Ansicht von Haslau
Über das Werk
Die „Ansicht von Haslau" von Tina Blau zeigt eine ruhige Dorflandschaft in zurückhaltenden Grau- und Brauntönen. Im Zentrum erheben sich hohe Laubbäume über einer Häusergruppe, im Vordergrund breiten sich sanft modellierte Ackerfelder aus. Die aquarellartige Leichtigkeit der Darstellung verleiht dem Werk eine stille, fast meditative Atmosphäre, die Ruhe in jeden Raum bringt.
Ländliche Stille in gedämpften Tönen
Das Werk besticht durch seine reduzierte Farbpalette aus Grau, Beige und zartem Braun, die der Szene eine harmonische Geschlossenheit verleiht. Die Komposition führt den Blick vom strukturierten Ackerland im Vordergrund über die markanten Baumsilhouetten zur Siedlung mit ihrem charakteristischen Kirchturm am rechten Bildrand. Tina Blau arbeitet mit feinen Schattierungen und einer lockeren, skizzenhaften Pinselführung, die Licht und Atmosphäre einfängt, ohne ins Detail zu gehen. Die hohen Bäume bilden das vertikale Gegengewicht zur horizontalen Weite der Felder.
Dieser Kunstdruck fügt sich besonders schön in Räume ein, in denen eine ruhige, unaufdringliche Wandgestaltung gewünscht ist. Im Wohnzimmer harmoniert die Ansicht von Haslau mit naturbelassenen Holzmöbeln und hellen, neutralen Wandfarben – von Weiß über Beige bis zu zartem Grau. Auch im Schlafzimmer oder Arbeitszimmer wirkt das Leinwandbild beruhigend, ohne abzulenken. Der gedämpfte Farbklang passt gleichermaßen zu modernen wie zu klassischen Einrichtungsstilen.
Tina Blau gehörte zu den bedeutendsten österreichischen Landschaftsmalerinnen des 19. Jahrhunderts und war eine wichtige Vertreterin des Stimmungsimpressionismus. Sie studierte in Wien und München und pflegte intensive Kontakte zur Barbizon-Schule. Ihre Werke zeichnen sich durch sensible Naturbeobachtung und atmosphärische Dichte aus.
Das Werk liegt im Querformat vor. Ihr Leinwandbild wird individuell in der von Ihnen gewählten Größe gefertigt, wobei der Bildausschnitt je nach Format leicht angepasst werden kann, um die optimale Wirkung zu erzielen.
Über Tina Blau
Mit nur fünfzehn Jahren wird sie von August Schaeffer in Wien unterrichtet und besucht von 1869 bis 1877 die Kunstschule für Mädchen in München, die von Wilhelm Lindenschmit geleitet wurde. Durch Künstler wie Eduard Schleich d.Ä. und Adolf Lier lernt sie unter anderem die Auffassung der Natur der Schule von Barbizon kennen und lieben.
Wieder zurück in Wien, lernt sie Emil Jakob Schindler kennen, mit dem sie in einen regen künstlerischen Kontakt tritt und mit dem sie sich ab 1875 ein gemeinsames Atelier teilt. Ihre Arbeitsgemeinschaft dauert aber nur ein Jahr, auch ihre Liebesbeziehung geht danach in die Brüche.
Die Malerin begibt sich auf Studienreisen nach Italien, Ungarn und Holland und besucht die Künstlergemeinschaften von Barbizon und Fontainbleau. Die dort gesammelten Eindrücke wirken sich auch auf ihre Farbgebung belebend aus.
1883 verliebt sie sich in den Landschafts- und Schlachtenmaler Heinrich Lang, heiratet ihn und konvertiert ihm zuliebe zur Evangelischen Kirche. Das Ehepaar wählt München zu seinem Wohnsitz und Tina Blau unterrichtet ab 1889 an der Damenakademie des Münchner Künstlerinnenvereins Landschaftsmalerei und Stillleben. Ein Jahr später stellt sie 60 ihrer Bilder im Münchner Kunstverein aus.
Ihr Gatte Heinrich Lang stirbt nach nur acht Ehejahren und die Malerin begibt sich wieder auf Reise, die sie erneut nach Italien und Holland führen. Tina Blau kehrt nach zehn Jahren zurück nach Wien und bezieht ein Atelier in der Nähe der Prater-Rotunde. Dem inzwischen vorherrschenden Jugendstil kann die Künstlerin nichts abgewinnen und sie bleibt ihrem Stimmungsimpressionismus treu.
Mit Olga Prager, Karl Federn und Rosa Mayreder eröffnet sie 1897 die Kunstschule für Frauen und Mädchen in Wien und unterrichtet die Fächer Stillleben und Landschaftsmalerei. Tina Blau nimmt an Ausstellungen in München, Dresden, Berlin, Leipzig und Hamburg teil, ebenso wie in Paris und Chicago.
Als emanzipierte Frau malte die Künstlerin die Welt so, wie sie sie sah und legte großen Wert darauf als Künstlerin und nicht als malende Frau gesehen zu werden. Ebenso ungewöhnlich wie ihre kunstvollen Hüte war auch die phantasievolle Einrichtung ihres Ateliers. Als Transportmittel für ihre Mal-Utensilien benutzte sie einen umgebauten Kinderwagen.
Die unermüdliche Schaffenskraft der Malerin, die ihr letztes Lebensjahr in Gastein verbrachte, endete nach einer Untersuchung in einem Wiener Sanatorium, bei der sie am 31. Oktober 1916 einen Herzstillstand erlitt. Beigesetzt wurde sie in einem Ehrengrab auf dem Wiener Zentralfriedhof.
So wirkt es an Ihrer Wand
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Qualität & Herstellung



Das Bild wird individuell für Sie auf eine echte Leinwand gedruckt und in Handarbeit auf einen Echtholz-Galeriekeilrahmen aufgespannt. Die Produktion erfolgt in Deutschland. Mehr über die Qualität unserer Kunstdrucke erfahren Sie hier.
Der Bildausschnitt kann je nach gewählter Bildgröße und Bildformat leicht vom gezeigten Beispiel abweichen. Da jedes Bild individuell in Ihrem Wunschformat produziert wird, ist ein Umtausch wegen Nichtgefallen nicht möglich.
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