Motiv auf Franeker
Über das Werk
Das Gemälde „Motiv auf Franeker“ von Tina Blau zeigt eine ruhige Kanalstraße in der niederländischen Stadt, gesäumt von Bäumen, Häusern und traditionellen Windmühlen. Die sanfte Lichtstimmung und die gedämpften Erdtöne verleihen dem Bild eine besinnliche, fast melancholische Atmosphäre – ideal für Räume, die Ruhe und Tiefe ausstrahlen sollen. Als Leinwandbild wirkt es besonders lebendig und raumfüllend.
Stille am Wasser – eine niederländische Idylle
Im Zentrum des Bildes zieht sich ein schmaler Kanal durch die Szene, flankiert von einer gepflasterten Uferstraße, auf der eine einzelne, dunkle Figur in Richtung der Windmühlen geht. Die Farbgebung ist zurückhaltend: Graubraun- und Ockertöne dominieren den Himmel und die Dächer, während grüne Bäume und das rote Segel eines Bootes leichte Akzente setzen. Die Komposition ist asymmetrisch, mit der Windmühle rechts als visuellem Anker und dem Blick, der sanft in die Tiefe des Bildes geführt wird.
Das Leinwandbild wirkt besonders gut in Wohnzimmern mit neutralen oder erdigen Wandfarben, passt schön zu skandinavischem oder klassischem Interieur. Auch im Flur oder Schlafzimmer bringt es eine ruhige, naturnahe Stimmung – besonders wenn die Einrichtung Holz- oder Naturmaterialien aufgreift. Im Büro oder Arbeitszimmer schafft es eine entspannte, konzentrierte Atmosphäre.
Tina Blau, österreichische Malerin des späten 19. Jahrhunderts, zählt zu den bedeutenden Vertreterinnen des Impressionismus in Mitteleuropa. Ihre Werke zeichnen sich durch eine feine Beobachtung der Natur und eine zurückhaltende Farbpalette aus. Sie war Teil einer Generation, die sich von der akademischen Malerei löste und die Stimmung des Moments in den Vordergrund stellte – ein Ansatz, der auch in „Motiv auf Franeker“ deutlich wird.
Das Werk ist im Querformat erhältlich – jede Größe wird individuell auf echter Künstler-Leinwand handgefertigt. Aufgrund der Anpassung an das gewünschte Format kann der Bildausschnitt leicht variieren, sodass das Motiv optimal zur Raumwirkung passt.
Über Tina Blau
Mit nur fünfzehn Jahren wird sie von August Schaeffer in Wien unterrichtet und besucht von 1869 bis 1877 die Kunstschule für Mädchen in München, die von Wilhelm Lindenschmit geleitet wurde. Durch Künstler wie Eduard Schleich d.Ä. und Adolf Lier lernt sie unter anderem die Auffassung der Natur der Schule von Barbizon kennen und lieben.
Wieder zurück in Wien, lernt sie Emil Jakob Schindler kennen, mit dem sie in einen regen künstlerischen Kontakt tritt und mit dem sie sich ab 1875 ein gemeinsames Atelier teilt. Ihre Arbeitsgemeinschaft dauert aber nur ein Jahr, auch ihre Liebesbeziehung geht danach in die Brüche.
Die Malerin begibt sich auf Studienreisen nach Italien, Ungarn und Holland und besucht die Künstlergemeinschaften von Barbizon und Fontainbleau. Die dort gesammelten Eindrücke wirken sich auch auf ihre Farbgebung belebend aus.
1883 verliebt sie sich in den Landschafts- und Schlachtenmaler Heinrich Lang, heiratet ihn und konvertiert ihm zuliebe zur Evangelischen Kirche. Das Ehepaar wählt München zu seinem Wohnsitz und Tina Blau unterrichtet ab 1889 an der Damenakademie des Münchner Künstlerinnenvereins Landschaftsmalerei und Stillleben. Ein Jahr später stellt sie 60 ihrer Bilder im Münchner Kunstverein aus.
Ihr Gatte Heinrich Lang stirbt nach nur acht Ehejahren und die Malerin begibt sich wieder auf Reise, die sie erneut nach Italien und Holland führen. Tina Blau kehrt nach zehn Jahren zurück nach Wien und bezieht ein Atelier in der Nähe der Prater-Rotunde. Dem inzwischen vorherrschenden Jugendstil kann die Künstlerin nichts abgewinnen und sie bleibt ihrem Stimmungsimpressionismus treu.
Mit Olga Prager, Karl Federn und Rosa Mayreder eröffnet sie 1897 die Kunstschule für Frauen und Mädchen in Wien und unterrichtet die Fächer Stillleben und Landschaftsmalerei. Tina Blau nimmt an Ausstellungen in München, Dresden, Berlin, Leipzig und Hamburg teil, ebenso wie in Paris und Chicago.
Als emanzipierte Frau malte die Künstlerin die Welt so, wie sie sie sah und legte großen Wert darauf als Künstlerin und nicht als malende Frau gesehen zu werden. Ebenso ungewöhnlich wie ihre kunstvollen Hüte war auch die phantasievolle Einrichtung ihres Ateliers. Als Transportmittel für ihre Mal-Utensilien benutzte sie einen umgebauten Kinderwagen.
Die unermüdliche Schaffenskraft der Malerin, die ihr letztes Lebensjahr in Gastein verbrachte, endete nach einer Untersuchung in einem Wiener Sanatorium, bei der sie am 31. Oktober 1916 einen Herzstillstand erlitt. Beigesetzt wurde sie in einem Ehrengrab auf dem Wiener Zentralfriedhof.
So wirkt es an Ihrer Wand
Beispieldarstellung: Wählen Sie oben ein Format, um die Größe in der Vorschau zu sehen. Format und Größe hängen von Ihrer Auswahl ab.
Qualität & Herstellung



Das Bild wird individuell für Sie auf eine echte Leinwand gedruckt und in Handarbeit auf einen Echtholz-Galeriekeilrahmen aufgespannt. Die Produktion erfolgt in Deutschland. Mehr über die Qualität unserer Kunstdrucke erfahren Sie hier.
Der Bildausschnitt kann je nach gewählter Bildgröße und Bildformat leicht vom gezeigten Beispiel abweichen. Da jedes Bild individuell in Ihrem Wunschformat produziert wird, ist ein Umtausch wegen Nichtgefallen nicht möglich.
Unsere Empfehlung – Zusatzschutz: Auf Wunsch versiegeln wir Ihr Bild von Hand mit der Art-Finish Schutzveredelung – besonders widerstandsfähig gegen Kratzer, mit seidenmattem Glanz.