Ägyptischer Palast
Über das Werk
„Ägyptischer Palast" von Tina Blau zeigt eine weitläufige Schilflandschaft, durch die sich ein schmaler Wasserkanal zieht. Im Hintergrund erhebt sich eine orientalische Architektur mit goldener Kuppel und schlankem Minarett unter einem bewölkten Himmel in zarten Rosa- und Grautönen. Die Komposition verbindet Fernweh mit einer ruhigen, meditativen Stimmung.
Orientalische Architektur in gedämpfter Farbpalette
Das Gemälde wird von warmen Ocker-, Gold- und Brauntönen dominiert, die Schilf und Palastarchitektur miteinander verweben. Der Blick wird durch den Kanal in die Bildtiefe geführt, wo die Kuppel als vertikaler Akzent die horizontale Landschaft durchbricht. Die lockere, impressionistische Pinselführung lässt Licht und Atmosphäre vibrieren, während die gedämpften Farben eine harmonische Gesamtwirkung erzeugen. Besonders reizvoll ist das Spiel zwischen dem wilden Vordergrund und der stillen Monumentalität im Hintergrund.
Als Kunstdruck auf Leinwand wirkt „Ägyptischer Palast" besonders gut in Räumen mit hellen, neutralen Wandfarben – Beige, Grau oder gebrochenes Weiß unterstreichen die warme Farbgebung. Das Leinwandbild passt schön zu klassischen wie auch modernen Einrichtungen: Im Wohnzimmer bringt es eine reiselustige Note, im Arbeitszimmer schafft es Weite, und im Flur wirkt die horizontale Komposition raumöffnend. Naturtöne in Holz oder Textilien harmonieren hervorragend mit der Palette des Bildes.
Tina Blau gehörte zu den bedeutenden österreichischen Landschaftsmalerinnen des späten 19. Jahrhunderts. Sie war von der impressionistischen Freilichtmalerei beeinflusst und schuf Werke, die Naturbeobachtung mit atmosphärischer Stimmung verbanden. Ihre Reisen, unter anderem in den Orient, inspirierten zu ungewöhnlichen Motiven jenseits der heimischen Landschaft.
Dieser Kunstdruck wird im Querformat angeboten. Da wir jede Leinwand individuell in Deutschland fertigen, kann der sichtbare Bildausschnitt je nach gewähltem Format leicht variieren – so findet das Motiv in jeder Größe seine optimale Wirkung.
Über Tina Blau
Mit nur fünfzehn Jahren wird sie von August Schaeffer in Wien unterrichtet und besucht von 1869 bis 1877 die Kunstschule für Mädchen in München, die von Wilhelm Lindenschmit geleitet wurde. Durch Künstler wie Eduard Schleich d.Ä. und Adolf Lier lernt sie unter anderem die Auffassung der Natur der Schule von Barbizon kennen und lieben.
Wieder zurück in Wien, lernt sie Emil Jakob Schindler kennen, mit dem sie in einen regen künstlerischen Kontakt tritt und mit dem sie sich ab 1875 ein gemeinsames Atelier teilt. Ihre Arbeitsgemeinschaft dauert aber nur ein Jahr, auch ihre Liebesbeziehung geht danach in die Brüche.
Die Malerin begibt sich auf Studienreisen nach Italien, Ungarn und Holland und besucht die Künstlergemeinschaften von Barbizon und Fontainbleau. Die dort gesammelten Eindrücke wirken sich auch auf ihre Farbgebung belebend aus.
1883 verliebt sie sich in den Landschafts- und Schlachtenmaler Heinrich Lang, heiratet ihn und konvertiert ihm zuliebe zur Evangelischen Kirche. Das Ehepaar wählt München zu seinem Wohnsitz und Tina Blau unterrichtet ab 1889 an der Damenakademie des Münchner Künstlerinnenvereins Landschaftsmalerei und Stillleben. Ein Jahr später stellt sie 60 ihrer Bilder im Münchner Kunstverein aus.
Ihr Gatte Heinrich Lang stirbt nach nur acht Ehejahren und die Malerin begibt sich wieder auf Reise, die sie erneut nach Italien und Holland führen. Tina Blau kehrt nach zehn Jahren zurück nach Wien und bezieht ein Atelier in der Nähe der Prater-Rotunde. Dem inzwischen vorherrschenden Jugendstil kann die Künstlerin nichts abgewinnen und sie bleibt ihrem Stimmungsimpressionismus treu.
Mit Olga Prager, Karl Federn und Rosa Mayreder eröffnet sie 1897 die Kunstschule für Frauen und Mädchen in Wien und unterrichtet die Fächer Stillleben und Landschaftsmalerei. Tina Blau nimmt an Ausstellungen in München, Dresden, Berlin, Leipzig und Hamburg teil, ebenso wie in Paris und Chicago.
Als emanzipierte Frau malte die Künstlerin die Welt so, wie sie sie sah und legte großen Wert darauf als Künstlerin und nicht als malende Frau gesehen zu werden. Ebenso ungewöhnlich wie ihre kunstvollen Hüte war auch die phantasievolle Einrichtung ihres Ateliers. Als Transportmittel für ihre Mal-Utensilien benutzte sie einen umgebauten Kinderwagen.
Die unermüdliche Schaffenskraft der Malerin, die ihr letztes Lebensjahr in Gastein verbrachte, endete nach einer Untersuchung in einem Wiener Sanatorium, bei der sie am 31. Oktober 1916 einen Herzstillstand erlitt. Beigesetzt wurde sie in einem Ehrengrab auf dem Wiener Zentralfriedhof.
So wirkt es an Ihrer Wand
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Qualität & Herstellung



Das Bild wird individuell für Sie auf eine echte Leinwand gedruckt und in Handarbeit auf einen Echtholz-Galeriekeilrahmen aufgespannt. Die Produktion erfolgt in Deutschland. Mehr über die Qualität unserer Kunstdrucke erfahren Sie hier.
Der Bildausschnitt kann je nach gewählter Bildgröße und Bildformat leicht vom gezeigten Beispiel abweichen. Da jedes Bild individuell in Ihrem Wunschformat produziert wird, ist ein Umtausch wegen Nichtgefallen nicht möglich.
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