 1908 wohnen, unternimmt aber zahlreiche Reisen durch ganz Europa, so Südfrankreich, Italien und die Türkei.
Nach einem längeren Aufenthalt in Berlin, Florenz und San Gimignano wird Baum Mitglied der Neuen Künstlervereinigung München und der Berliner Sezession und erhält den Villa Romana-Preis, verbunden mit einem einjährigen Aufenthalt in der italienischen Metropole. Nach Beginn des Ersten Weltkrieges zunächst wieder nach Dresden und wird zum Professor der dortigen Akademie ernannt.
Seine Arbeiten waren stark von der Freilichtmalerei der Schule von Barbizon und den Impressionisten beeinflusst. Seine Landschaftsbilder mit Darstellungen der Polderlandschaften der Niederlande und Flandern, punktförmig und akribisch in hellen Farben gemalt, sind charakteristisch für den Künstler des Neoimpressionismus.
Bevor er seinem Freund Carl Bantzer, der 1918 eine Professur an der Kasseler Kunstakademie erhielt, nachfolgte, hielt er sich vorübergehend in der Willingshäuser Malerkolonie und in Neustadt bei Marburg auf. Baum wurde in Kassel Professor für Landschaftsmalerei und kaufte sich ein Haus in Marburg als ständigen Wohnsitz. Jedoch zieht es den Maler immer wieder nach San Gimignano in die Toscana.
1927 wird ihm die Ehrendoktorwürde der Philipps-Universität Marburg verliehen und 1929 wird er zum Ehrenmitglied des akademischen Senats der Kunsthochschule Dresdens ernannt. 1932 erkrankte er an einer Lungenentzündung und starb im Alter von 73 Jahren am 15. Mai in San Gimignano.
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Qualität & Herstellung



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